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A library is a hospital for the mind


Unbenannt
Es ist langweilig, es interessiert (so wie alle anderen Posts auch) sowieso keinen, aber ich möchte dieses Ereignis dennoch in meinem kleinen Online-Tagebuch notieren, wenigstens für mich selbst: Ich habe endlich ein zweites großes Bücherregal. Meine Bücher stehen wieder frei, ich habe endlich Raum für den Dekokrimskrams, den ich zuvor provisorisch vor die Bücher stellte und zudem ist jetzt auch endlich wieder Platz für vieleviele neue Bücher. Einige sind auch schon auf dem Weg, in einem Anflug der nächtlichen Langeweile, kaufte ich mir gestern auf Amazon einige Gebrauchtbücher – und das, obwohl ich eigentlich erst zu Weihnachten so reich an Büchern beschenkt wurde.

Es ist einfach wie eine Sucht, man möchte immer mehr und mehr Bücher haben und selbst wenn der Lesevorrat locker schon für zwei Jahre ausreicht und man eigentlich auch mal wieder Lust hätte die Bücher zu lesen, die man vor einigen Jahren schon einmal gelesen hat, so kann man doch nie damit aufhören, das Bücher-Repertoire ständig zu erweitern, auszudehnen und seine eigene kleine Bibliothek zusammenzustellen. Es gibt mir ein unglaublich stolzes und schönes Gefühl, jedes einzelne Buch mein eigen nennen zu dürfen und ich bin unheimlich beruhigt, dank des Gedankens, dass ich jederzeit einfach ein Buch aus meinem Bücherregal ziehen kann und in die gewünschte Welt versinken kann. Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich schon seit Urzeiten nicht mehr in der Bücherei war, aus dem einfachen Grund, als dass ich mir Bücher lieber selber kaufe, sehr gerne auch gebraucht, hauptsache, ich besitze sie und muss sie nicht nach vier Wochen Ausleihfrist wieder abgeben. Bei neueren Büchern ist das zwar meist sehr problematisch, weil ich ungern mehr als 10€ ausgebe, aber meist warte ich dann einfach auf die Taschenbuch-Variante. Ich glaube ohnehin, dass mein Regal zum größten Teil aus Paperbacks besteht und ich finde das nicht einmal schlimm, lesen sie sich doch immer viel angenehmer und weisen viel schönere Gebrauchsspuren auf. Außerdem ist es da nicht so schlimm, wenn ich lauter Krümel hineinfallen lasse, die Seiten mit Kakao- oder Teeflecken bespritze, habe ich doch sowieso nicht besonders viel Geld dafür ausgegeben.

Hach, ich liebe Bücher einfach. Ich liebe meine Bücher einfach. Ich liebe die Bücher einfach, die noch in mein Regal einziehen werden. Und ich kann es schon jetzt kaum erwarten, bis mein neues Bücherregal wieder zum Zerbersten voll ist und ich ein neues beschaffen muss. Auch wenn mir so langsam der Platz dafür ausgeht, in meinem kleinen Zimmer. Aber umso gemütlicher sieht es aus.  Und so lange noch Platz für meinen Lesesessel bleibt, können alle anderen Möbel ruhig herausgeschmissen werden.

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7 Kommentare zu „A library is a hospital for the mind

  1. Oh, du glaubst gar nicht, was für ein breites Grinsen mir dein süßer Kommentar beschert hat :)
    Dein Zimmer kenne ich schon von Bildern aus Formspring und finde es sowieso schon wunderhübsch, aber dass du dir jetzt sogar noch deine eigene, kleine Bibliothek anlegst, lässt das Ganze gleich SO gemütlich erscheinen, dass ich am liebsten dort einziehen würde :D Ich weiß genau, wie du das mit dem Besitzen von Büchern meinst. In meiner Wohnung stehen gerade mal drei Bücher, weil ich beim Auszug aus dem Elternhaus alles dort gelassen habe, aber nach und nach werden jetzt neue Bücher gekauft und die Regale gefüllt, v.a. nach der Klausurenphase.
    Dir wünsch ich ganz viel Durchhaltevermögen in deiner Klausurenphase (Jura, richtig?) :)

    Liebe Grüße,
    Franzi

  2. Das kann ich SO verstehen! Bücherliebe, ganz große :)
    Meine Bücherecke sieht ganz ähnlich aus, auch wenn es mittlerweile schon ein paar mehr Regale sind, aber ich habe auch einen gemütlichen großen Sessel daneben stehen, zum reinkuscheln, ins Buch versinken und wohl fühlen.

