Persönliches · Sowas wie Leben

Dear Sunday, I love you


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Gott schuf die Welt in sechs Tagen und den siebten schuf er nur deshalb, damit er selber mal eine kleine Atempause haben darf, die er dann auch großzügig mit uns normalsterblichen Erdbewohnern teilte. Sonntag ist Ruhetag, Gammeltag, Nichtstutag. Jedenfalls normalerweise. Bei mir artet der Sonntag meistens jedoch eher in einem riesigen Marathon all der Dinge aus, die ich unter der Woche nicht zu erledigen geschafft habe. Sonntags räume ich mein Zimmer auf, wische Staub, ich putze Badezimmer und/oder Küche, koche mir etwas leckeres zum Mittag und erledige Unikram und anderes Zeug, das sich innerhalb der Woche angesammelt hat. Sonntag ist mein persönliches Auffangbecken, der Tag für alles, was liegen geblieben ist und was einer dringenden Erledigung bedarf, der Tag, an dem ich mir aber auch eine schöne heiße Badewanne und ein gutes Buch gönne.

Man könnte meinen, ich wäre arm dran, mit einem so vollbepackten Sonntag. In Wahrheit jedoch genieße ich das meistens sogar. Natürlich, auch ich gönne mir mal einen ruhigen Sonntag, an dem ich nichts anderes mache, außer im Bett liegen und meine Zeit auf Tumblr und Twitter zu verplempern, aber den ganzen Tag auf der faulen Haut zu liegen, das gelingt mir nicht. Ich muss Sonntag etwas tun, sei es auch nur Wäsche waschen oder den Kleiderschrank aufräumen. Ich hasse Sonntage, die in kompletter Unproduktivität ausarten, weil mich das meist daran erinnert, dass meine gesamte Woche eher unproduktiv und sinnlos war. Der Sonntag soll das kompensieren.

Der einzige Haken an der ganzen Sache (es muss ja immer irgendwie und irgendwo einen Haken geben): Sonntag bedeutet morgen ist Montag und Montage machen mir generell Angst. Montage sind stinkig und fies und gemein und machen meine gute Sonntagslaune immer wieder zunichte, sie machen, dass ich mich manchmal unter der Bettdecke verkrieche und das kurze Wochenende verfluche und sie schaffen es regelmäßig, mich und mein Leben zu hassen. Weiterer Haken: Falls man am Sonntag vor hat, etwas leckeres zu backen oder zu kochen, so kann das (zumindest bei mir) meistens nicht aus einer spontanen Laune heraus geschehen, nein, man muss sich schon vorher Gedanken darüber machen und bereits am Samstag alles nötige dafür einkaufen. So ein kleiner tollpatschiger Doofie wie ich, vergisst so etwas aber leider immer wieder und es kam nicht nur einmal vor, dass ich mit Einkaufstüte und voller Erwartungen vor verschlossenen Supermarkteingängen stand. Und jetzt entschuldigt mich, ich habe bereits mein Zimmer und meinen Kleiderschrank in Ordnung gebracht und das gesamte Badezimmer geputzt, lecker gefrühstückt und vorbildlich einen Blog-Eintrag verfasst, jetzt darf ich wohl die Sachen für die Uni erledigen und weinen, weil der Montag mit jeder Minute näher rückt.

Ich möchte mich im Übrigen dafür bedanken, dass unter meinem letzten Post so viel kommentiert wurde. Ich habe mich selten so sehr darüber gefreut, etwas Feedback zu bekommen und Gleichgesinnte zu finden, vielen Dank dafür! Ich wünsche euch allen einen wunderbaren und sehr produktiven Sonntag, mit ganz leckerem Essen und vielen Erfolgs- und Glückserlebenissen!

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Ein Kommentar zu „Dear Sunday, I love you

  1. Ich kenne das zu gut mit den Sonntagen. Bei mir ist auch meistens putzen angesagt, heute war’s mein Zimmer und der Kaninchenkäfig (im Regen stehend, juhu!). Ich hoffe, dein restlicher Sonntag war auch noch recht produktiv? Den Montag meisterst du schon. Ehe man sich versieht, ist wieder Wochenende. :)
    Zu deinem Kommentar:
    Ich hab da bisher zwar nur einmal bestellt, aber ich bin auch begeistert von der Seite. :) Hast du auch schonmal bei Rebuy bestellt?
    Ja, ich finde, Büchereien lohnen sich wirklich. Vor allem eben, wenn man wie ich meistens nicht das nötige Kleingeld für Bücher hat. :) Ich bezahle glaube ich 18€ im Jahr für die Bib und das finde ich voll in Ordnung, ist ja eigentlich der Preis für ein Hardcover-Buch. Nur ist es dann immer doof, wenn man ein tolles Buch gelesen hat und das eigentlich gerne behalten und ins Regal stellen würde, aber solche kaufe ich dann meist nach. :)
    Oh, wie schön! Die möchte ich auch alle noch lesen, bis auf „Die Bienenhüterin“, davon hab ich noch nichts gehört. Und „Ein Winter mit Baudelaire“ habe ich vor ca. einem Monat gelesen und passenderweise grad rezensiert. :)
    Ach, hauptsache, du hast die Bücher erstmal da. Ich kenne das nur zu gut, ich komme auch kaum hinterher mit dem Lesen, aber irgendwie beruhigt es mich, viel Auswahl zu haben, vor allem in so stressigen Zeiten wie in der Klausurenphase. :)
    Dankeschön! Ich drück dir ebenfalls die Daumen, dass du bald wieder mehr Zeit hast zum Lesen. Auf dass wir unsere Klausuren gut meistern.
    Liebe Grüße zurück! :) (Und eine schöne Woche!)

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