Persönliches · Sowas wie Leben

Sometimes I just like being alone, thinking about myself


Unbenannt

Ich kann Queen absolut und überhaupt ganz und gar nicht ausstehen. Ich esse keine Pilze, keine Meerestiere oder -früchte, keinen Spinat, kein Fleisch, bis auf Hähnchen oder Pute, ich verabscheue Bohnen und Erbsen und grüne Paprikaschoten. Meinen zweiten Vornamen habe ich von meiner Oma, da ich ihr bei der Geburt besonders ähnlich sah. Als Kind dachte ich immer, dass mir ein Apfel- oder Melonenbaum im Inneren wachsen würde, wenn ich die Kerne mitesse. Das erste Buch, das ich jemals gelesen habe, war Der Regenbogenfisch. Meine liebste literarische Epoche ist die Romantik. Ich hatte 12 Jahre lang eine Brieffreundin, aber der Kontakt hat sich irgendwann verflüchtigt, wir hatten uns nichts mehr zu sagen. Meine Handschrift ist grausam und unleserlich und meine Unterschrift sieht aus wie die einer Siebenjährigen, die zwanghaft versucht, eine erwachsene Unterschrift zu fälschen. Mein liebstes Schulfach war Biologie.  Ich sehe mir überwiegend flache amerikanische Teenie-Filme an, deren Ende man schon nach den ersten fünf Minuten prophezeien kann und die immer ein Happy End haben. Seit ich denken kann, sehe ich mit meiner Mama GZSZ und es ist mir noch nie langweilig geworden. Politisch gesehen kenne ich mich ganz und gar nicht aus, aber ich arbeite im Moment daran, meine fehlende Allgemeinbildung auf diesem Gebiet etwas auszumerzen. Ich finde nicht, dass Lana Del Rey überbewertet ist und ich würde es sehr schade finden, sollte sie wirklich kein Album mehr veröffentlichen. Ich bin ein penibler Sauberkeits- und Ordnungsfreak und kann Schlampereien überhaupt nicht ausstehen. Meine Facharbeit in der neunten Klasse habe ich über das Thema „Neuseeland – ein Ökosystem im Wandel“ geschrieben. Obwohl ich in der Leichtathletik auf regionaler Ebene viele Erfolge vorweisen kann, war ich im Schulsport immer eine absolute Niete. Meine Lieblingskekse sind Cookies mit Smarties, aufgrund dämlicher Diäten habe ich ebensolche aber schon seit einem Monat nicht mehr gegessen. Obwohl ich schon so gut wie aus der Pubertät raus sein sollte, habe ich noch immer arg unreine und picklige Haut. Ich bewundere die Menschen, die sich nach dem Duschen und überhaupt immer mit Lotions und Crèmes einreiben, ich vergesse das nämlich immer. Ich habe meine gesamte Jugend über eine feste Zahnspange getragen und meine Zähne sind trotz allem immer noch nicht richtig gerade und normal. Als ich fünf Jahre alt war, habe ich mir meine zwei oberen Schneidezähne auf einer Eisenwippe ausgeschlagen. Als ich sechs Jahre alt war, hat mir eine Klassenkameradin mit ihrer Schulmappe meinen unteren Schneidezahn ausgeschlagen. Als ich vierzehn Jahre alt war, habe ich einem Klassenkameraden versehentlich mit einer Flasche einen Zahn ausgeschlagen. Als ich siebzehn war, mussten mir meine oben und unteren ersten Backenzähne gezogen werden. Ich habe ein Trauma, was Zähne anbelangt. Jedesmal, wenn ich durch den Wald jogge, treffe ich auf grasendes Damwild. Ich glaube an Geister, unser Hausgeist ist 291 Jahre alt und heißt Fridolin. Ein Film, bei dem ich immer wieder weinen kann ist „Geliebte Jane“. Bis vor einem Jahr habe ich noch nie in meinem Leben ‚Titanic‘ gesehen. Ich trage ungern Pullover, weil ich immer so dick und unförmig darin aussehe. Wenn ich genug Geld gespart habe, lasse ich mir vermutlich meine Oberweite verkleinern. Auf Ganzkörperfotos sehe ich immer schrecklich unattraktiv