Sowas wie Leben

10 Dinge [Oktober]


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1. Fällt es euch manchmal so schwer, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten? Ich bin wirklich kein unternehmungslustiger Mensch wie es scheint, am liebsten vergammel ich meine Tage im Bett, mit einem Riesenvorrat an Fressalien in Reichweite, einem guten Buch und meinem Laptop, an manchen Tagen fällt es mir ja sogar schon schwer, den Fuß aus dem Bett zu setzen, um mal auf die Toilette zu gehen. Jetzt, wo die Uni wieder begonnen hat, hat diese Gammelei selbstverständlich aber wieder ihr Ende, das ist auch gut so, ich brauche Verpflichtungen und einen geregelten Alltag, auch wenn das Leben ohne manchmal gar nicht so schlecht ist, was mir nur so unglaublich zu schaffen macht, sind Verabredungen am späten Nachmittag oder Abend mit Freunden oder Leuten, die vielleicht Freunde werden würden, wenn ich doch nur ein bisschen aktiver wäre. Irgendwie ist so ein Abend manchmal anstrengender, als ein Tag mit vier Vorlesungen am Stück und ich frage mich zuweilen, ob ich die einzige bin, der soziale Interaktion so zu schaffen macht und die sich in einem gefüllten Vorlesungssaal eingeengt und menschenfremd fühlt.

2. Was mich an Büchern immer total nervt: Protagonistinnen, die von ihrem Leben so gestresst sind, dass sie ständig unter Appetitlosigkeit leiden und mehrere Mahlzeiten ausfallen lassen. Bin ich realitätsfern oder sind die es? Mir würde es nie auch nur einfallen, einen ganzen Tag lang nichts zu essen, ich kann ja nicht mal mein Frühstück auslassen, geschweige denn das Abendbrot. Was mich an Büchern auch immer total nervt: Mütter verschwinden, Geschwister sterben, Freunde fallen ins Koma, aber all das verdient meist nur eine Trauerzeit von drei Sekunden, während eine Verletzung der groooooßen Liebe, die man seit gerade mal einer Stunde kennt, immer die riesigsten Sinnkrisen und Heulkrämpfe der verknallten Hauptfiguren mit sich zieht. Manchmal nervt mich das echt wirklich so sehr, dass ich es irgendwo aufschreiben muss, um diese Aggressionen irgendwie kontrollieren zu können. Argh.

3. Das dritte Semester im Jurastudium ist wirklich das anstrengendste, teuerste und nervenaufreibendste. Die Euphorie nach den Prüfungsergebnissen ist schon lange wieder verflogen und ich bin im Keller des Lebens gelandet, mit massenweise Lehrbüchern, die es durchzuarbeiten gilt inklusive der Vorahnung, dass die Anwendung all dessen ein Superbrain fordern wird. Ich verstehe jetzt auch, weshalb man immer sagte, dass sich der Kreis der Jurastudenten vor allem nach dem dritten und vierten Semester enorm lichtet, denn das wird wirklich kein Kinderspiel und ich glaube, so langsam ist es auch an der Zeit, wirklich so etwas wie einen Lernplan zu erstellen. Und wieder einmal stehe ich vor der Herausforderung mein ultimatives Gammelleben mit dem ultimativem Studien- (und Arbeits-)leben zu vereinbaren. Hmpf.

4. Das schöne am Herbst ist diese ausgewogene Mischung an grauen, verregneten Tagen, an denen man sich so herrlich über das triste Wetter aufregen kann, und den Tagen, an denen die Sonne lacht, der blaue Himmel einen enormen Kontrast zu den goldenen Blättern bildet und das Laub so wunderbar unter den Füßen raschelt, wenn man drübergeht. Wobei letztere mir natürlich lieber sind, im Moment scheint sogar die Sonne ein wenig durch mein Fenster und ich höre die Vögel im Hof zwitschern und der Wind rüttelt sachte an den Blättern des Kastanienbaums, wenn man nicht hinsieht könnte man fast meinen, es wäre Frühling.

5. WEIHNACHTEN NAHT. Jaja, die Anti-Weihnachtsstimmungsmenschen verbuddeln sich wahrscheinlich schon jetzt wieder unter ihren Betten und um ehrlich zu sein kann ich auch gut und gerne ganzjährig auf kältere Temperaturen  und Schneefall verzichten, aber andererseits liebe ich die Weihnachtszeit, ich bin auch schon fleißig dabei, meine Weihnachtsplaylist für dieses Jahr aufzufrischen und habe mich sogar schon einmal mit gefüllten Lebkuchenherzen eingedeckt (wobei ich dann aber ein schlechtes Gewissen bekam, weil meine Mama die Weihnachtssüßigkeiten immer erst zum ersten Advent gekauft hat und irgendwie fühlte ich mich grässlich, Anfang Oktober schon welche zu essen, deswegen beließ ich es dabei und freue mich nunmehr mit doppeltem Elan auf den ersten Advent) und ich fühle mich dieses Jahr sogar einmal bereit dazu, solch dämliche Sachen wie Schlittschuhlaufen oder über Weihnachtsmärkte schlendern zu unternehmen. Meinetwegen kann Weihnachten jedenfalls kommen- den Winter im Anschluss daran verschenke ich aber liebend gerne weiter.

