Sowas wie Leben

Zukunft


Zukunft, Zukunft, Zukunft. Immer häufiger werde ich mit diesem Wort bedrängt.  „Was willst du nur mit deinem Leben anfangen nach dem Abi? Du musst was sinnvolles machen!“, sagt meine Mutter. „Ihr müsst euch darüber im Klaren werden, womit ihr später euer Brot verdienen wollt. Ihr müsst sicherstellen, dass ihr etwas studiert, das in unserer heutigen Gesellschaft benötigt wird!“, sagen meine Lehrer. „Zum Glück weiß ich schon seit der Grundschule, was ich später mal machen will. Und, was sind deine Pläne Liesa?“, sagt meine Freundin.

Zukunft. So schnell, so beängstigend ist sie da. Und sie bietet so unendlich viele Möglichkeiten. Wie soll man in diesem Wirrwarr von Studienmöglichkeiten und Ausbildungsplätzen zurechtfinden und die richtige Abzweigung wählen, um seinen Weg zu gehen? Wie soll man sich aus einer Vielzahl von Möglichkeiten für nur eine einzige entscheiden? Es ist ja nicht mal so, dass diese Entscheidung von geringer Bedeutung ist. Nein, diese Entscheidung bestimmt deinen restlichen Lebensweg, deine Zukunft. Womit ich wieder am Anfang stehe. Zukunft.

Ich will sehr gerne studieren und ich habe mir auch schon ein paar Alternativen überlegt, falls mir gar nichts einfallen sollte. Aber mit den bisherigen Möglichkeiten bin ich einfach nicht zufrieden. Unter den Tausenden von Angeboten, die einem bereitstehen, muss doch eines genau auf mich zutreffen. Genau meine Interessen und meine Stärken widerspiegeln. Aber wie lange muss ich suchen, um es zu finden?

Von Berufsberatungen habe ich schon gehört. Und einen kostenlosen Test dazu habe ich auch schon gemacht. Das Ergebnis war, dass ich Ägyptologin werden sollte. Eine Richtung, mit der ich mich in meinem ganzen Leben noch nicht einmal befasst habe und was ich für meine Zukunft auch keineswegs vorgestellt habe. Ich habe mich auch mit meinen Stärken auseinandergesetzt, um mir darüber bewusst zu werden. Ich bin gut in Sprachen, aber ich bin auch gut in Naturwissenschaften, vor allem Biologie. Wie lässt sich beides vereinbaren?

Noch habe ich ja Zeit. Das ist das Mantra, mit dem ich mich immer wieder beruhige, wenn mich plötzlich Zukunftsängste überkommen. Fest vorgenommen habe ich mir, mich in den Sommerferien über verschiedene Studiengänge zu informieren und herauszufinden, was mir liegen und Spaß machen könnte. Solche Entscheidungen sollte man nicht mit einem Münzwurf abtun. Solchen Entscheidungen sollte man Zeit lassen, denn sie werden uns eine lange Zeit begleiten.

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2 Kommentare zu „Zukunft

  1. Möglicherweise kann Dir eine kleine Übung von Steve Pavlina weiterhelfen. Falls Du Steve nicht kennst: Er ist einer der erfolgreichsten Blogger der Welt („Personal Development for Smart People“) und eine der faszinierendsten Persönlichkeiten, die mir bei meinen Streifzügen im Web (und ich habe mit Mosaic als Browser angefangen) begegnet sind. Da Steve letztes Jahr das Copyright für sein Blog freigegeben hat, kann ich die Übung hier im Originaltext einfügen:

    1. Take out a blank sheet of paper or open up a word processor where you can type (I prefer the latter because it’s faster).
    2. Write at the top, “What is my true purpose in life?”
    3. Write an answer (any answer) that pops into your head. It doesn’t have to be a complete sentence. A short phrase is fine.
    4. Repeat step 3 until you write the answer that makes you cry. This is your purpose.

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