Bücher · Filme

The Perks of being a Wallflower



Inhalt: Charlie ist gerade auf die Highschool gekommen und schlägt sich mit alterstypischen Problemen herum. Als er die lebenslustigen Geschwister Sam und Patrick kennenlernt und bisher unbekannte Gefühle für Sam entwickelt, ist die Verwirrung komplett. Aber selbst die erste große Liebe, wilde Partys, Drogen und Stress innerhalb der Familie trüben seinen Blick auf die Welt nicht; er beobachtet sein Umfeld genau, macht sich Gedanken über seine Mitmenschen und versucht, seine eigene Rolle zu finden; in dem, was wir Leben nennen. (via)

Meinung: ‚Vielleicht lieber morgen‘, besser bekannt vielleicht unter dem englischen Originaltitel ‚The Perks of being a Wallflower‘, ist (soweit ich weiß) bisher der einzige Roman des amerikanischen Schriftstellers Stephen Chbosky. Als ich das Buch im Mai dieses Jahres gelesen habe und kurz darauf erfahren habe, dass die Verfilmung noch im November in die Kinos kommen wird, war ich vollkommen hin und weg. Schon das Buch, welches als Briefroman verfasst ist, hat mich nämlich komplett davon überzeugt, dass wir es hier mit einem jugendlichen Meisterwerk zu tun haben. Aber es soll jetzt hier nicht um das durchaus brillante Buch gehen, das ich übrigens jedem von euch ans Herz legen möchte, nein, ich möchte ein bisschen über den Film plaudern, den ich mir heute Abend angesehen habe.

Ich muss gestehen, ich habe keine großen Erwartungen an den Film gestellt. Zum einen, weil man durch große Erwartungen ja doch immer wieder nur enttäuscht wird, zum anderen, weil es sich ja schon des öfteren herausgestellt hat, dass nicht jedem großartigen Buch auch ein großartiger Film entspringen muss. Dementsprechend begeistert war ich, als sich gleich zu Beginn gezeigt hat, wie großartig der Film ist. Und mit großartig meine ich außerordentlicherstklassigsupermegabrillanthinreißendphänomenal. Schon allein die Tatsache, dass Emma Watson die weibliche Hauptrolle der Sam übernommen hat, ließ mein Herz höher schlagen, noch schneller schlug es allerdings, als Logan Lerman, der den Charlie spielt, die Kinoleinwand zierte. Ich verknalle mich ja doch immer ziemlich schnell in irgendwelche Youngster-Schauspieler, aber Logan Lerman hat so etwas hinreißend schüchternes und gleichzeitig präsentes an sich, ich glaube, ein besserer hätte diese Hauptrolle nicht spielen können.

Die Storyline des Filmes orientierte sich ziemlich genau an dem Handlungsstrang des Buches. Einerseits mag ich es, wenn ein Film auch kein Detail auslässt und der Großteil der Dialoge aus dem Buch übernommen werden, zum anderen ist es auch immer wunderbar, wenn neue Elemente hinzugefügt werden, die vielleicht so nicht im Buch standen, aber die dennoch in die Handlung passen und diese etwas auflockern und aufmischen.

Womit mich jeder Film, so schlecht er auch sein mag, aber immer wieder faszinieren kann, ist die Musik. Und Himmelherrgott, es ist nicht gelogen, wenn ich sage, dass die Musik in ‚Vielleicht lieber morgen‘ das absolute Schokosahnezimthäubchen mit Krone, Schleife und Zepter war. Genauso, wie die Bezüge zu verschiedener Literatur, die durch Charlies Englischlehrer Mister Anderson und die Tatsache, dass Charlie selbst gerne Schriftsteller werden möchte, immer wieder hergestellt wurden. Aber die Musik, wirklich, die Musik war noch besser, als die Nachos, die ich während der Kinovorstellung in mich hineingestopft habe. Den Soundtrack werde ich mir auf jeden Fall besorgen und wer sich Charlies Mixtape noch nicht angehört hat, der sollte dies tunlichst nachholen, hier kann man sich das Mixtape ganz legal anhören und sich den Abend ein bisschen versüßen lassen.

Verwunderlich fand ich, dass der Film kein besonders großes Publikum angezogen hat. Er lief heute an und ich dachte schon, ich würde überhaupt keine Kinokarte mehr bekommen, weil ich nichts vorbestellt hatte, aber als ich den Kinosaal betreten habe, war es doch irgendwie erschreckend leer, womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte. Ich dachte eigentlich, ich wäre schon die letzte gewesen, die überhaupt das Buch gelesen hat und darüber Bescheid weiß, dass es sogar eine Verfilmung geben wird, aber das Kino war überraschenderweise nur zur Hälfte gefüllt.

Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen möchte ich euch diesen Film und auch da Buch empfehlen. Nicht nur, wegen der tollen Musik und der süßen Schauspieler, sondern auch, wegen der Problematik, die dieser Film behandelt. Klar, oberflächlich gesehen ist es eine dieser zahlreichen Teenie-High-School-Geschichten, die uns die amerikanische Filmindustrie immer wieder unter die Nase reiben möchte, zum anderen ist es aber auch ein Film, der ein bisschen Tiefe zeigt, der die Verletzlichkeit von Personen zeigt und der einem zeigt, wie schön Musik sein kann. Die Musik war echt genial. Das Buch war echt genial. Der Film war echt genial. Hört euch die Musik an. Lest das Buch. Seht den Film. Ihr werdet euch verlieben, ganz bestimmt.

 

Advertisements

3 Kommentare zu „The Perks of being a Wallflower

  1. Das leere Kino dürfte zumindest teilweise dadurch zu erklären sein, dass gestern (eigentlich Mittwoch Abend) der neue Bond angelaufen ist. Musste ich als Bond-Fan mal erwähnen ;-)

  2. Das Buch steht schon lange auf meiner Wunschliste! Ich glaube, ich werde es auch zuerst lesem, bevor ich mir den Film anschaue. Aber es freut mich, dass der auch sehr gut zu sein scheint.

  3. hey! bin grad auf deinen blog gestoßen =9 wirklich tolle artikel, die du so schreibst =) ich muss auch zugeben, dass ich von dem film noch gar nichts gehört habe. dabie wohne ich in berlin und da gibt es ja ein sehr breitgefächertes filmangebot.. aber ich werde ihn mir angucken – bin neugierig geworden =)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s