6. Ich bin so aufgeregt, weil ich eine wunderbare Blogaktion im Kopf habe, die ich nur allzu bald mit euch in die Tat umsetzen möchte. Es geht um Bücher (natürlich) und ich hoffe sehr, dass sich genug Leute finden werden, die an diesem Projekt gerne teilhaben würden. Ich für meinen Teil halte das jedenfalls für eine richtig tolle Idee und in meinem Innersten denke ich, dass auch ihr davon begeistert sein könntet. Also seid gespannt!

7.  In meinem letzten Monatspost habe ich geschrieben, dass ich momentan „The Vampire Diaries“ gucke, aber eher weniger begeistert war bisher. Ich kann euch jetzt verkünden: Das Blatt hat sich um 360° gewendet und ich bin ein bisschen in TVD verliebt. Der Wendepunkt kam so gegen Ende der ersten Staffel und auch wenn ich bisher noch am Anfang der zweiten Staffel rumkrepel (ich habe mir vorgenommen, Serien nicht mehr so zu suchten, weil man so viel länger viel mehr davon hat und weil es ja neben Seriengucken immer noch genug anderes in meinem Leben für mich zu tun gibt), jedenfalls hänge ich immer noch zu Beginn der zweiten Staffel, bin aber jetzt ziemlich überzeugt davon, dass die Serie doch noch einiges bieten kann. Und das, wo ich dem Vampirthema doch eigentlich so abgeneigt war, aber naja, vermutlich hat Simon (Chroniken der Unterwelt) mich davon überzeugt, dass ich auch Vampire lieben kann. Hihi.

8. Ich bin natürlich nicht in den Rechtsmedizin-Kurs reingekommen. Gnaaah.

9. Mein Vertrag mit McFit ist gekündigt und ab November darf ich keinen Fuß mehr darein setzen. Da ich die letzten fünf Monate ohnehin schon nicht dort war, dürfte das kein Problem sein. Allerdings wirft mich das auch schon wieder in einen moralischen Zwiespalt: So lange ich im Fitnessstudio angemeldet war, hatte ich wenigstens die Möglichkeit hinzugehen (auch wenn ich das nie gemacht habe), jetzt aber muss ich aber tatsächlich schauen, dass ich Zuhause einige Workouts mache und vielleicht ab und zu mal laufen gehe. Wären da nicht dieses phänomenale Zeit-und das noch phänomenalere Motivationsproblem, wäre das alles kein Ding, aber wie ich mich kenne, werde ich einfach weiter vor mich hingammeln und keine Zeit für irgendwelche sportlichen Aktivitäten finden. Habt ihr eine Idee, wie man sich nach einem langen Unitag noch irgendwie dazu motivieren kann, sich zu bewegen? Vielleicht sollte ich auch einfach versuchen, mehr zu laufen, einfach schon ein paar Bahnstationen früher aussteigen und den Rest nach Hause zu laufen oder so. Wenn ihr überragende Tipps habt, wäre ich euch wirklich dankbar, würdet ihr sie mit mir teilen!

10. Mein Lieblingsalbum ist im Moment übrigens „Pure Heroine“ von Lorde, wer bisher noch nicht reingehört hat, sollte spätestens jetzt auf Youtube unterwegs sein und sich dort mal durchhören. Klingt ein bisschen wie eine Mischung aus Lana Del Rey, Ellie Goulding und Marina and the Diamonds und kann ich wirklich absolut nur empfehlen!

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3 Kommentare zu „10 Dinge [Oktober]

  1. Lorde ist im Moment meine große Liebe. <3 Geht gar nicht mehr ohne.

    Ich bin auch so ein Mensch, der soziale kontakte unglaublich anstrengend finden kann, auch wenn ich die Menschen eigentlich mag. Da bist du nicht alleine. Und vom Leben als kompletter Gammler, das so, so verlockend klingt, muss ich wohl auch Abstand nehmen. Ist wahrscheinlich auch besser so.

    Auf die Blogaktion bin ich schon sehr gespannt. :)

  2. ich studiere zwar Informatik, habe aber eine ähnliche Beobachtung im dritten Semester gemacht. Es wurde auf einmal so zeitintensiv, dass ich noch an den Abenden mir irgendwelchen Hausaufgaben und Quelltexten beschäftigt war. Lorde mag ich auch total gerne und was den Sport betrifft … mh … also das mit der Anfangsmotivation ist echt ein Knackpunkt. Ich hab einfach meinen Willen abzunehmen und fitter zu werden eingeschaltet. Keine Ahnung mehr wie gut das damals geklappt hat. Aber wenn man den inneren Schweinehund überwindet und es eine Weile macht, wird man dann plötzlich eines Tages nörgelig, wenn man keinen Sport machen darf. ;) Zumindest ging es mir so.

  3. hmmm kennst du das buch „evermore“? soweit ich mich erinnere hatte die protagonistin psychische probleme nachdem ihre komplette familie und fast auch sie bei einem autounfall ums leben kamen. und bald kommt halloween auch wenn man es hier nicht feiert kann man versuchen was lustiges drau zu machen ;) du bist nicht die einzige die faul im bett liegt, aber es ist ganz natürlich dass bei solchem regenwetter und dem ganzen stress der körper auch mal zum entspannen auf spaarflamme schaltet

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