52 Bücher · Bücher

52 Bücher, Woche 22 – 28


So ist das mit den Studenten, erst machen sie abertausende Versprechen, dass es Posts am laufenden Band geben wird, wenn denn dann erst einmal Semesterferien sind und dann sind die Semesterferien und der Blog wird total lahm gelegt. Ich möchte mich ehrlich gesagt noch nicht einmal wirklich dafür entschuldigen – ich hatte eine Menge zu tun und obwohl mir ständig Ideen für neue Blogeinträge durch den Kopf flogen, habe ich all das zur Seite gepackt und mir erst einmal eine kleine Auszeit von so allem gegönnt. Das Sahnehäubchen dessen war dann, dass ich mit Angina im Bett lag und mir zu schnell wieder zu viel zugemutet habe, jetzt mit Kopfschmerzen im Bett liege und irgendeine Beschäftigung zur Entspannung brauchte – an dem Punkt ist mir dann eingefallen, dass ich ja mal so etwas wie einen Blog geführt habe und ich dachte, so ein kleines Update könnte dem nicht schaden. Hier bin ich also wieder, musste feststellen, dass mir während der Prüfungszeit mehrere „52 Bücher“-Posts durch die Lappen gegangen sind und ich all das schnell mal aufholen sollte.

Woche 22: Bücherregal für Jugendliche einrichten (welche Bücher gehören gut versteckt?)

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Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Jugendliche alles lesen sollten, was ihnen zusagt, ihnen gefällt und wofür sie sich begeistern können. Ich finde beispielsweise auch, dass man es Jugendlichen nicht verbieten sollte, extreme Thriller oder Horrorgeschichten zu lesen, wenn sie sich dafür interessieren, um ehrlich zu sein muss man doch heutzutage schon fast froh und außer Rand und Band sein, wenn Jugendliche überhaupt ein Buch in die Hände nehmen. Kritisch wird es erst bei Erotikliteratur und geschichtsträchtigen Werken, wobei man auch das nicht so pauschal behaupten kann. Ich denke dabei jedoch überwiegend an die unterschiedliche Reife und das unterschiedliche Hintergrundwissen von Jugendlichen in Bezug auf solche Literatur . Auf jeden Fall würde ich beim Einrichten des Bücherregals ein bisschen auf die Reife und die Allgemeinbildung abstellen, genauso wie auf die Interessen des jeweiligen Teenagers. Jemand, der gerne Pferdebücher liest, kann mit Krimis nicht anfangen, jemand der Zeitgenössisches liebt, mag historische Romane und Klassiker vielleicht eher weniger, Geschmäcker unterscheiden sich und ich finde, dass man vor allem darauf Rücksicht nehmen sollte, wenn es um das Empfehlen von Büchern geht. Explizites Verbieten: No, Auf die Genrevorlieben eingehen: Yes.

Ein Buch eines Autors, dessen Werke von den Nationalsozialisten verbrannt wurden und/oder der vom Regime verfolgt wurde.

Ein Autor, den ich immer sofort mit der Bücherverbrennung von 1933 in Verbindung setze ist Bertolt Brecht, einer meiner liebsten deutschen Schriftsteller, der während des zweiten Weltkrieges ins Exil ging, um einer Verfolgung entgehen zu können. Besonders in meinem Gedächtnis hängen geblieben sind einige seiner Gedichte, die er während dieser Zeit schrieb, unter anderem, passend zum Thema, auch „Die Bücherverbrennung“.

Als das Regime befahl, Bücher mit schädlichem Wissen
Öffentlich zu verbrennen, und allenthalben
Ochsen gezwungen wurden, Karren mit Büchern
Zu den Scheiterhaufen zu ziehen, entdeckte
Ein verjagter Dichter, einer der besten, die Liste der
Verbrannten studierend, entsetzt, daß seine
Bücher vergessen waren. Er eilte zum Schreibtisch
Zornbeflügelt, und schrieb einen Brief an die Machthaber.
Verbrennt mich! schrieb er mit fliegender Feder, verbrennt mich!
Tut mir das nicht an! Laßt mich nicht übrig! Habe ich nicht
Immer die Wahrheit berichtet in meinen Büchern? Und jetzt
Werd ich von euch wie ein Lügner behandelt! Ich befehle euch, Verbrennt mich!

Musik (keine Sachbücher bitte, sondern irgendwelche Bücher über Musiker oder Romane, die mit Musik zusammenhängen oder Texte aus dem Internet)

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Um ehrlich zu sein, dieses Motto war für mich total schwer. Ich saß wirklich Ewigkeiten und habe überlegt, ob es irgendein Buch gibt, welches unweigerlich mit Musik oder einem Musiker zusammenhängt und mir ist einfach überhaupt nichts eingefallen. Nur durch Zufall (ich blätterte in wehmütiger Nostalgie alte Schulhefter durch), fiel mir ein, dass eines meiner Lieblingsbücher früher „About a Boy“ von Nick Hornby war. In diesem Buch geht es zwar nicht explizit um Musik, aber irgendwie zieht sich diese dennoch wie ein roter Faden durch die Geschichte, schon allein beginnend im Titel. „About a Boy“ ist nämlich inspiriert von dem Song „About a Girl“, den meine, welch Zufall, Lieblingsband Nirvana schrieb und performte. Auch innerhalb des Buches spielt Kurt Cobain eine kleine Rolle, aber es geht nicht nur um Musik, sondern um viel tiefgreifendere Probleme: Das Erwachsenwerden, familiäre Probleme und Zusammenhalt und vor allen Dingen Freundschaft. Wer „About a Boy“ bisher noch nicht gelesen hat, dem spreche ich hiermit eine sofortige Empfehlung für das Buch aus, es ist einer der besten coming-of-age Romane, die ich kenne und Nick Hornby sollte man sowieso immer einmal gelesen haben.

