Sowas wie Leben · Sowas wie Liebe

Verwöhnung vs. Gewöhnung


Insgesamt muss ich doch sagen, dass ich es gut habe. Es ist Sonntagabend. Meine zweite Ferienwoche neigt sich dem Ende, vier weitere stehen noch bevor. Danach geht es ins nächste Schuljahr. Ins letzte.

Ich liege hier in meinem Zimmer auf meinem Boden. Mein Oberkörper liegt auf dem Teppich, meine Beine liegen auf dem kühlen Laminat. Der Laptop thront auf übereinandergestapelten Büchern. Die Bibel, die hier in unserer Wohnung noch nie jemand ernsthaft gelesen hat. Und mein dickes Biobuch. Das schon sehr zerlesen ist. Leiser Elektro tönt aus den Lautsprechern. Ich habe ein bisschen geschrieben, meine Federtasche liegt ausgekippt neben dem Bücherhaufen. Einige Zeitschriften, in denen vorhin noch eifrig geblättert wurde, liegen einsam auf dem Zimmerboden. Meine grau-weiß gemusterten Converse Chucks, die ich schon ein halbes Jahrzehnt trage, stehen an der Tür. Mein Handy liegt griffbereit auf dem Nachtschränkchen. Ruft sowieso keiner an. Trotzdem muss es immer an meiner Seite liegen.

Jaja, wir sind verwöhnt und merken es noch nicht einmal. Stattdessen geifern wir nach immer mehr. Wir können uns einfach nicht mit dem zufrieden geben, was wir besitzen. Wir lernen überhaupt nicht mehr, unsere Besitztümer richtig zu schätzen. Erkenntnisse eines Sonntagabends. Erkenntnisse eines Mädchens, dass sich nie als besonders verwöhnt eingeschätzt hat. Es gibt definitiv Jugendliche, die verwöhnter sind als ich. Und die es weniger verdient haben als ich. Aber dennoch muss ich mir eingestehen, dass ich es ziemlich gut habe. Und das finde ich ziemlich knorke.

Auf einen schönen Abend ihr Lieben ♥

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