    Tanya, hachzend

  3. Es ist gar nicht langweilig, und zumindest mich hat bisher eigentlich alles interessiert, was Du schreibst. Was durchaus bemerkenswert ist, denn obwohl ich Deine Liebe zu Büchern von Herzen teile, sind meine Interessen doch ziemlich anders gelagert, was man schon daran erkennen kann, dass meine eigene umfangreiche Bibliothek zu etwa 90% aus Sachbüchern besteht. Aber auch ich gehe, wie mir mal schmunzelnd in den Sinn kam, in eine Buchhandlung wie ein Junkie zum Dealer. Allzu oft habe ich ganze Nachmittage — obwohl es wichtigeres zu tun gab — in Buchhandlungen verbracht, von einem Buch zum andern wandernd, hier und dort ein paar Seiten lesend, und darüber sinnierend, wie unendlich viel ich nicht weiss, und doch so gern wissen möchte. Insbesondere in der Zeit — die allerdings leider schon länger zurückliegt — als ich noch stolz sagen konnte, alle Bücher, die ich besitze, auch gelesen zu haben, bin ich dann am Abend oft mit einem ganzen Stapel neuer Bücher nach Hause gegangen. Mit Bibliotheken konnte ich mich nie so recht anfreunden, wenn mir ein Buch gefällt, will ich es auch besitzen. Ich habe ein ziemlich gutes Gedächtnis dafür, was ich wo gelesen habe, und ich finde den Gedanken schrecklich, irgendetwas — möglicherweise Jahre später — nachlesen zu wollen, und das Buch ist nicht mehr da. Seltsamerweise gilt das aber nur für Bücher, die ich mindestens als „zufriedenstellend“ empfinde. Bücher, die diese Bewertung nicht erreichen, kann ich ziemlich leichten Herzens weggeben. Ich habe im Laufe der Zeit über tausend Bücher aussortiert, und tatsächlich kann ich mich an kein einziges Mal erinnern, dass ich etwas aus einem dieser Bücher vermisst hätte. Kann ich jedoch eines meiner „guten“ Bücher nicht finden, macht mich das extrem ärgerlich.

    Vermutlich ziehst Du eher stillere Leser an — für mich gilt das ganz bestimmt — weshalb ein Mangel an Kommentaren keineswegs mit einem Mangel an Interesse gleichzusetzen ist.

  4. Von wegen langweilig! Du sprichst mir vollkommen aus der Seele, bis auf die Sache mit der Bücherei – ich greife doch sehr gerne auf diese zurück, da ich mir zum einen meistens nicht einmal gebrauchte Bücher in der Menge leisten kann (obwohl sich das nun durch den neuen Job hoffentlich wieder ändert, sodass ich bald Medimops wieder plündern kann) und zum anderen auch gerne Bücher lese, die schon andere in der Hand gehalten haben. Aber ich bin auch schon seit 13 Jahren Stammkundin in der Bib und es gehört so sehr zu mir, da ist es noch was anderes, glaub ich :D
    Aber wie gesagt, mit allem anderen sprichst du mir aus der Seele. Ich liebe es, mir mein Bücherregal anzuschauen, es neu zu sortieren und es ziehen immer neue Bücher bei mir ein, obwohl noch so viele Ungelesene da sind und ich eigentlich auch rereaden möchte. Hach. Aber dann denk ich mir auch, was soll’s, andere sind süchtig nach Zigaretten und ich bin’s halt nach Büchern.

    Übrigens vielen, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Das hat mir wirklich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, gerade, weil ich deine Texte so schön finde. Welche Bücher ziehen denn neu ein? :)

  5. Glückwunsch zum neuen Regal! Da sehe ich doch auch die berühmten grünen „Der Herr der Ringe“-Bücher. :-)
    Es geht Dir wie mir, ich sammele auch zu gern Bücher… Vermutlich werden die freien Stellen in dem Regal nicht allzu lange leer bleiben. ;-)

  6. Vielen, vielen Dank für deinen lieben Kommentar, er bedeutet mir wirklich sehr viel! Ich selbst hab’ deinen Blog vor ein paar Monaten entdeckt und lese ihn seitdem unglaublich gern. Jetzt so tolle Worte von dir lesen zu drüfen ist wunderbar und versüßt mir den Tag. Es freut mich sehr, dass dir mein Blog gut gefällt – hoffentlich liest man sich in Zukungt öfter! :)

    Liebe Grüße! ♡

  7. Hachz. Das kann ich auch so gut verstehen. Große Bücherliebe auch hier. Und ja, ich muss auch alle Bücher, die ich lese, selber besitzen. Alles andere fühlt sich für mich nicht richtig an. Wir müssen uns deswegen hier bald etwas einfallen lassen, denn das Arbeitszimmer verkraftet eigentlich kein weiteres Bücherregal mehr.

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