Persönliches · Sowas wie Leben

Inventur


1. Das ganze ist zwar noch nicht in trockenen Tüchern, dafür muss erst noch der Mietvertrag unterzeichnet werden, aber es sieht ganz danach aus, als hätte sich das lange Warten und Suchen gelohnt und wir (meine Schwester, mein Freund und ich) hätten endlich unsere erste kleine Wohnung. Sie ist wunderwunderschön und ich kann es kaum erwarten, mit den Renovierungs- und Umzugsarbeiten anzufangen. Das Gefühl des Stillstands, das mich in letzter Zeit doch allzu sehr belastet und bedrückt hat, ist nun endgültig der Freude gewichen und ich glaube doch noch daran, dass sogar ich einmal Glück haben kann.

2. In genau 16 Tagen werde ich meinen Fuß das erste Mal als echte Studentin in Richtung Uni setzen und ich habe schon jetzt wieder 3426489 Ängste, die mich plagen. Finde ich den Raum? Was ist, wenn mich keiner mag und ich ganz alleine rumhängen muss? Und wenn ich mich gleich zu Anfang in irgendeiner Art und Weise blamiere? Und was zum Teufel zieht man als Jura-Studentin eigentlich so an? Hülfe.

3. Ich habe in letzter Zeit ständig Hungergefühle, gleichzeitig ist mir immer öfter schlecht und ich habe das dringende Gefühl, mich übergeben zu müssen. Das ist einfach diese Masse an freier Zeit, die dazu führt, dass ich immer mehr esse und esse und esse und ich hoffe, dass ich nicht mehr so verfressen sein werde, wenn ich meine Mahlzeiten aus eigener Tasche bezahlen muss.

4. Ich habe diesen Monat ein unsagbares Lesetief, ich komme überhaupt nicht voran und das, obwohl ich alle Zeit der Welt zum Lesen hätte. Drei Bücher habe ich angefangen, nur um sie wieder zur Seite zu legen, weil ich sie doof fand und gerade mal zwei Bücher habe ich diesen Monat vollständig gelesen. Ich schäme mich in Grund und Boden, eigentlich wollte ich die freie Zeit vor dem Studiumsbeginn nicht mit sinnlosen Serien (Awkward , Pretty Little Liars) vertrödeln, aber irgendwie ist es jetzt genau darauf hinausgelaufen und naja, jetzt, wo sowohl Umzug als auch Studium anstehen, befürchte ich, nicht mehr genug Zeit für meine geliebten Bücher zu haben und ich schäme mich dafür, sie so sehr vernachlässigt zu haben.

5. Entgegen aller Meinungen, die ich bisher über das Album Coexist von The xx gehört habe – ich finde das Album nicht sonderlich gelungen. Ehrlich gesagt gefällt es mir bis auf zwei, drei Lieder, überhaupt nicht. Es ist langweilig, einseitig und einfach nur hmm.

6. Okay, ich habe neulich noch davon geschwärmt, wie schön und toll und wunderbar der Herbst ist, aber ich hatte irgendwie vergessen, wie kalt er auch ist. Ich mag den Herbst, wirklich, aber ich hasse diese Kälte und ich hasse es, in der Wohnung mit zwei Pullis herumrennen zu müssen, weil wir noch nicht heizen können und ich hasse es, dass meine rechte Hand immer eisig kalt wird, wenn ich zu lange vor dem Laptop sitze und ich hasse es, auf meine Hausschuhe und meine Kuscheldecke angewiesen zu sein.

7. Ich würde gerne wieder ein bisschen Sport machen, jeden Abend liege ich in meinem Bett und sage mir, dass ich morgen früh laufen gehen werde, aber letztendlich gehe ich doch nicht, weil ich zu faul bin und weil es draußen so kalt ist und weil es ja noch morgen gibt, da kann ich ja dann auf jeeeden Fall laufen gehen. Ich verfluche meine Faulheit und habe schon den festen Entschluss gefasst, mich im Fitnessstudio anzumelden, sobald ich in Berlin wohne. Und da muss ich dann auch hingehen, schließlich habe ich dafür bezahlt. Jawohl.

8. Es ist so frustrierend, dass es im Moment einfach keinen einzigen guten Kinfilm gibt. Ich möchte seit Ewigkeiten ins Kino gehen und Nachos essen und Cola trinken und im warmen und weichen Kinosessel sitzen, aber ich finde einfach keinen Film gut genug, um dafür Geld auszugeben. Ich kann kaum das Ende des Jahres abwarten – ich meine The Perks of being a Wallflower, Der Hobbit und Anna Karenina – da kommen ja doch nochmal ein paar gute Filmchen.

9. Zum Einschlafen lassen sich Coconut Records und Simon and Garfunkel ganz gut hören. Ich spreche aus Erfahrung.

10. Ich habe den vorherigen Blogpost, den mit den 99 Fragen, gelöscht, weil er mir doch ein bisschen zu privat und persönlich und so war. Wer trotzdem noch Fragen an meine Wenigkeit hat, kann sie entweder als Kommentar hinterlassen oder mir hier (meinetwegen auch anonym) schreiben. Aber nichts miesesfieses oder beleeidigendes, denn das ist nicht gerade nett. Bittedanke.

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