Persönliches

Why can’t I just sleep for the next 4 years and wake up with the kiss of my diploma?


Morgen geht es los – das fünfte Semester klopft an die Tür und mir ist schon ganz flau im Magen. Für mich bedeutet das, dass es Zeit ist, sich für einen Schwerpunkt zu entscheiden (der so ganz unwichtig gar nicht ist – schließlich zählt die Note zu 30% ins Staatsexamen mit hinein und legt in gewisser Weise, wenn natürlich auch nicht zwingend, einen Grundstein dafür, was man nach dem Studium beruflich so anstellen könnte). Bereits im ersten Semester habe ich mich am meisten für Strafrecht begeistern können, sodass ich mich auch die kommenden zwei Semester intensiver damit auseinandersetzen und viiiel dazu lernen möchte. Nach den wirklich langen Semesterferien weiß ich jetzt schon, dass es mir unendlich schwer fallen wird, meinen Alltag wieder richtig zu strukturieren und mich intensiv und ausdauernd mit dem Unikram auseinanderzusetzen. Ich neige ja doch dazu, ganze Tage im Bett zu vergammeln oder meine Prioritäten falsch zu setzen, weshalb ich mir jetzt, motivationshalber, einige Punkte überlegen möchte, an denen ich mich in diesem Semester orientieren möchte. Das wird nicht immer klappen, das weiß ich jetzt schon, aber ich finde es ganz beruhigend, eine Art Leitline zu haben, etwas, woran man sich ein bisschen langhangeln kann, wenn man wirklich gar nicht mehr weiter weiß und orientierungslos herumirrt. Auch wenn es jedes Semester irgendwie mehr oder weniger dieselben Dinge sind, die man sich so vornimmt, hilft mir das Aufschreiben dabei, diese Ziele nochmals genauer zu fokussieren und mich auch wirklich auf das zu konzentrieren, was ich (erreichen) will.

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Einen vernünftigen Schlafrhythmus finden. Ich habe an sich eigentlich kaum mehr Probleme damit, früh schlafen zu gehen und auch früh aufzustehen, auch wenn die Semesterferien dazu verleiten, bis in die Puppen wachzubleiben und auch dementsprechend den halben Tag zu verschlafen. Mein Stundenplan ist in der Hinsicht auch ziemlich fies und könnte mich eventuell dazu verleiten, bis Mittags im Bett liegen zu bleiben. Deswegen möchte ich es mir zum Ziel machen, auch an den Tagen, an denen ich erst nachmittags oder überhaupt gar nicht in die Uni muss, spätestens um 8 Uhr aufzustehen. Was eine durchaus humane Uhrzeit ist. Im gleichen Zug möchte ich außerdem versuchen, unter der Woche nicht nach Mitternacht ins Bett zu gehen – ausreichend Schlaf ist für mich wirklich unerlässlich, weil meine ganze Laune davon abhängt. Sechs bis acht Stunden Schlaf täglich sind das, was ich anpeile und hoffentlich auch durchziehen kann.

Meine Wochen durchplanen. Dies habe ich ein bisschen schon damit getan, dass ich mir feste Arbeitstage vorgenommen habe. Vorher war es doch eher so, dass ich mal den, mal den Tag arbeiten ging, jetzt möchte ich es, der Struktur im Alltag wegen, lieber so halten, immer an denselben Wochentagen arbeiten zu gehen. Auch feste Bibliothekstage möchte ich einplanen – ich bin doch eher ein Routinemensch und mag es weniger, spontan zu sein, sodass für mich der beste Weg ist, bestimmte Wochentage für bestimmte Aktivitäten auszuerkoren. Und Sport und Freunde dürfen und sollten dabei auch nicht zu kurz kommen, weswegen ich es mir für meine innere Ausgeglichenheit auch vornehme, an bestimmten Tagen zu bestimmten Uhrzeiten im Fitnessstudio vorbeizuschauen und zumindest jeden Donnerstagabend einen Mädelsabend zu veranstalten. Irgendwie bin ich ja auch noch stark für einen Kinoabend die Woche, aber alleine gehen ist doof und ob ich immer jemanden finde, der sich mit mir Filme ansieht? Mal schauen, aber gerade jetzt im Oktober gibt es so unheimlich viele Filme, die ich schauen möchte, dass ich gar nicht wirklich weiß, wann ich denn dazu kommen soll.

