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Juli


Alle Heulsusen, die Jahr für Jahr auf’s Neue herumheulen, weil es ja angeblich nie einen ordentlichen Sommer geben würde, können dieses Jahr aufatmen und sich bei unnormal hohen Temperaturen von der Sonne küssen lassen, ich dagegen freue mich zwar über die Sonne, aber nicht über die Temperaturen, die sie so im Schlepptau hat. Ab 25°C aufwärts hört es bei mir leider auf mit der Freude über den Sommer, denn Schweiß, der aus allen Poren trieft und durch die Wärme bedingte Kopfschmerzen finde ich persönlich eher weniger schön, ich mag es zwar warm, aber bitte nicht heiß. Aber letztendlich ist es ja auch egal, was ich mir so wünsche und erhoffe, weil ich absolut keinen Einfluss darauf habe, was das Wetter so mit sich bringt – auch wenn ich einige Manipulationsversuche gestartet habe und meinen Teller nicht immer leer gegessen habe. Ein bisschen milder ist es ja auch geworden (es bringt also doch etwas!), aber die nächste Hitzewelle steht schon bevor und damit auch die zahlreichen Problemchen, die für mich damit verbunden sind – Wie soll ich bei den Temperaturen schlafen? Wie viele Kopfschmerztabletten kann man sich reinpfeifen? Wo kriege ich ein Auffangbecken für meinen Schweiß her? Und das elementarste Problem: Ich habe weder die Klamotten noch die Figur für solch hochsommerliches Wetter. Aber was beschwere ich mich, um ehrlich zu sein ist Hitze ja immer noch besser als Eiseskälte, wobei ein ausgeglichenes Verhätnis beider natürlich das allerschönste wäre. Über das Wetter lässt es sich bekanntlich ja immer besonders leicht beklagen, vermutlich tatsächlich deswegen, weil wir so absolut keinen Einfluss darauf haben und es zumindest nicht unsere Schuld sein kann, wenn es nicht so ist, wie wir es haben wollen.

(1) Mein Mund, der sich nach der letzten Klausur erleichtert in einen Knutschmund verwandelt hat. Dank der Erleichterung kaufte ich mir sogleich ein Partyoutfit und wollte zum ersten Mal seit gefühlten 84 Jahren wieder feiern gehen, woraus letztendlich dann aber doch nichts geworden ist, weil mein Bett solche Sehnsucht nach mir hatte. Vielleicht ein anderes Mal. (2) I swear, this is Paradise! (3) Das Gute, wenn man total verzweifelt im Klausurenstress steckt ist doch, dass der Freund so gütig ist und einem das allerbeste und leckerste Frühstück der Welt ans Bett bringt. (4) Lernen für die Klausuren – ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viel gelernt wie für diese Prüfungen und trotz all dem Aufwand bezweifel ich irgendwie stark, irgendetwas davon bestanden zu haben. (5) Mein Hauptaugenmerk lag bei Instagram diesen Monat auf dem Essen – ich kam wegen der Lernerei nicht wirklich aus dem Haus und alles,was einigermaßen fotogen war, waren meine Mahlzeiten. Diese Pizza war uf jeden Fall so ungefähr das leckerste, was ich diesen Monat zu mir genommen habe, gerne wieder.

Gelesen: Es war zum Verzweifeln – bis vor einer Woche habe ich tatsächlich nicht ein einziges Buch angerührt, das nichts mit Jura zu tun hatte, weil ich ein so schlechtes Gewissen hatte und mir dachte, dass ich lieber eines meiner Lehrbücher durcharbeiten sollte, statt in irgendwelche fiktiven Mysterien zu versinken. Kompensiert habe ich diese Leseabstinenz gleich die drei Tage nach den Klausuren, in denen ich die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier endlich gelesen habe – Rezension sollte eigentlich noch folgen, aber ich glaube, ich habe die Bücher noch nicht ganz verarbeitet und muss das alles noch ein bisschen sacken lassen, ich wollte schon gestern anfangen, etwas zu den Büchern zu schreiben, fand aber einfach keine Worte für das, was diese Reihe mit mir gemacht hat. Deswegen blieb es diesen Monat bisher auch nur bei „Rubinrot“, „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ – ich bin noch nicht bereit für eine komplett neue Geschichte und lese deswegen gerade auch noch einige Fanfictions, weil ich es einfach nicht schaffe, mich von den Figuren zu trennen. Hach ja.

Gesehen: Die erste Staffel „How I Met Your Mother“, die erste Staffel „Blue Water High“ und gerade bin ich dabei „H2O – Plötzlich Meerjungfrau“ zu rewatchen und ja, ich weiß, die letzten beiden sind vielmehr Kinderserien, aber irgendwie brauchte ich das jetzt und es tut gut, sich am Abend solch banalen Krams reinzuziehen. Im Kino war ich diesen Monat gar nicht, ich habe auch keinen Film gesehen, aber schon viiiele Pläne für den August, damit ich auch endlich in das „Film ab(c)!“ Projekt einsteigen kann.

Gehört: Habt ihr euch schon einmal auf Youtube dieses „We’re taking the Hobbits to Isengard“-Lied angehört, das 10 Stunden geht und einem einfach nur einen verdammt nervigen aber gleichzeitig lustigen Ohrwurm verpasst? Ich habe es zwar nicht 10 Stunden gehört, aber dennoch einen bleibenden Schaden davongetragen und brülle nun bei jeder sich bietenden Gelegenheit einzelne Zeilen aus dem Songtext herum. Ansonsten empfehle ich euch das neue Album von den Editors und die Charts, denn zu denen lässt es sich furchtbar schrecklich mittanzen und singen. Ähem.

Gekauft: Einen wunderschönen Pullover mit Rosenmuster. Wir haben ja nur locker über 30°C da draußen, da holt man sich natürlich einen Pullover. Ansonsten habe ich Konzertkarten für mich und meinen Freund geholt, die ich ihm zum Dreijährigen schenken werde – wir werden zu Prinz Pi gehen worüber ich mich gar nicht und er sich wie ein kleines Kind freut. So ist das wohl.

Geklickt: Bei Langeweile gibt es einfach nichts besseres, als das hier. Einen richtig schönen Bilderblog habe ich hier gefunden. Und ein Rezept, das ich unbedingt noch nachbacken möchte, habe ich 

hier erblickt. [Ich habe keine Ahnung, wieso sich Youtube-Videos nie vernünftig auf WordPress verlinken lassen.]

Gedacht: Ich schmeiße das Studium und werde Bratwurstverkäuferin. Oder ich verteile Flyer vor dem Alexanderplatz. Oder ich ziehe gammlige Lebensmittel über das Band und sortiere Geldscheine in Kassen ein. Odeeeeer ich reiße mich am Riemen und lerne jetzt. Ich lerne. Das ist besser.

Gut gesagt: “Here’s to books, the cheapest vacation you can buy.”  (Charlaine Harris)

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