Persönliches · Sowas wie Leben

[10 Dinge – Juli]


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1. Die ungewollte Blogpause und meine schlechte Laune sind endlich vorbei – das Semester ist geschafft, die Klausuren sind geschrieben und nun habe ich nach allem also auch mal eine wohlverdiente Sommerpause, die ich ehrlich gesagt aber auch dringend nötig habe. An oberster Stelle auf meiner To-Do-Liste steht im Moment das gute Wetter irgendwie auszukosten, denn während der Temperaturen im Zimmer zu herumzusitzen und sich den Stoff sämtlicher Lehrbücher einzuimpfen, war dann doch weniger erfreulich, vor allem dann, wenn man durch das geöffnete Fenster glücklich schreiende Kinder hört, die sich mit Wasserpistolen bespritzen und in vollen Zügen das bombastische Schwitzewetter genießen.

2. Ich gebe jetzt Nachhilfe, was mich total glücklich macht, weil ich schon seit meiner Schulzeit Nachhilfe geben wollte. Keine Ahnung warum, aber es macht mich irgendwie total glücklich, Menschen Dinge zu erklären, die sie nicht wirklich verstehen oder ihnen dabei zu helfen, einen klareren Blick auf bestimmte Sachen zu bekommen. Lustigerweise dachten auch viele Menschen von mir, ich würde irgendetwas auf Lehramt studieren, weil ich wohl _die_ perfekte Lehrerin abgeben würde, aber so weit lasse ich das dann doch nicht kommen, dazu bin ich von Menschen viel zu schnell genervt und verfalle in unpädagogische Wutausbrüche. Ähem.

3. Hehe, hauptsache ich töne herum, wie viele Verbote ich mir auferlege (Bücherverbot, Serienverbot, Shoppingverbot) und ziehe bis auf das Bücherverbot keines wirklich durch. Ich habe mir jetzt tatsächlich seit einer gefühlten halben Ewigkeit kein Buch mehr gekauft, traurigerweise habe ich aber mindestens genauso lange kein Buch angerührt, das nicht zufällig irgendetwas mit Jura zu tun hat. Mit einem kurzen Verweis auf Punkt 1 kann ich frohen Gemüts sagen, dass dieser Zustand ein Ende hat, ich also endlich wieder Zeit habe um zu lesen und ich auch einiger Bücher im Hinterkopf habe, die ich noch kaufen möchte, insbesondere im Hinblick auf meine Sommerlektüre, die euch vor kurzem gezeigt habe. Was das Shoppingverbot anbelangt, bin ich ein bisschen dem Sale verfallen, wobei ich im Nachhinein feststellen muss, dass ich fast ausschließlich Klamotten gekauft habe, die man aufgrund der Hitze bei diesem Wetter gar nicht tragen kann. Daran, dass ich mein Serienverbot einhalten könnte, habe ich nicht einmal eine Sekunde gedacht und munter 3423924 Serien auf die To-Watch-Liste geschrieben. Man will ja wat zu tun haben, ne.

4. Editors! Hört euch das neue Album „The Weight of your Love“ von den Editors an! Ich hatte bisher nur einmal die Gelegenheit, kurz reinzuhören [in der Prüfungslernphase mag man sich ja irgendwie auch gar nichts gönnen, jedenfalls geht es mir immer so, dass ich furchtbar masochistisch werde], aber das was ich gehört habe, klang sehrsehr gut und verdient noch zahlreiche weitere Hörversuche.

5. Ich weiß, den meisten Menschen geht es sowas von am Allerwertesten vorbei, aber ich hab mich wie ein kleines Kind über den royalen Nachwuchs gefreut. Ich weiß auch nicht, aber ich fühle mich irgendwie sehr zur englischen Königsfamilie hingezogen und heule noch heute, dass ich die Hälfte von Kate’s und William’s Wedding damals verpasst habe, ich weiß nicht einmal mehr wieso. Ich bin schon totally gespannt, wie der kleine Prinz heißen wird, einen Platz in meinem Herzen hat er auf jeden Fall jetzt schon einmal inne.

6. HIMYM – wieso habe ich es verschmäht? Eeeewig lange habe ich mich um Sitcomartige Fernsehserien herumgedrückt, weil ich einfach dachte, es wäre nichts für mich. Ich glaube auch immer noch, dass das nicht wirklich mein liebstes Genre ist und es das vermutlich auch niemals werden wird, aber die erste Staffel How I Met Your Mother habe ich innerhalb kürzester Zeit konsumiert und das trotz Lernstress. Ich frage mich überhaupt, wie ich es so lange geschafft habe, drum herum zu kommen, denn irgendwie guckt und liebt es ja jeder. Wobei ich mich frage – was findet ihr alle an Barney und Robin? Das sind echt die zwei Charaktere, die ich mit Abstand am wenigsten ab kann. Aber Geschmäcker unterscheiden sich und ich freue mich jetzt schon darauf, wenn ich mir Zeit für die zweite Staffel nehme.

