Film ab(c)! · Filme

My Favourite Movies [2013]


Auch wenn 2013 nicht so wirklich mein Kinojahr war, gab es trotz allem drei Filme, in die ich mit den höchsten Erwartungen und der bombastischsten Vorfreude gegangen bin. Diese zu erraten dürfte gar nicht so schwer sein – gemeint sind natürlich „Der große Gatsby“, „Catching Fire“ und „Smaugs Einöde“, genug vorgeschwärmt habe ich ja und generell waren es ja die Filme, auf die ich mich wirklich das ganze Jahr gefreut habe und von denen ich letztendlich auch nicht enttäuscht wurde. Da ich ja immer noch an der Film ab(c)!-Challenge von Katie teilnehme, dachte ich, dass ich für euch in Kurzrezensionen meine drei Favoriten noch mal huldigen kann und meine Begeisterung für diese drei Literaturverfilmungen mit euch teilen werde.

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Die Tribute von Panem – Catching Fire

Worum geht’s? Nachdem Katniss und Peeta die 74. Hungerspiele in einem Akt der Provokation gewannen, bricht in den Distrikten Panems so langsam die Rebellion gegen die Machenschaften des Kapitols aus. Dieses lässt mit einer Gegenaktion auch nicht lange auf sich warten und organisiert zum Jubel-Jubiläum, den 75. Hungerspielen, eine ganz besondere Überraschung: Es werden nicht, wie die Jahre zuvor, willkürlich aus den Namen der Kinder und Jugendlichen der Distrikte gezogen, sondern es können nur die Bewohner teilnehmen, die bereits die Hungerspiele gewonnen haben. So verschlägt es Katniss und Peeta erneut in die Arena – fragt sich nur, ob es wieder beide schaffen können, dieser lebendig zu entkommen.

Meinung? Ich habe elendig lange auf diesen Film gewartet und für mich persönlich hat sich das Warten auch mehr als gelohnt. Der erste Teil war bereits einfach überwältigend und ich wage es zu behaupten, dass die Panem-Reihe (bisher) eine der besten Literaturverfilmungen ist, die es in den letzten Jahren so gab. Schon die Romanvorlage ist atemberaubend, aber ich hätte es nie für möglich gehalten, dass man all das auch in den Filmen so wunderbar umsetzen kann, dass die Schauspieler sich so gut in die Charaktere hineinversetzen, dass die Kulissen so realistisch sind, dass man selber schon befürchtet, dass die Welt in einigen Jahren wie Panem sein und aussehen wird, dass die Kameraführung so angenehm ist, dass man fast völlig vergisst, dass man eigentlich gerade im Kino sitzt. Ich könnte noch viel länger und weiter und mehr schwärmen, aber im Endeffekt, würde ich mich in dem, was ich sage, immer wieder nur wiederholen und deswegen lasse ich nur eine letzte Empfehlung für euch da: Lest die Bücher und seht die Filme, denn das ist es wirklich wert!

Lieblingsdetail? Es hat mich gleichermaßen fasziniert und schockiert, dass die Arena, in der die Tribute bei den 75. Hungerspielen gesteckt wurden, genauso aussah, wie ich sie mir beim Lesen vorgestellt habe. Einfach 99,9% meiner Vorstellung. Irgendwie gruselig, irgendwie aber auch ziemlich genial.

Wermutstropfen? Im Zusammenhang mit dem zweiten Teil gibt es eigentlich nichts, worüber ich traurig bin, es macht mich nur ein wenig bekümmert, wenn ich daran denke, dass der dritte Teil aufgesplittet wurde. Diese Splitterei in Filmen geht mir irgendwie gehörig auf den Zeiger, vor allem bei Panem kann ich mir einfach nicht vorstellen, was im dritten Teil in zwei Filmen gezeigt werden soll, da ich das Finale im Buch ziemlich langatmig und unspektakulär, ja sogar ein wenig enttäuschend fand. Nichtsdestotrotz (oder vielleicht gerade deswegen?) bin ich schon gespannt, wie das Ganze dann aussehen wird und ob das Potential, den dieser letzte Band eigentlich haben müsste, zumindest im Film vollends ausgeschöpft werden konnte.

Der große Gatsby

Worum geht’s? In diesem Film geht es um nur eine Person – den mysteriösen Jay Gatsby mit seinen mysteriösen Partys, die einzig und allein dem Zwecke dienen, eine alte Liebe auf sich aufmerksam zu machen, um alte Gefühle wieder aufflammen lassen zu können. Mehr mag ich gar nicht verraten, denn jedes weitere Wort wäre wahrscheinlich schon zu viel vorweggenommen.

