Persönliches · Sowas wie Leben

10 Dinge [März]


_DSC04081. Ich weiß nicht warum, aber japanische Autoren üben irgendwie eine große Faszination auf mich aus. Dass ich Haruki Murakami abgöttisch liebe habe ich ja bereits häufig beiläufig (haha) erwähnt, auch von Kazuo Ishiguro bin ich ein großer Fan – neu eingegliedert in die Reihe meiner japanischen Lieblingsautoren hat sich nun Banana Yoshimoto, dank ihres Romans „Kitchen“. Keine Ahnung, was es ist, das mich an japanischen Autoren so dermaßen begeistert, aber ich könnte mich in diesen trockenen, subtilen Schreibstil, dem Hang zum Surrealen und Fantastischen einfach hineinlegen und nie wieder daraus aufstehen. Weitere Romane der entzückenden Banana Yoshimoto stehen jedenfalls bereits auf meiner Wunschliste und werden ganz bestimmt bald gelesen. Aber erstmal ist dann wieder Murakami dran.

2. Mit meinem Laptop ist das ein Hin und Her – ich habe ja bereits erzählt, dass er neulich kaputt war. Als ich beim Reparaturmann war, lief er aber wieder einwandfrei, was mich irgendwie beschämte, weil ich offensichtlich viel Trubel um nichts gemacht hatte. Seither traten auch keine Probleme mehr auf – bis gestern. Das Display flackert zeitweise wie verrückt, gibt dann aber nach einer Weile wieder Ruhe und verhält sich wie gewohnt. Ich hatte tausend Nervenzusammenbrüche und hätte mit meinen Tränen ein eigenes Schwimmbad eröffnen können – so verzweifelt war ich darüber, aber als ich ihn heute morgen spaßeshalber hochgefahren habe, lief er abermals wie geschmiert. Ich weiß nicht, ob sich mein Laptop einen Scherz mit mir erlauben möchte, aber da sich ein Austausch des Displays als recht kostspielig erweisen würde, habe ich jetzt erst einmal beschlossen, noch behutsamer mit meinem Schatz umzugehen, öfter mal wieder den alten Laptop hervorzuholen und insbesondere nicht mehr so sehr am Display hin- und herzuschwenken – denn da liegt das Problem ja.

3. Egal welche Jahreszeit – ich bin irgendwie immer verzweifelt auf der Suche nach irgendeinem Kleidungsstück. Jetzt im Frühling hätte ich gerne eine Lederjacke. Eine schicke. Nachdem ich mich durch tausendtrilliarden Online-Shops gewühlt habe, bin ich dann endlich einmal bei Zara fündig geworden – natürlich war ausgerechnet das Modell in der Größe, die ich haben wollte ausverkauft. Ich hatte nicht große Hoffnungen, dass die Jacke noch einmal reinkommen würde, trug mich aber in so einen E-Mail-Verteiler ein, der mich darüber informieren sollte, wenn die Jacke wieder verfügbar ist. Gleich zwei Tage später vibrierte mein Handy – die Jacke war wieder da – und ohne zu zögern wanderte sie in meinen Warenkorb und dann zu mir nach Hause. Achtung – diese Geschichte hat kein Happy End. Als besagte Jacke mich erreichte (mir wäre ja fast ein Zalando-Schrei herausgerutscht) und ich sie auspackte war ich einfach nur…enttäuscht. Klar, sie war wunderschön, man sah ihr das Kunstleder keineswegs an und generell sah sie genauso aus, wie ich sie haben wollte – aber: sie war einfach nur verdammt kurz. Also macht sich die Jacke wieder auf den Rückweg, ich bin deprimiert und habe auch keine Lust mehr, Ausschau nach einer anderen Jacke zu halten und würde am liebsten die Modeindustrie verfluchen, weil entweder alles immer super-oversized ist oder eben super-cropped – normale Längen und Größen gibt es anscheinend gar nicht mehr. Meh.

