52 Bücher · Bücher · Sowas wie Leben

52 Bücher, Woche 7


Du betrittst zum ersten Mal die Wohnung deines neuen Schwarms. Welches Buch sollte auf dem Couchtisch (oder natürlich wahlweise auf dem Nachttisch) rumliegen, damit du dir sicher bist

“Hier bin ich richtig!”?

(Bonusfrage: Welches Buch dürfte dort auf keinen Fall rumliegen?)

via

Nachdem ich mich die letzten Wochen doch eher rar gemacht habe hier, möchte ich jetzt wieder etwas mehr bloggen und auch mein 52-Bücher-Projekt weiterführen. Die Frage dieses Mal ließ mich etwas schmunzeln. Als ich meinen Lieblingsjungen kennenlernte, las er nämlich überhaupt nicht, was irgendwo ja der Abtörner schlechthin ist, für eine Person wie mich, die Bücher als etwas kostbares und heiliges einschätzt und es absolut nicht verstehen kann, wenn jemand diese Leidenschaft nicht teilt. Zwar war die Sammlung meines Freundes recht ansehnlich, doch fand ich schnell heraus, dass er von den Büchern, die in seinem Regal standen, nur wenige gelesen hatte; die meisten hatte er geerbt oder einfach ihres schönen Covers wegen gekauft.

Im Grunde genommen ist es mir stinkegal, was mein Partner liest und ob er überhaupt liest. Natürlich ist es schön, wenn man sich über Bücher austauschen kann, die man gemeinsam gelesen hat oder wenn man dem anderen ein Buch empfehlen kann, wenn man einen ähnlichen Geschmack hat und weiß, dass es dem anderen gefallen würde. Andererseits ist es in einer Beziehung auch nicht essentiell, das man liest oder was man liest. Das wichtigste ist doch, dass der Charakter stimmt, dass es Dinge und Themen gibt, über die man sich unterhalten kann, dass man sich vielleicht sogar ohne Worte versteht, auf einer Wellenlänge ist und den anderen zu schätzen weiß. Und dafür bedarf es keine Bücher.

Dennoch – eine Ausnahme gibt es, wie immer. Sollte es irgendwo im Umkreis meines potentiellen Partners ein rassistisches oder nationalsozialistisch angehauchtes Buch geben – ich würde sofort die Fliege machen. So etwas kann und will ich nicht tolerieren, mit Menschen, die so etwas lesen, möchte ich nicht verkehren. Begründen brauche ich das wohl nicht.

P.s.: Meinen Lieblingsjungen habe ich am Anfang unserer Beziehung übrigens mit einigen Leseproben aus meinen Lieblingsbüchern gefüttert und siehe da – er liest zwar immer noch nicht viel, aber hat langsam doch Freude und Spaß daran gefunden und fragt regelmäßig nach neuen Büchern, die ich ihm empfehlen könnte. Es läuft also.

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2 Kommentare zu „52 Bücher, Woche 7

  1. Die Vorstellung, dass irgendwo ein Stephenie Meyer Buch rumliegen könnte, hat für mich so viel Erschreckendes, dass es mir den Atem raubt… mindestens bis(s) zum Morgengrauen…;-)))

  2. Das kommt mir ein bisschen bekannt vor. Mein Freund ist eher der ein-Buch-pro-Jahr-Leser, aber ein paar Mal konnte ich ihn schon anstecken und zum Lesen überreden. Aber letzten Endes ist das total unwichtig, solange man sich nicht zu verändern versucht, sich akzeptiert und sich nicht im Weg steht. Bei uns ist das eher so, dass er der typische Gamer ist und ich die typische Leseratte. Aber so ergänzt man sich eben. :)

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