Die Lektüren auch wirklich lesen. In der Hinsicht bin ich auch immer etwas nachlässig. Ich überfliege Texte, die zum Lesen empfohlen wurden, oft nur, wenn ich ihnen denn überhaupt eines Blickes würdige. Ich möchte von nun an öfter Dinge für die Uni nachlesen – auch wenn meine persönlichen privaten Lesestunden wohl etwas darunter leiden müssen – aber manchmal muss man wohl sein eigenes Vergnügen zurückstellen, um auch im Unistoff besser mitzukommen oder mit Hintergrundwissen prahlen zu können.

Mich mit anderen austauschen. Das ist der Knackpunkt. Im Schwerpunkt ist man in einer wesentlich kleineren Gruppe an Leuten zusammen – waren wir vorher 400 Leute im Vorlesungssaal, wird es jetzt weitestgehend klassenähnlicher, das heißt, theoretisch hätte man viel mehr Kontakt zu den Kommilitonen. Ich sage theoretisch, weil ich in so etwas einfach ein absolutes Wrack bin. Ich sehe mich jetzt schon wieder mutterseelenallein irgendwo sitzen, während alle anderen sich gut unterhalten – weil ich einfach zu schüchtern und unfähig bin, um auf andere Menschen zuzugehen und weil ich bei anderen offensichtlich den Anschein erwecke, nicht angesprochen werden zu wollen – jedenfalls kommt selten mal jemand auf mich zu. Irgendwie muss ich das aber ändern, denn ich habe es mir irgendwie auch zum Ziel gemacht, eine Lerngruppe oder etwas ähnliches zu gründen. Das ist irgendwie der schwerste Punkt für mich und ich bin wirklich gespannt, ob es mir gelingt, etwas derartiges auf die Beine zu stellen bzw. mich irgendwo mit einzuklinken.

Rechtzeitig mit dem Lernen beginnen. Ich bin hundertprozentig nicht der einzige Mensch, der immer zu spät mit dem Lernen anfängt, aber dieses Semester wird alles anders. Ich habe es schon im vergangenen Semester ganz gut geschafft, zumindest alles rechtzeitig nachbereitet zu haben und immer mehr oder weniger auf dem aktuellen Stand der Vorlesungen zu sein, aber dieses Semester möchte ich endlich auch einmal genug Zeit zum Lernen haben und nicht alles in kürzester Zeit in mein Hirn quetschen müssen. Das erspart ganz bestimmt eine Menge Nervenzusammenbrüche und würde endlich mal etwas Ehrgeiz und Disziplin zeigen, wovon ich leider irgendwie viel zu wenig habe. Deswegen werde ich mir rechtzeitig einen Lernplan erstellen, der auch noch genug Zeit zum Wiederholen und ausreichend Luft zum Durchatmen lässt.


Was meint ihr – sind das vernünftige Ziele? Gibt es vielleicht irgendetwas, das ich vergessen habe, woran ich aber im kommenden Semester auch festhalten sollte? Falls ihr auch studiert – wie bereitet ihr euch auf das Semester vor? Nehmt ihr euch auch gewisse Dinge vor oder lasst ihr alles einfach auf euch zukommen?

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8 Kommentare zu „Why can’t I just sleep for the next 4 years and wake up with the kiss of my diploma?