4. Ich bin krank – schon wieder. Ich habe das Gefühl, ziemlich anfällig für Erkältungen und ganz besonders Halsschmerzen zu sein, denn ich liege schon wieder im Bett und fühle mich ultraschlapp und kränklich und einfach nur elendig. Zum Glück aber nicht elendig genug, um nicht Bloggen zu können – dafür ist (fast) immer genug Kraft. Passenderweise ist das Wetter im Moment ja aber auch so grau undd trüb und windig und regnerisch, da macht es mir absolut nichts aus, meinen gesamten Tag im Bett zu verbringen. Nur dass ich nicht zum Sport kann bedrückt mich ein wenig, aber lieber gehe ich eine Woche nicht, ruhe mich dafür richtig aus und bin danach wieder superfit, statt trotzdem zu gehen und mich so auszupowern, dass ich die Hals- und Kopfschmerzen noch Wochen später mit mir herumschleppe. Wenigstens komme ich ein klitzekleines bisschen mit meiner Hausarbeit voran, habe Zeit zum Lesen, Serien schauen und einfach nur gammeln und muss nicht unter Menschen – auch mal herrlich.

5. Wenn wir schon einmal dabei sind – ich habe eeeendlich mal wieder die Zeit und die Lust gehabt, mich so richtig in eine Serie zu stürzen. „Suits“ ist es geworden und ich untertreibe wirklich nicht, wenn ich sage, wie begeistert ich davon bin. Mein Plan, endlich einmal „Lost“ zu schauen, besteht allerdings immer noch, aber dann schaue ich nebenbei ja auch immer noch „Pretty Little Liars“ (it’s getting more and more exciting!) und „Switched at Birth“ und „The Vampire Diaries“ und ich habe das Gefühl, mit dieser Parallelwatcherei noch nicht ganz so gut klarzukommen und immer irgendeine der Serien zu vernachlässigen. Dazu kommt, dass ich auch unbedingt einen „O.C. California“-Rewatch machen möchte und aaaach, ich singe ja doch schon wieder das altbekannte Lied, von wegen der Tag sollte mindestens 30 Stunden haben und ich sollte damit aufhören so viel Zeit zu verplempern und und und. Aber „Suits“ ist wirklich genial, eigentlich dachte ich, ich würde nur mal eben die erste Episode schauen und eh nicht davon begeistert sein, aber weit gefehlt, ich finde diese Serie wirklich ziemlich genial und schaue sie, trotz des Jura-Contents, sehr sehr gerne.

6. Dafür, dass ich sowohl im Januar als auch im Februar kaum irgendetwas, insbesondere keine Bücher, gekauft habe, habe ich jetzt im März ganz schön zugeschlagen. Zwei neue Oberteile, zwei neue Bücher, eine neue Teetasse, eine DVD, Kosmetikartikel, ein luxuriöses Haaröl (das ich mir von meiner Friseurin habe andrehen lassen) – außerdem habe ich mir auch noch einen Luxus im Studium gegönnt – nämlich eine Woche Luxemburg/Brüssel, um de EuGH, das Europäische Parlament, die Kommission und andere Organe der EU zu besichtigen. Ich war vor vier Jahren schon einmal in Brüssel und fand es traumhaft schön – gerade deswegen kann ich es schon jetzt kaum erwarten, die Woche dort zu verbringen und haufenweise belgian fries in mich hineinzuschaufeln. Bis Juni muss ich mich aber dann leider doch noch gedulden.

7. A pro pos Reisen: Ich habe mich neulich mit dem Lieblingsjungen darüber unterhalten, wo wir denn, sollten wir jemals genug Geld zusammensparen, mal hinreisen könnten. Dabei fiel mir auf, dass mich zwar viele, wirklich viel zu viele Länder, Städte und Orte reizen würden, mein Herz sich aber eigentlich nur nach einer einzigen Stadt sehnt – Paris. Am liebsten würde ich mindestens zwei Monate in Frankreich verbringen, mindestens zwei Wochen davon in Paris und die restliche Zeit dann durch die Landschaft fahren, kleine Orte besuchen, die Bretagne, die Provence, all das besichtigen. In meinen Gedanken stelle ich mir das so vor, dass der Lieblingsjunge und ich mit offenem Verdeck in einem alten Wagen über Landstraßen brettern, meine Haare sanft im Wind wehen, während ich ein leichtes crémefarbenes Kleid und helle Ballerinas trage, meine Haut leicht gebräunt ist und mit einem seligen Lächeln im Gesicht, während wir französische Lieder mit dem Autoradio, das die Musik mit einem nostalgischen Knacken und Knistern begleitet, hören und zu beiden Seiten die Weinfelder an uns vorbeiziehen. Ähem.

