Bücher

Top 5 Wednesday [books that you weren’t expecting to like but you did]


Wow, das ist ja fast schon einen Orden wert, dass es mir einmal gelingt, dieses neue Projekt zwei Wochen hintereinander durchzuziehen. Aber noch hat der Unialltag mich zum Glück nicht allzu sehr eingefangen und da ich auch einen verhältnismäßig entspannten Stundenplan habe und gerade eine Freistunde genieße, ehe ich arbeiten gehen muss, kann ich mich noch ganz glücklich schätzen und die Zeit effektiv für meinen Blog nutzen. Das Thema diese Woche finde ich, genau wie das der letzten Woche, übrigens richtig toll und ich bin auch schon gespannt, ob ihr etwas dazu zu erzählen habt.
top5*Das Lied von Eis und Feuer [George R. R. Martin]

Als ich mir den ersten Teil der deutschen Ausgabe der von vielen hochgelobten „Das Lied von Eis und Feuer“-Saga von einem meiner Geburtstagsgutscheine gekauft habe, hätte ich niemals für möglich gehalten, dass ich solche Freude an den Büchern haben würde, dass mich die Reihe so in ihren Bann ziehen würde und dass es mir jedesmal wie eine Ewigkeit vorkommen würde, ehe ich mir den nächsten Teil gönne. Mir war schon klar, dass die Reihe nicht umsonst in aller Munde sein würde und das auf so positive Art und Weise, gleichzeitig lese ich jedoch so selten Bücher aus diesem Genre, dass ich mir dachte, die Bücher würden mich vielleicht kurz ganz gut unterhalten, aber nicht, dass ich den Drang hätte, unbedingt weiterlesen zu wollen. Dass ich mich darin getäuscht habe, ist wohl klar, schließlich rede ich bei jeder sich bietenden Möglichkeit darüber, wie sehr mir die von George R. R. Martin gezeichneten Charaktere gefallen und wie sehr ich der Geschichte verfallen bin. Trotzdem hätte ich es niemals für möglich gehalten – eben weil ich mit dieser Reihe etwas aus meiner comfort zone ausbreche und sie nicht zu meinem üblichen Lesestoff gehört.

*Per Anhalter durch die Galaxis [Douglas Adams]

Ich habe es zwar bis heute nicht geschafft, die Reihe komplett zu Ende zu lesen (etwas, das ich mir für 2015 vielleicht einmal vornehmen könnte), aber allein dass ich es bis zum vierten Band geschafft habe, hätte ich nicht gedacht. Hätte ich das Buch nicht geschenkt bekommen, hätte ich ihm vermutlich niemals auch nur eines Blickes gewürdigt – und dabei möglicherweise eine der witzigsten und aufregendsten Reisen durch die Galaxie und damit ein einmaliges Leseerlebnis verpasst. Auch hier: ein Blick über die comfort zone hinaus offenbart gelegentlich die tollsten Bücher – auch wenn ich nicht selber für mein Glück verantwortlich war, sondern demjenigen danken muss, der mich auf die Reihe aufmerksam gemacht hat.

*Der Fänger im Roggen [J. D. Salinger]

Ja, das hättet ihr nicht gedacht, oder? Schließlich ist ‚Der Fänger im Roggen‘ eines meiner Lieblingsbücher, aber wie das manchmal so ist – vor dem Lesen hätte ich das noch nicht gedacht. Ich fand das (deutsche) Cover langweilig, ich dachte, es wäre eines dieser überhypten Tumblr-Books, ich dachte jedenfalls wirklich nicht, dass es mir so gut gefallen könnte, wie es das letztendlich tat. Umso schöner, dass es mir während des Lesens so sehr ans Herz wuchs und mich von Seite zu Seite mehr positiv überraschte.

*Kiki Strike [Kirsten Miller]

Auch dieses Buch war ein Geschenk gewesen und ich weiß noch ganz genau, wie ich damals dachte: „What the hell, was soll ich mit solch einem Kinderbuch?“ ‚Kiki Strike und die Schattenstadt‘ ist auch tatsächlich eher ein Kinder-/Jugendbuch für seeehr junge Leute, aber ich hatte beim Lesen dennoch selten so viel Spaß, wie mit Kiki und ihren Freundinnen. Immerhin fand ich das Buch so toll, dass ich mir bei nächstbester Gelegenheit noch den zweiten Teil kaufte und jetzt seit Ewigkeiten darauf warte, dass der dritte Band übersetzt wird – falls das nicht endlich einmal passiert, muss ich wohl oder übel auf Englisch weiterlesen.

*Die Chroniken der Unterwelt [Cassandra Clare]

Dass ich diese Buchreihe hier erwähne, ist etwas heuchlerisch – schließlich schreibe ich ziemlich oft darüber, wie sehr Clary und Co mir auf den Nerv gehen und wie albern ich die Turteleien in den Büchern finde. Tja, aber was soll ich sagen – ich lese die Reihe trotzdem. Ich habe jeden einzelnen Band bisher gelesen (nur der finale Teil fehlt mir noch) und so sehr ich einen großen Teil der Charaktere auch nicht mag, irgendetwas haben diese Bücher, was mich dazu zwingt, sie weiterlesen zu wollen. Und das kann doch bestimmt nicht nur an dem fantabulösen Simon Lewis liegen. „Die Chroniken der Unterwelt“ wird wohl niemals meine Lieblingsbuchreihe werden, das kann ich mit Gewissheit sagen, aber nichtsdestotrotz hassliebe ich sie ein wenig und zwar umso mehr, je mehr Bände ich gelesen habe.