  1. Ich finde das total gut, dass du dir hier so eine Liste gemacht hast! Gerade den Punkt mit dem Schlaf und dem regelmäßigen Tagesrhythmus würde ich versuchen einzuhalten. Es stimmt, die Uni verleitet einen dazu, dann doch länger im Bett zu bleiben, wenn man erst um 12 Uhr da sein muss oder sogar noch später. Aber ich hab in den letzten Monaten, in denen ich meine Masterarbeit geschrieben habe, gemerkt, wie gut es mir tut, wenn ich früh aufstehe (bei mir war es gegen 7 Uhr, aber ich bin auch ein Morgenmensch), dann zu den immergleichen Zeiten den Unikram mache, nachmittags/abends der Freizeit widme und rechtzeitig ins Bett gehe. Man ist einfach körperlich viel fitter als wenn man mal um 3 Uhr ins Bett geht und dann wieder um 21 Uhr. Und das schlägt sich halt dann auch in der Laune und der Konzentrationsfähigkeit nieder…
    Aber du bist da auf einem guten Weg, glaube ich! Hab einen guten Semesterstart! :-) (Man, ich bin ja fertig jetzt mit dem Studium – ist echt seltsam,dass es ohne mich weitergeht…)

    1. So sehe ich das nämlich auch, sobald ich eine gewisse Routine im Alltag entwickelt habe, fällt es mir meist auch wesentlich leichter, mein Tagesprogramm so einzuhalten, wie ich es mir vorgestellt habe und bin auch um einiges konzentrierter und besser gelaunt. :)
      Vielen Dank dir, ich wünsche dir ebenso viel Glück und Erfolg zu Beginn deines neuen Lebensabschnittes! :D

  2. Das alles klingt nach tollen Vorsätzen. Ich bereite mich selber irgendwie nie auf das kommende Semester vor. Es ist mehr ein in-letzter-Minute-noch-den-Stundenplan-komplett-umstellen-Augen-zu-und-durch-Ding, was ich jedes Jahr betreibe. Teilweise bin ich echt geschockt, wenn ich in Kursen sitze und die Kommilitonen neben mir haben bereits alle Bücher gelesen.
    Ich wünschte ich wäre so organisiert.
    Deinen Punkt mit dem früh schlafen gehen sollte ich mir vornehmen. Lektüren auch wirklich lesen halte ich aus Erfahrung nur die ersten drei Wochen durch, dann beginne ich nach Wichtigkeit auszusortieren :/ nicht sehr gesund und produktiv.

    Ich wünsche dir aber viel Glück dabei :)

    Liebe Grüße,
    Susanne

    1. Für mich ist es irgendwie auch das erste Mal, dass ich mir bewusst Vorsätze für das neue Semester mache und ich bin trotzdem der unvorbereiteste Mensch auf Erden, wenn es dann tatsächlich wieder losgeht. Aber ich wollte dieses Jahr mal ein bisschen daran arbeiten und meine Organisationsfähigkeiten und mein Durchhaltevermögen in Unisachen verbessern, einfach, weil bei mir jetzt auch die Noten zählen, was vorher nicht der Fall war, da musste man einfach nur bestehen.
      Ich wünsche dir einen tollen Semesterstart und ganz viel Motivation für den ganzen Unikram! :D
      Liebste Grüße und danke für deinen lieben Kommentar!

  3. Ich finde es super, dass du so strukturiert vorgehst und dir so klare Punkte aufgestellt hast. das einzige was du vielleicht vergessen hast: die Belohnung. Manchmal ist das Gefühl den inneren Schweinehund überwunden zu haben, nicht gut genug. Positive Verstärker und so … . Ich setze mir meistens ein Ziel so wie „Wenn du es geschafft hast für die ganze Woche Blogartikel vorzubereiten, dann kaufst du dir die DVD sofort.“ ;)

    1. Du hast sowas von Recht, das ist wieder so typisch Ich, dass ich das vergessen habe! Ich mache das mit dem Belohnen auch im Alltag eigentlich viel zu selten, meist tatsächlich nur in der Prüfungsphase wenn überhaupt, dabei wäre das wirklich mal ein ordentlicher Anreiz, um Dinge wirklich vernünftig durchzuziehen. Danke für den Input, das könnte während des Semesters wirklich ziemlich hilfreich sein (und ich weiß sogar schon, was meine erste Belohnung sein soll, hihi). :D

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