Wo in deinem Haus/deiner Wohnung finden sich überall Bücher und wo nicht?

Ich wohne mit meinem Freund und meiner Schwester in einer gemütlichen Altbauwohnung und habe nur in meinem Zimmer den Platz und auch das Recht, meine Bücher zu stapeln und zu sammeln. Momentan habe ich zwei  schlichte weiße und ziemlich hohe IKEA-Bücherregale, die ich mit meiner kleinen Büchersammlung gefüllt habe, außerdem habe ich über meinem Bett noch ein Regalbrett, auf dem einige meiner Lieblinge aufgestellt sind. Allerdings herrscht bald schon wieder Platzmangel – ich habe mir zwar dieses feine Bücherkaufverbot auferlegt, aber ich denke, ich wurde genug gepeinigt (und ich habe zwischendurch auch kurz gesündigt, weil ich ein Schnäppchen für „City of Bones“ von Cassandra Clare sah und unbedingt zuschlagen musste) und kann das Verbot endlich wieder aufheben. Das ist auch dringend nötig, denn Ende der Woche steht ein Besuch in meiner Lieblingsbuchspende an – das reinste Bücherparadies und das Geld, welches ich dort für die Bücher ausgebe, fließt auch noch in einen guten Zweck, und ich bin mir sicher, dass ich mich dort ordentlich austoben werde. Wo ich die neuen Bücher verstauen möchte, ist mir noch ein bisschen unklar, leider, denn mein Zimmer ist voll, noch ein Bücherregal wird vermutlich nicht hineinpassen und ich muss mir eine nette Alternative einfallen lassen, was nahezu unmöglich ist, weil ich schon seit Monaten überlege und mir nichts passendes einfallen mag. Aber darum mache ich mir erst einmal keine Gedanken mehr, zur Not werden die Bücher neben dem Bett gestapelt oder ich bettel darum, ein Bücherregal im Zimmer meiner Schwester oder meines Freundes aufstellen zu dürfen.

Ein Kochbuch, dem man wirklich bedingungslos vertraut.

Ich koche selten. Wenn ich koche, koche ich Dinge, die ich schon 3238293mal gekocht habe. Manchmal googel ich auch Rezepte, aber selbst die individualisiere ich enorm und halte mich kaum an Angaben. Ich habe kein Kochbuch. Beziehungsweise ich habe so ein winziges Heftchen namens „Studentenküche“, aus dem ich noch nie etwas nachgekocht habe, bis auf selbstgemachte Chips, die ich aber auch nur einmal gemacht habe, weil es mir zu aufwendig war. Ich bin keine Köchin.

Allerdings gibt es ein Buch in dem Genre, welches zumindest schon einmal auf meiner Amazon-Wunschliste steht und mir einmal bei Thalia unter die Finger gekommen ist und für gut befunden wurde. Also zumindest das, was ich beim Durchblättern gesehen habe, habe ich für gut befunden. Es handelt sich um „Vintage Tea Party“ von Angel Adoree, ein Buch, das ich eigentlich überhaupt nicht brauche, was auch nur so semi mit Kochen und so ’nem Kram zu tun hat, aber welches ich dennoch gerne haben wollen würde.

Du sitzt vor einem Kachelofen, welches Getränk bestellst du und welches Buch liest du?

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Schon beim Getränk tue ich mich mal wieder schwer – ich kann mich einfach nicht wirklich festlegen und schwanke zwischen einem leckeren Früchtetee und einem eisgekühlten Glas Ginger Ale mit Limetten und Eiswürfeln. Vielleicht nehme ich einfach beides und entscheide mich dann spontan, wenn ich mich vor de Kachelofen eingekuschelt habe und am Lesen bin.

Normalerweise würde ich einfach das Buch lesen, welches ich gerade lese, aber im Moment hänge ich in einer klitzekleinen Lesepause und habe nichts parat – dewegen gehe ich einfach mal nach meinem Gefühl und wünsche mir die Harry Potter Bücher mit an den Kachelofen. Das sind Bücher, die zu jeder Jahreszeit und Stimmung passen und auf die ich schon seit längerem wieder unglaubliche Lust verspüre, weswegen ich bestimmt auch bald wieder mal in die Welt von Hogwarts eintauchen werde.

Ein Buch, wodurch du etwas gelernt hast.

Ein bisschen zu vorhersehbar und klischeehaft, aber ich schätze, dass an dieser Stelle am besten all die Lehrbücher passen, die ich mir im letzten Jahr gekauft und ins Regal gestellt habe. Ohne diese Bücher wäre es mir niemals gelungen, im Jura-Grundstudium durchzublicken und auch wenn ich ein kleines Vermögen (für meine Verhältnisse) dafür hingeblättert habe, so hat sich  das Geld (meistens) auch sehr gelohnt. Ich fürchte es ist auch wirklich so, dass man am meisten durch Sachbücher lernt, auch wenn viele Romane immer eine Moral haben oder eine andere Nachricht übermitteln wollen, so lernt man doch am ehesten durch jene Bücher, die auch tatsächlich dau konzipiert sind, uns etwas beizubringen.

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