Sowas wie Leben

Look forward, the best days are yet to come


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Es ist ganz schön still geworden hier, ich weiß selber nicht genau weswegen. Ich hatte eigentlich einige Ideen, über die ich hätte schreiben können, aber meistens fehlte mir die Lust oder der letzte Kreativitätsschub, um diese Ideen auch umzusetzen und  so blieb es einfach dabei, dass ich überhaupt nichts gepostet habe. Auch das hier ist ein unspektakulärer und langweiliger Post, aber immerhin ist es einer und wir regen uns doch jetzt sicherlich nicht darüber auf, wie sinnlos oder sinnvoll ebendieser ist.

Manchmal habe ich das Gefühl, mein Leben hat sich um 360 Grad gewendet, alles ist anders, obwohl es doch immer noch dasselbe ist. Ich bin fertig mit der Schule, habe das Abitur nun endgültig in der Tasche, ich bin nochmal Schwester geworden und darf jeden Tag ein kleines, wunderschönes Wunder namens Greta bestaunen, ich muss Bewerbungen losschicken und nach Wohnungen Ausschau halten. Und das allerschlimmste – ich muss dasitzen und abwarten, bis ich erfahre, ob die Universitäten, an denen ich mich beworben habe, mich annehmen, oder ob mir der Zugang verwehrt bleibt. Es bereitet mir fürchterliches Kopfzerbrechen, nachher für keinen einzigen Studiengang angenommen worden zu sein, dass ich mich nur an vier Universitäten bewerbe hinterlässt einen unangenehmen, bitteren Geschmack in meinem Mund, andererseits habe ich ein ziemlich gutes Abitur und brauche mir demnach eigentlich kaum Sorgen zu machen. Aber alle Gründe der Vernunft sind ausgeschaltet, wenn sich die Angst langsam wieder ausbreitet, im ganzen Körper und es gibt einfach nichts, absolut und ganz und gar nichts, was sich dagegen tun lässt, außer abwarten und darauf hoffen, dass es Unis gibt, die Erbarmen haben und denen mein Schnitt gut genug ist, denen ich gut genug bin, um an ihrer Universität zu studieren.

Die Zwischenzeit, diese unangenehme Schwebe zwischen Schulende und Studienbeginn, versuche ich so gut wie möglich mit kleineren Beschäftigungen zu überbrücken. Ich lese viel, bastel ein bisschen herum, höre so viel Musik wie schon lange nicht mehr, bin unterwegs oder schaue Filme und Serien bis zum Umkippen. Trotz allem hat mein Leben gerade keinen besonders schönen Beigeschmack, es sind Dinge passiert, die mich aus der Bahn geworfen haben, die mich unglücklich gemacht haben und wegen denen ich oft geweint habe und ich weiß, dass es nie wieder so sein wird, wie es einmal war, nicht nur wegen des Endes meiner Schullaufbahn, sondern auch, weil sich nun die Wege trennen, viel früher als eigentlich notwendig, aber manchmal wird ein Pfad so schmal, dass nicht mehr alle Personen darauf laufen können, es ist nicht mehr genug Platz für alle und so wird die überflüssige Person an der nächsten Weggabelung einfach stehen gelassen, ganz allein, und in diesem Fall war ich wohl diejenige, für die nicht mehr ausreichend Platz war und die jetzt alleine zusehen muss, wo sie langgehen wird, während die anderen Arm in Arm ihren Weg weitergehen, ohne noch einen Blick nach hinten zu werfen, auf die Person, die sie einfach so stehenlassen haben. Vielleicht kreuzen sich die Wege irgendwann wieder, vielleicht werden sie aber noch weiter auseinandergehen, sich distanzieren, wie es auch kommt, schlimmer als jetzt kann es sowieso nicht werden.

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