8. Ich habe das Braun in meinen Haaren übrigens aufgefrischt. Meine Mutter mag es nicht, wir sind in der Familie alle blond und für sie bin ich jetzt ein bisschen das schwarze Schaf, das sich selbst ins Aus geschossen hat, aber ich mag es irgendwie doch sehr gerne so, ich finde schon, dass es mir steht, aber warten wir lieber noch vier Wochen, bis der Ansatz wieder nachgefärbt werden muss und ich erneut in Hasstiraden und Wutausbrüche über meine Haare ende. Aber für den Moment bin ich zufrieden.

9. AUFGEHORCHT: Es gibt neue Folgen Sailor Moon ab Juli 2014! Meine Aufregung und Freude darüber ist greeenzeeenlos, ernsthaft, gleichzeitig geht aber auch ein gewisses Angstgefühl damit einher, weil man ja nie weiß, ob es jemals wieder so gut wird, wie es mal war und vor allem Neuinterpretationen stehe zumindest ich für meinen Teil sehr kritisch gegenüber- gespannt bin ich aber dennoch allemal – dieses Jahr ist das Sailor Moon Revival Jahr wie es ausschaut und das gefällt einer gebührenden Bunny Tsukino Fanatikerin wie ich es bin natürlich außerordentlich gut.

10. Ich muss gestehen, heute habe ich mir ganz schön einen abgekrepelt, um zehn Punkte voll zu bekommen. Und um genau zu sein ist mir das nicht einmal gelungen, da dieser zehnte Punkt völlig sinnfrei ist und keinerlei Inhalt trägt. Sonst fällt es mir stets so leicht, über zehn verschiedene Dinge zu schreiben, aber dieses Mal kam ich gerade mal bis Punkt vier und ab ann musste ich mächtig in meinem Gehirn graben und überlegen, worüber ich denn noch so schreiben könnte. Ich hoffe, dass der Post trotz allem nicht angestrengt oder zu bemüht klingt, denn eigentlich habe ich immer größte Freude beim Verfassen – heute fiel es mir vielleicht auch nur so schwer, weil ich generell so schlapp und träge bin oder weil im Moment auch zu wenig in meinem Leben passiert. Nächstes Mal erscheine ich dann wieder in alter Frische – versprochen! Habt einen schönen Wochenstart!

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4 Kommentare zu „10 Dinge [März]

  1. Die Verfilmung zu „Die Frau des Zeitreisenden“ möchte ich mir auch bald anschauen :)
    Dystopische Welten finde ich eigentlich auch ziemlich faszinierend, allerdings begeistern mich da eher die Klassiker oder alles, was so in die Sci-Fi-Richtung geht. Irgendwie hab ich’s nicht so mit jugendlichen Protagonisten, die nicht nur gegen das Regime und die Gesellschaft rebellieren, sondern nebenbei auch noch die erste große Liebe entdecken und im Hormonrausch sind. Aber da sind wir wieder bei dem Thema „Liebesgeschichten“ :D
    Wie sieht’s denn da bei Delirium aus?

    Murakami ist einfach grandios! Ich muss auf jeden Fall auch mal noch den ein oder anderen japanischen Autor ausprobieren.

    Liebe Grüße

  2. Gute Besserung!
    Das mit den neuen Sailor Moon Folgen hat mich auch in Alarmstimmung versetzt und ich bin total gespannt auf erste Bilder die hoffentlich nicht mehr ewig auf sich warten lassen. XD
    Das mit der Lederjacke ging mir übrigens letztes Jahr so – ich habe sie dann tatsächlich gefunden, als ich es am allerwenigsten erwartet habe. Vielleicht läuft dir die perfekte Lederjacke ja noch auf den Weg :)
    Das mit den Oversized-Schnitten oder dem Cropped-Style nervt mich aber genauso … am schönsten ist es doch, wenn man es dem Vorschaubild im Katalog oder online nicht ansieht und denkt, dass das Shirt einfach nur locker sitzt – insbesondere an diesen dürren Models. Und dann kommt es an und ist ein Zelt – danke, Oversized-Style. :(

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