Persönliches

Update.


Kennt ihr das, wenn ihr etwas erlebt habt und euch währenddessen und auch danach so fühlt, als wärt ihr dabei in einer Seifenblase gewesen? Als hättet ihr das alles in einem Paralleluniversum getan oder euch als Außenstehender dabei zugesehen, aber nicht, als wärt tatsächlich ihr diejenigen gewesen, denen diese Dinge zugestoßen sind? Im Nachhinein betrachtet ging es mir mit meinen Klausuren so – ich habe mich gefühlt, wie in meiner eigenen (albtraumhaften) Seifenblase und auch wenn ich Seifenblasen eigentlich über alles liebe, bin ich doch froh, dass sie endlich geplatzt ist.

Meinen ersten Tag in Freiheit habe ich gleich – auf meine eigene Art – zelebriert. Für mich ist das Ende eines furchtbaren Semesters nichts, das man im Club oder mit Alkohol ausklingen lässt, mich hat es eher gleich nach Hause zu meiner Familie gezogen. Gestern war einfach der schönste Tag seit langem. Ich bin mit meiner kleinen Schwester spazieren gegangen, wir haben gespielt, ich habe ein 500-Seiten-Roman vom Anfang bis zum Ende gelesen (Rezension folgt), Essen für die Familie gekocht, in der Sonne gelegen – meine Mutter hatte mich schon die ganze Zeit damit aufgezogen, dass ich ungesund blass aussehe und kalkweiße Beine habe, aber was sollte ich auch tun, ich musste schließlich in der Zeit, in der das Wetter großartig wie nie zuvor war, lernenlernen und nochmal lernen.

Das Wochenende werde ich mit meinem Freund verbringen. Ich bin so aufgeregt, dass es endlich rausgeht, woanders hin, als in der vertrauten Umgebung, die ich langsam nicht mehr ertragen kann. Dass es am Montag wieder stressiger wird, versuche ich gekonnt zu verdrängen. Ich bin momentan noch im Ungewissen darüber, wie das mit dem Praktikum wird, wie lange es täglich dauert und ob ich abends eventuell noch arbeiten gehe (was ich eigentlich müsste, wegen Geld und so, und wer sich erinnert, der weiß, dass ich auch noch eine erhebliche Laptop-Reparatur abzustottern habe), aber trotzdem mein August so enorm verplant ist, bin ich jetzt wesentlich entspannter. Der Druck, den die Uni und ich selbst auf mich ausgeübt haben, ist erstmal weg, Gedanken darüber, ob ich möglicherweise durch alle Klausuren durchgefallen bin, mache ich mir erst Mitte September, wenn ungefähr mit den Ergebnissen zu rechnen ist und die restliche Zeit werde ich einfach versuchen zu genießen, so viel wie möglich zu arbeiten und zu lesen und etwas Tiefenentspannung zu finden.

Was richtiges zu sagen habe ich offensichtlich noch nicht – aber in nächster Zeit wird hier wieder mehr los sein, das verspreche ich euch! Jetzt werde ich aber erstmal flugs meine Sachen packen und mich auf den Weg in meinen kleinen, irgendwie auch wohlverdienten, Kurzurlaub machen. Bis ganz bald!

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