aus. Ich hasse es, nach dem Aufstehen noch stundenlang im Bett liegenzubleiben, ich muss sofort aufstehen, später lege ich mich aber gerne wieder auf das gemachte Bett. Ich bin das, was man einen gutgelaunten Frühaufsteher nennt. Ich besitze seit ich drei Jahre alt bin ein Kuscheltier, das ich liebevoll Mannbär genannt habe. Als Kinder sind meine große Schwester und ich immer schon gegen 5 oder 6 Uhr in der Früh aufgestanden, um das gute Fernsehprogramm nicht zu versäumen. Wir haben auch oft Detektiv gespielt und wir waren beide in Fiete von den Pfefferkörnern verliebt. Nadine und Oliver von Schloss Einstein mochte ich nie. Ich habe eine zeitlang Kettenuhren gesammelt, trage sonst aber eher selten Schmuck. Ich hasse Sonnenbrillen. Würde ich 100€ in die Hand gedrückt bekommen, würde ich mir davon zweifellos Bücher und Schallplatten kaufen. Die erste Schallplatte, die ich besessen habe, noch ehe ich einen Plattenspieler besaß, ist das Unplugged Album von Nirvana. Nirvana finde ich sowieso sehr großartig. Eine Weile lang war ich so oberflächlich und egozentrisch, dass ich mich selbst nicht wiedererkannt habe. Ich hatte in der gesamten Oberstufe nie eine schlechtere Note als eine 2- und auch diese hatte ich nur dreimal. Als ich jünger war, dachte ich, ich wäre lustig. Ich dachte auch mal, dass ich einigermaßen gut schreiben kann und wollte deswegen Journalistin werden. Seit ich ein Kind bin, plane ich ein Buch zu schreiben, aber mir fällt kein guter Plot ein. Dafür schreibe ich von Zeit zu Zeit Tagebuch oder Gedankenbuch, wie auch immer man das nennen mag. Als ich jünger war, versuchte ich mich auch an Gedichten, aber offensichtlich fließt kein lyrisches Blut durch meine Adern. Bis zu Oberstufe war Deutsch mein Lieblingsfach, meine neue Deutschlehrerin vermieste mir das Fach aber so ziemlich. Trotzdem hatte ich in meinem Deutschabitur 15 Punkte. Die schönste Sprache auf dieser Welt ist Französisch und irgendwann werde ich diese auch tadellos und fließend sprechen können. Ich habe mir schon vor Monaten einen Schwedischlernkurs gekauft, aber nach der ersten Lektion aufgehört. Ich habe mehr Liebe in mein Hausaufgabenheft als in meine Schularbeiten gesteckt. Ich liebe es zu staubsaugen. Ich hasse es, wenn man sein Bücherregal nach Farbe sortiert. Ich weiß aber auch nicht, wie man sein Bücherregal am klügsten sortieren sollte. Ich mag keine Hörbücher und auch keine E-Books. Ich mag keine Füße und auch keine Hände. Dieses ‚Forever Alone‘ und die Jugendgeneration machen mich aggressiv und traurig. Ich bin bisher noch nie außerhalb von Europa gewesen. Ich liebe alles, was mit Blümchen bedruckt oder verziert ist. Menschen, die übertrieben viel Wert auf ihr Äußeres legen, finde ich meistens erst einmal unsympathisch. Manchmal stecke ich Menschen zu schnell in Schubladen. Die Todesuhr sagt, dass ich am 19. September 2071 sterben werde. Mein ehemaliger Physiklehrer hat uns gepredigt, dass 2036 die Welt untergehen wird, weil dann ein Komet auf die Erde stürzen wird. Ich halte alle Weltuntergangsgerüchte für Unfug, habe aber trotzdem ein ganz schön mulmiges Gefühl dabei. Ich kriege immer mulmige Gefühle, wenn ich an die Erde und den Kosmos und das Universum und das alles denke. Früher habe ich immer alte Kassetten bespielt, einmal habe ich versehentlich eine The Smiths Kassette von meiner Mama überspielt und sie war sehrsehr böse. Heute würde ich sicherlich keine The Smiths Kassetten mehr überspielen, sondern würde sie genüsslich