Sowas wie Leben

Erholung


An manchen Tagen muss man sich sogar vom Erholen erholen. Man saß nur faul rum, hat eigentlich nichts gemacht und trotzdem ist man geschafft und müde und kann sich nicht dazu aufraffen aufzustehen und rauszugehen. „Morgen, ja Morgen mache ich was“, sagt man. Und Morgen hat man dann immer noch keine Lust, oder das Wetter macht einen Strich durch die Rechnung oder man fühlt sich nicht besonders wohl, hat Kopfschmerzen oder so.

Aber man gammelt ja nicht nur Zuhause rum. Wenn man in so einer schönen Umgebung wohnt wie ich, dann hat man außerhalb der Mauern viel schönere Möglichkeiten, um sich zu erholen. Wiesen, Felder und Wald so weit das Auge reicht. 1000 ungegangene Wege, 1000 unentdeckte Plätze. Und beim Spazierengehen findet man auch nach 14 Jahren noch wunderschöne und geheimnisvolle Plätze.

Wie zum Beispiel gestern, als ich laufen war. Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich eine Strecke lief, bei der ich länger als 30 Minuten brauchte. Es war ein unheimlich gutes Gefühl durch den Wald zu laufen, nichts zu hören, als seinen eigenen Atem und das gelegentliche Zwitschern eines Vogels. Beim Laufen schaute ich natürlich zu meinen Seiten, entdeckte einen wunderschönen Nadelwald und einen Fluss mit einer alten, morschen Brücke, die aber wunderschön aussah. Auch wenn ich nicht wusste, wie weit die Strecke noch war, da ich wahllos rechts und links abbog oder geradeaus blieb, war mein Ziel durchzuhalten und ein anständiges Tempo zu laufen. Und, was soll ich sagen, ich habe es geschafft, war nach exakt 49 Minuten Zuhause und habe mich gefühlt wie eine junge Göttin in einem neugeborenen Körper. Natürlich war es auch anstrengend, mir zitterten hinterher meine Knie, aber ich war so glücklich und so stolz auf mich, dass ich durchgehalten habe, dass ich neue Plätze und Stellen entdeckt habe, eine Bank beispielsweise, die mitten im Wald stand, einfach  so!

So viele Pfade, die mir auf meiner Laufrunde begegnet sind, so viele Wege, deren Ziel ich noch erkunden kann. Mal sehen, wohin mich mein Weg das nächste Mal führt (:


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Ein Kommentar zu „Erholung

  1. Ich weiß genau, welches Nadelwldchen mit der morschen brücke du meinst. Jedesmal wenn ich daran vorbei joggte, habe ich überlegt mir eine Pause zu gönnen und über die Brücke zu laufen um die andere Seite im Nadelwald zu entdecken, aber der Drang weiter zu aufen wr größer…

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