Und jetzt sagt mal – hat euch schon mal ein Buch, bei dem ihr das gar nicht so wirklich für möglich gehalten habt, total vom Hocker gerissen? Oder erfüllen sich eure Erwartungen an ein Buch eher weitestgehend? Seid ihr nach dem Lesen für gewöhnlich eher positiv überrascht oder enttäuscht von dem Gelesenen?

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13 Kommentare zu „Top 5 Wednesday [books that you weren’t expecting to like but you did]

  1. Eine schöne Kategorie! Gerade die ersten beiden Reihen sind natürlich großartig. Hmm, ich weiß gar nicht von welcher Reihe ich überraschend begeistert war? Harry Potter vielleicht? Vermutlich hatte ich von der „His Dark Materials“-Trilogie nicht erwartet so weggeblasen zu werden (verfilmt wurde ja leider nur „Der goldene Kompass“).

    1. An die „His Dark Materials“ Reihe habe ich beim Schreiben gar nicht gedacht, dabei war ich von der auch mehr als positiv überrascht. Den Film dazu habe ich leider nicht gesehen, aber ich finde es irgendwie schade, wenn damit begonnen wird, eine Reihe zu verfilmen und die Verfilmung der weiteren Teile, höchstwahrscheinlich an finanziellen Gründen, scheitert. Lohnt es sich denn trotzdem wenigstens, „Der goldene Kompass“ anzusehen oder ist die Verfilmung eher weniger gelungen? :)

  2. Die Worte, die du über „Das Lied von Eis und Feuer“ verloren hast, kann ich eins zu eins so unterschreiben!

  3. Meine Erwartungen an ein Buch hängen natürlich davon ab, was ich vorher darüber weiß – Rezensionen, Empfehlungen von Freunden usw. Wird es vorher in den Himmel gelobt, sind die Erwartungen natürlich höher. HIn und wieder mach ich einen Glücksgriff – einfach so gekauft. Der Letzte war: Stefan aus dem Siepen – Die Entzifferung der Schmetterlinge. Ein Hauch leiser feiner Ironie zieht sich durch das Buch. Ich fands wunderbar.

    1. Ich gehe auch oft mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen an Büchern und durfte so schon die ein oder andere Enttäuschung aber eben auch Überraschung erleben. Danke, dass du deinen letzten Glücksgriff hier geteilt hast – ich werde mich gleich mal daran machen, die Buchbeschreibung zu lesen.

  4. George R. R. Martins Welt und besonders seine Charaktere haben es mir ebenfalls angetan. Mein persönlicher Liebling ist vor allem Tyrion, weil ich seinen Charakter sehr schätze. Wenn ich alle meine liebsten Buchcharaktere betrachte, dann gehört aber Holden Caulfield zu den ersten drei. Ich liebe seine etwas zynische Art einfach. „Der Fänger im Roggen“ ist übrigens auch eines meiner Lieblingsbücher! :)

    Liebe Grüße,
    Bramble

    1. Ich muss sagen – mir ist Tyrion als Charakter auch sehr ans Herz gewachsen und ich lese seine Kapitel mitunter am liebsten. Und auch mit Holden Caulfield muss ich dir uneingeschränkt recht geben – bei mir gehört er definitiv auch in die Top 3 meiner liebsten Buchcharaktere, wenn er nicht sogar mein allerliebster ist. :)
      Liebe Grüße und einen tollen Sonntagnachmittag!

  5. Toll, mal über so etwas zu lesen! Ich wurde von meinem Freund praktisch dazu gezwungen, „Das Lied von Eis und Feuer“ zu lesen, aber spätestens nach den ersten paar Kapiteln war ich von der Reihe gefesselt. ;)
    Was mich total überrascht hat, war „Der große Gatsby“, ein wahrlich beeindruckend formuliertes Buch. Auch die „Chroniken von Narnia“ haben mich sehr überrascht, da die Bücher eher wie für Kinder wirken, aber trotzdem total viele versteckte Metaphern beinhalten und philosophische Themen, was wirklich ziemlich cool ist.

    1. Ich muss sagen, obgleich ich „Der große Gatsby“ unglaublich gerne mag, bin ich beim Lesen mit etwas zu hohen Erwartungen an das Buch gegangen und war hinterher zwar nicht gerade enttäuscht, aber irgendwie hatte ich von der Storyline doch etwas mehr erwartet. Rein von der Epik gesehen ist es aber trotzdem ein großartiges und außergewöhnlich geschriebenes Werk finde ich. Ich muss unbedingt noch mehr von Fitzgerald lesen, sein Schreibstil ist wirklich toll. Und die „Chroniken von Narnia“ möchte ich auch unbedingt noch lesen – ich weiß nicht warum, aber der Narnia-Zug ist einfach an mir vorbeigefahren, ohne dass ich aufgesprungen bin, das muss ich wirklich mal nachholen. :)

      1. Ja, das mit den hohen Erwartungen ist immer ein Problem, nicht nur was Bücher betrifft, so hab ich mir auch schon einige Filme ruiniert. ;)
        Die Chroniken von Narnia sind sehr zu empfehlen, denn obwohl die ersten Teile eher kindlich anmuten geht es am Ende wesentlich erwachsener zu und ich musste sie jetzt nochmal lesen, da ich die ganzen Hintergründe damals mit 12 noch nicht wirklich verstanden habe, für das war ich anscheinend noch zu jung.

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