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„Fack ju Göhte“ [Film ab(c)!]


Ich habe so megamäßige Zweifel, was die „Film ab(c)!“-Challenge betrifft, denn obwohl ich eigentlich ziemlich gerne Filme sehe und mich noch lieber über ihren Inhalt auslasse, komme ich neben all dem anderen Kram, den ich tagtäglich so zu tun habe, einfach nicht hinterher und schaffe es im Moment monatlich vielleicht mal einen Film zu sehen. Fallen lassen möchte ich die Challenge trotz allem nicht, ich werde einfach mal schauen, wie sich das weiterhin unterbringen lässt und ob ich eventuell wenigstens die Hälfte des ABC füllen kann.

Heute soll es um einen Film gehen, auf den ich ungelogen schon monatelang hingefiebert habe und in den ich deswegen mit überaus hohen Erwartungen gegangen bin.

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Inhalt: „Fack ju Göhte“ zeigt den Schulalltag einmal von einer ganz anderen Seite. Im Mittelpunkt steht Zeki Müller, gespielt von Elyas M’Barek, der nach 13 Monaten aus dem Knast entlassen wird und nun alles daran setzt, um an das Geld zu kommen, das eine Freundin von ihm in der Zwischenzeit vergraben sollte. Dummerweise hat die das Geld aber auf einer Baustelle versteckt, auf der nun die Turnhalle einer Gesamtschule steht. Um an das Geld zu kommen, bewirbt Zeki Müller sich als Hausmeister, allerdings wird er aufgrund eines Missverständnisses als Lehrer eingestellt und darf dort nun seine äußerst fragwürdigen Erziehungsmethoden anwenden. Ob der Schwindel auffliegt, ob Zeki Müller an sein Geld kommt und ob nicht sogar die ein oder andere Person in der Schule eine wichtige Rolle für ihn einnehmen wird, möchte ich hier aber nicht verraten – dafür solltet ihr ins Kino gehen.

Meinung: Um es vorneweg zu sagen: Ich habe noch nie „Türkisch für Anfänger“ gesehen – Elyas M’Barek war mir zwar ein Name, aber ich hatte ihm als Schauspieler zuvor nie wirklich eines Blickes gewürdigt. Was ich jetzt aber definitiv nachholen werde. Weil er mega heiß ist. Und knuffig. Und heiß. Sehr heiß. Die Minuten, die ich nicht lachend vor der Kinoleinwand saß, habe ich vollends ausgenutzt, um ihn anzuschmachten. Weil Elyas M’Barek wirklich heiß ist. Ähem.

Mit deutschen Komödien habe ich es nicht so, um ehrlich zu sein habe ich es generell nicht wirklich mit deutschen Filmen, aber ich wusste schon vorher, dass das bei „Fack ju Göhte“ anders sein würde. Und ich habe mich nicht gettäuscht. Der Film WAR tatsächlich eine Komödie, ich habe mich sehr sehr gut amüsiert und ich hatte nicht das Gefühl, dass das irgendwie ausgelutschte oder dämlich primitive Witze waren; im Gegenteil, der Film hat echt meinen (relativ anspruchslosen) Humor direkt auf den Punkt getroffen und so etwas habe ich wirklich selten einmal erlebt. Schade finde ich trotzdem, dass viele der wirklich guten Witze bereits im Trailer verbraucht wurden, prinzipiell finde ich, dass es zu „Fack ju Göhte“ viel zu viel Trailer- und Teaserkram gab, was irgendwo ja cool war, weil man sich so perfekt in die Stimmung versetzen konnte, andererseits kamen einem so viel zu viele Stellen schon bekannt vor, das war schade. Hätte ich die ganzen Trailer vorher nicht gesehen, hätte ich den Film definitiv als noch lustiger empfunden, das steht fest.

Die Handlung war mal etwas anderes, was ich in der Form noch nie gesehen habe und was mir sehr gut gefallen hat. Was mir weniger gefallen hat, war die Liebesgeschichte, die so ein bisschen nebenher lief, ich weiß auch nicht, aber irgendwie finde ich diese Liebesstorys mittlerweile meistens sooo unheimlich langweilig und eintönig und vorhersehbar – das war hier nicht anders, aber zum Glück mehr oder weniger auf eine humorvolle Seite gezeigt worden. Von den Schauspielern war ich durchweg begeistert, das war echt top, vor allem die Rollen der Schüler haben mir extrem gut gefallen und Chantal ist jetzt schon so ein bisschen mein neues Vorbild. Ich fand außerdem ziemlich cool, dass ein Typ aus meiner ehemaligen Schule auch eine kleine Rolle gespielt hat – ich wusste schon vorher, dass er in dem Film mitspielen würde, aber dass man ihn sogar öfter als einmal sehen würde fand ich richtig cool und ich war auch wirklich ein bisschen neidisch.

Mit „Fack ju Göhte“ ist den Machern echt ein ziemlich genialer Film gelungen, der sogar mein Dorfkino einen vollen Kinosaal beschert hat. Ich hatte hohe Erwartungen an den Film und wurde auch nicht wirklich enttäuscht (obwohl mir ein bisschen sowas wie ein Überraschungsmoment oder so gefehlt hat, aber wir wollen ja jetzt nicht wegen Details meckern). Ich würde wirklich jeder Person, die nicht stockkonservativ und komplett humorlos ist, den Gang ins Kino empfehlen und ich selber werde den Film ganz bestimmt auch nicht zum letzten Mal gesehen haben. Es lohnt sich wirklich, wenn man sich auf diese Art des Humors einlässt/einlassen kann! Ach ja, für die, die immer ganz schnell den Kinosaal verlassen wollen: Nach einem kurzen Abspann folgen einige „Outtakes“ des Filmes – ich gucke mir so etwas wirklich immer sehr gerne an und hab es dafür sogar geschafft, meinen Harndrang noch weitere fünf Minuten zu unterdrücken. Viel Spaß!

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3 Kommentare zu „„Fack ju Göhte“ [Film ab(c)!]

  1. Ach nicht aufgeben bei der Challenge. Dabei sein ist alles :)
    Tolle Rezension übrigens, ich würde mir den Film auch gerne ansehen aber habe noch niemanden gefunden, der mit mir ins Kino geht -.- Elyas M’Barek ist echt cool (und heiß, ja!). Ich kenne „Türkisch für Anfänger“ nur als Serie, nicht den Film, aber die Serie war wirklich toll, schau sie dir mal an :)

  2. Oh, toll das dir der Film auch so gut gefallen hat :)
    Sehe das Ganze ähnlich wie du, hätte auch eigentlich nicht gedacht, dass er so gut sein würde und durch die ganzen Trailer/Teaser dachte ich schon, dass meine Erwartungen viel zu hoch sein werden… Gott sei Dank war dem nicht so. Irgendwo hab ich auch schon gehört, dass ein „Teil 2“ geplant ist, habe hier nur die Befürchtung, dass es (ähnlich zu Schweiger-Filmen) grundlegend wieder das selbe ist… Hoffe die Macher von dem Film werden sich da mehr Mühe geben. :-)

    PS: Und du hast recht: M’Barek IST heiß! *fangirling-aus*

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