6. Bücher in Originalsprache lesen – bin ich dem gewachsen? Heutzutage gehört es ja irgendwie zum guten Ton, alles in Originalsprache zu machen, tut man es nicht, hat man immer das Gefühl, ein bisschen abgewertet zu werden und den wahren Wert eines Werkes nicht wirklich zu schätzen. Ich bin da ja immer sehr skeptisch – meine Englischkenntnisse sind gewiss nicht schlecht (ich habe sogar meinen Englisch-Jura-Sprachkurs bestanden und das auch noch mit einem recht guten Durchschnitt), aber trotzdem habe ich totale Hemmungen davor, mir englische Bücher zu kaufen oder Filme und Serien auf Englisch zu sehen. Ich habe immer wieder das Gefühl, mir würden so wichtige Details entgehen und ich würde den Zusammenhang nicht verstehen und überhaupt ist mein Englisch dem einfach nicht wirklich gewachsen, das glaube ich jedenfalls. Wie handhabt ihr das? Guckt und lest ihr generell alles im O-Ton, einfach, weil es dann authentischer ist, oder seid ihr ebenso vorsichtig wie ich und wagt euch nicht so wirklich heran? Vielleicht sollte ich auch einfach mal den Sprung ins kalte Wasser wagen, aber seitdem ich bei PLL Mitte der dritten Staffel das Gefühl hatte, das ich irgendetwas wichtiges verpasst habe und die Serie deswegen abgebrochen habe, hat mein Selbstbewusstsein einen erheblichen Knick bekommen (es ist ja nicht so, dass es nicht vorher schon geknickt genug war) und jetzt habe ich furchtbaren Respekt vor Englisch und traue mich nicht mehr, irgendwas im Originalton zu schauen oder lesen. Obwohl lesen noch eher als schauen. Hmpf.

8. Über 2 Monate nicht beim Sport gewesen – man sieht’s. Vor allem in meiner Lernphase habe ich so unglaublich viel gegessen, gleichzeitig aber auch so unglaublich oft daran gedacht, dass ich eigentlich mal wieder Sport machen müsste. Ein paar mal joggen war ich seitdem auch, aber trotz allem fehlt mir total die Struktur und die feste Einplanung von Sport in meinem Alltag. Sport und ich – das ist wie mit dem Essen und mir, ein unendliches, nie enden wollendes Drama, das aber hoffentlich kein allzu böses Ende nehmen wird.

9. Wie hässlich ist bitte das neue Facebook-Design?

10. Ich habe unendliches Heimweh, weil ich die letzten Wochen nicht wirklich Zuhause sein konnte, wenn dann nur für einen Nachmittag, der das Heimweh in meinem Herzen aber eher noch geschürt als beruhigt hat. Ich freue mich schon so sehr, jetzt meine Taschen packen zu können und dann so bald wie möglich Richtung Heimat zu düsen, Zeit mit meiner Familie verbringen zu können und endlich mal einfach nur im Garten rumzuliegen, zu lesen, ab und zu in den Pool zu hüpfen und schön braun zu werden. Auch wenn ich noch eine Hausarbeit schreiben muss, habe ich mir trotzdem erstmal vorgenommen, mir mindestens 10 Tage Pause vom Studium zu gönnen und einfach mal nichts zu tun, was in irgendeinem Kontext zu Jura steht. Ich finde, das habe ich mir verdient und ich freue mich darauf, diese Zeit jetzt auskosten zu können.

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2 Kommentare zu „[10 Dinge – Juli]

  1. Schöner Beitrag – dann wünsche ich dir viel Spaß in den 10 Tagen Studien-Abstinenz! Habe ich auch gerade. :)

    Zum Thema Originalsprache: ich kenne das Gefühl gut, wenn andere so tun, als ob es ein Verbrechen wäre etwas nicht in Originalsprache zu lesen/zu schauen. Diese Haltung der anderen kommt mir aber immer etwas aufgesetzt vor. Warum sollte man das tun, wenn man das Glück hat die Sache auch auf deutsch im TV zu sehen oder sich ein deutsches Buch zu kaufen? Schlechte Übersetzungen hat man denke ich nicht mehr so oft, dass das nötig wäre. Ich lasse immer meine Neugier entscheiden, ob ich Lust auf O-Ton oder nicht habe. Wenn ich zu neugierig bin und etwas in Dtl. noch nicht erschienen ist, heißt es dann für mich: O-Ton. Und ich denke du musst keine Bedenken haben, wenn du mal was nicht verstehst. Das geht jedem so … und wer was anderes sagt lügt meiner Meinung nach. Ich zum Beispiel tue mich mit den Briten schwer. Doctor Who hat so seine Momente wo ich nur denke ???? – was????

  2. Nachhilfe geben ist irgendwie schön, ich kenn das von meinen Schülern, anfangs demotiviert und Latein als Feind, jetzt dieses Jahr hat einer von beiden andauernd Erfolgserlebnisse gehabt und manchmal könnte man meinen, er hätte statt Jeans lieber eine Toga an ;)
    Das Originalsprachendilemma hat mich auch ewig lange heimgesucht, irgendwann habe ich aber die Homeland Staffeln 1+2 in die Finger bekommen. Aber auf Englisch. Und das musste dann eben gehen. Seitdem mach ich das gerne mit den Originalausgaben, manchmal mag ich aber auch die Übersetzungen, einfach, weils einfacher ist ;)

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