Meinung? Ich liebe Filme, die in den 20ern spielen; das ist immer eine ganz besondere Atmosphäre, die in solchen Filmen herrscht, alles ist so pompös und elegant und einfach nur chic, ich würde mir am liebsten auf der Stelle eine Zeitmaschine bauen und mich in das New York der goldenen 20er beamen, um das alles einmal live und persönlich miterleben zu dürfen. Generell ist an diesem Film einfach alles perfekt – die Schauspieler, die Musik, die Effekte, einfach alles. Ich kann mich noch erinnern, was für ein grandioses Kinoerlebnis dieser Film war und auch wenn er auf meinem kleinen Fernseher auf DVD nicht allzu beeindruckend daherkommt, könnte ich ihn dennoch den ganzen Tag in Dauerschleife sehen, weil er so gelungen und toll und spannend und einfach nur fabelhaft ist.

Lieblingsszene? Eigentlich liebe ich alle Szenen in diesem Film, weil er einfach von vorne bis hinten so grandios ist, müsste ich mich aber für eine entscheiden, so wäre es die, in der Nick Daisy zu sich nach Hause einladen soll, damit sie und Gatsby spontan  und ungezwungen aufeinander treffen können. Ich liebe es, dass Gatsby keiner Mühe scheut, um Daisy zu zeigen, was er alles für sie tun würde, dass für sie alles perfekt sein würde und ganz besonders hinreißend finde ich seine deutlich sichtbare Nervosität hinsichtlich des Treffens mit ihr.

Gut gesagt? Schon im Buch waren das meine liebsten Worte und ich konnte ein Tränchen nicht verdrücken, als auch im Film die letzten Worte waren: „So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu.“

Der Hobbit – Smaugs Einöde

Worum geht’s? Eigentlich ist Bilbo Beutlin ein ganz gewöhnlicher Hobbit, das dachte er zumindest immer. Dann wird er von dem merkwürdigen Zauberer Gandalf und einigen Zwergen aber in ein unvorhersehbares Abenteuer hineingezogen und soll den Zwergen dabei helfen, ihr altes Land und ihre einstige Heimat zurückzuerobern und dem Drachen Smaug, der seit Jahren dort lebt und alle Zwerge getötet oder vertrieben hat, den Garaus zu machen.

Meinung? Ich war nie eine dieser fanatischen Herr der Ringe Fans, ich habe es bisher noch nicht einmal geschafft, alle Bücher über Frodo und Sam und Aragon und Gandalf und Saruman und Sauron zu lesen, obgleich ich Tolkiens Schreibstil sehr mag, aber den Hobbit habe ich schon verschlungen, als ich ein kleines Mädchen war. Mehrmals hintereinander und ein Jahr später dann nochmal und eigentlich war es eines der Bücher, die ich wirklich mit am öftesten in meinem Leben gelesen habe. Dieses Buch jetzt in einer so umfangreichen und fantastischen Verfilmung sehen zu dürfen, rührt mir fast die Tränen in die Augen, weil das Mittelerde-Universum eine Welt ist, die mindestens genauso genial und sehenswert ist, wie die Geschichte um Harry Potter und weil die Filme hier fast wie ein wirkliches Kunststück daherkommen. Dem ein oder anderen mag das zu viel Schnickschnack sein, zu viele Landschaftsaufnahmen, zu viele unnötige Details undundund, aber für mich ist das nur eine Hommage an Tolkien, an all jene, die seine Werke liebten und immer noch lieben und für jene, die einfach nicht genug von Elben, Zwergen, Hobbits, Zauberern und anderen magischen oder auch nicht magischen Geschöpfen bekommen. (Zu letzterer Kategorie zähle ich mich selbst). Keine Minute dieses Filmes war zu viel oder zu wenig, keine Szene war unnötig oder unpassend oder überflüssig, alles, wirklich alles, war so wunderbar, dass ich mir den Film in naher Zukunft unbedingt noch einmal ansehen möchte – ich hoffe, er läuft noch ein Weilchen und ich finde noch eine Begleitung, denn seltsamerweise möchte sich niemand meiner Mitmenschen nochmal diesen Film mit mir ansehen.

Wermutstropfen? Klar hält sich diese Verfilmung nicht 1:1 an die literarische Vorlage, das war mir schon vorher bewusst, aber als ich ein wenig googelte und sah, dass die ganze Person und Geschichte um Tauriel frei erfunden war, war ich doch schon etwas geknickt, weil ich dachte, Peter Jackson hätte sie dem Silmarillion oder einem anderen Werk von Tolkien entnommen und dem Hobbit deswegen hinzugefügt, weil es so gut passte. Andererseits fand ich gerade die Geschichte um Tauriel besonders fesselnd, weswegen ich darüber hinwegsehen kann, aber auch nur ganz schweren Herzens.

Lieblingsszene? Es war doch wirklich nur göttlich, als Legolas Bombur sein Amulett abnahm und über die Bilder darin lästerte, während Bombur darauf antwortete, dass dies sein Sohn Gimli sei – ich habe fast Tränen gelacht, so witzig und genial fand ich diesen Zusammenhang.

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Ein Kommentar zu „My Favourite Movies [2013]

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