anhören. Ich habe immer Hunger. Ich habe einen blutroten Nagellack von Chanel, den ich noch nie angerührt habe. Ich freue mich auf den September, denn dann kommt das neue Album von Billy Talent, von The xx und von Mumford and Sons. Wenn es dunkel wird habe ich in meinem Zimmer immer nur eine Nachttischlampe an, weil ich helle Lampen kopfschmerzerregend finde. Ich finde russische und tschechische Märchen am schönsten. Die Liste der Dinge, die ich noch lesen, hören und sehen muss, ist mittlerweile ins Unermessliche gewachsen und ich weiß nicht, in welcher Reihenfolge ich sie am klügsten abarbeiten kann. Ich hassliebe es, wenn mein Laptop meinen Oberschenkel verbrennt. Mein Musikgeschmack ist das einzige, was ich einigermaßen an mir schätze. Ich hasse es, wenn man mir nicht auf wichtige SMS oder E-Mails antwortet. Ich liebe es, Zitate in mein kleines Büchlein zu schreiben, allerdings habe ich das schon Ewigkeiten nicht mehr gemacht, weil besagtes Büchlein vollgekritzelt ist. Ich beneide Mädchen mit reiner Haut und schönen Haaren. Ich weine immer, wenn Mufasa in „Der König der Löwen“ stirbt. Später möchte ich eine eigene kleine Bibliothek besitzen, ein Zimmer, das nur für meine Bücher und einen gemütlichen Sessel reserviert ist. Ich liebe es, mir Geschichten über die Menschen auszudenken, die mir unterwegs begegnen. Ich sortiere Skittles und Gummibärchen grundsätzlich nach ihrer Farbe und esse sie in einer ganz bestimmten, vorher festgelegten Reihenfolge. Auch wenn es mir manchmal schwerfällt, aber ich habe bei Büchern noch nie die letzte Seite aufgeschlagen, um zu sehen, wie die Geschichte ausgeht. Ich liebe die Neuverfilmungen der Erich Kästner Bücher. Das einzige, auf das ich mich im Winter freue, sind die Biathlonübertragungen im Fernsehen. Ich kann jeder Jahreszeit positive Dinge abgewinnen, nur beim Winter fällt es mir sehr schwer. Ich kann mich nur schwer mit den Menschen anfreunden, die „immer nur Spaß haben wollen“. Ich kann mich mit all der neuen Deutschen Musik, die plötzlich auf uns einströmt, überhaupt nicht wirklich anfreunden. Ich verbringe zu viel Zeit am Computer und zu wenig Zeit an der frischen Luft. Es gibt keine schönere Begrüßungsformel, als das indische „Namaste“. Ich liebe französisch geflochtene Haare. Ich mag die alten Disney-Filme wesentlich lieber als die neuen. Lesen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, trotzdem tue ich es viel zu selten. Heimlich bin ich in Aaron Johnson verliebt. Ich habe ständig Kopfschmerzen. Ich bin anstrengend, stur und launisch, aber ich glaube, dass man trotzdem ganz gut mit mir auskommen kann, wenn man es nur versucht. Ich bin sehr schüchtern und öffne mich fremden Menschen nur sehr zögernd. Ich habe mir noch nie in meinem Leben ein Lied übergehört. Um auf Briefe zu antworten, brauche ich meistens Ewigkeiten. Der liebste Mensch auf dieser Welt ist meine Mama, auch wenn ich gerade böse auf sie bin. Bei Vollmond kann ich nicht schlafen. Handwerklich bin ich mehr als unbegabt. Ich wäre gerne unsichtbar. Ich liebe es, beim Lauschen des  Regens einzuschlafen. Ich hasse Gewitter. Mein liebstes klassisches Musikstück ist seit Jahren „Die Moldau“ von Bedrich Smetana.

Wer sich das alles durchgelesen hat, darf sich geküsst fühlen. Die Idee dieses Posts stammt übrigens von mitnichten.

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3 Kommentare zu „Sometimes I just like being alone, thinking about myself

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