Sowas wie Leben

Alte Zeiten


Es ist unfassbar, da ist man selber gerade mal 18 Jahre alt und sehnt sich schon jetzt zurück nach alten, unbeschwerten Zeiten. Zeiten, in denen man um 13 Uhr aus der Schule kam, stolz und mit roten Wangen, weil der Lehrer einen gelobt hat. Zeiten, in denen man Nachmittags eine halbe Stunde an den Hausaufgaben saß und den restlichen Tag draußen tobte und spielte. Zeiten, in denen die Medien noch uninteressant waren und nur die Natur einen wirklich glücklich machen konnte. Zeiten, in denen es nicht schlimm war, wenn das Knie aufgeschürft war oder die Hose gerissen. Zeiten, in denen man auch nicht bei schlechtem Wetter davor zurückschreckte rauszugehen und Abenteuer zu erleben. Zeiten, in denen man sich mit seinen besten Freundinnen verkrachte, die Welt aber fünf Minuten später schon wieder in Ordnung war. Zeiten, in denen man eifrig Frühlingsgedichte auswendig lernte und das englische Alphabet vor sich hin murmelte. Zeiten, in denen man keine Verantwortungen übernehmen musste und Mama noch das Zimmer aufräumte. Zeiten, in denen man seinen Barbiepuppen die Haare abschnitt, rätselhafte Zeichen in Baumrinde kratzte oder versuchte Schmetterlinge einzufangen. Zeiten, in denen man alle Zeit der Welt hatte, um seinen Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen, zu lesen, zu spielen, zu malen. Zeiten, in denen Geburtstage mit einer Riesentorte und Topfschlagen und Stuhltanz gefeiert wurden. Zeiten, in denen man nur die guten Seiten der Welt kennenlernte und von den schlechten verschont blieb. Zeiten, an die ich mich immer wieder gerne zurückerinnere. Zeiten, in denen ich lieber leben würde als in den heutigen.

Advertisements

Ein Kommentar zu „Alte Zeiten

  1. „Zeiten, in denen Geburtstage mit einer Riesentorte und Topfschlagen und Stuhltanz gefeiert wurden.“ – ich habe Bilder vor Augen und das ist sehr schön. Denn eigentlich ist es nicht so schlimm, dass diese Zeiten vorbei sind – obwohl ich sie mir oft genug zurückwünsche – denn wir durften sie erleben, wir dürfen uns heute erinnern und ich freue mich auf den Tag, an dem die Erinnerung nur noch Lächlen und Glücksgefühl ist und nicht mehr so viel… Verlust und Trauer. Denn so sollte sich die Kindheit nicht anfühlen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s