Bücher · Persönliches

#Tag: 7 Deadly Sins of Reading


Ich liebe Tags und gerade die letzten Monate (in denen ich ja leider ohnehin schon nicht mehr allzu regelmäßig gebloggt habe), sind diese viel zu kurz gekommen. Auf Youtube bin ich neulich über den 7 Deadly Sins of Reading Tag gestoßen und auch wenn ich selbst nicht dazu getagged worden bin, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, die Fragen dazu zu beantworten. Ich hoffe das nimmt mir keiner übel (ob es auch zu den 7 Todsünden gehört, Tags mitzumachen, zu denen man gar nicht getagged worden ist?) und weil ich ohnehin schon so dreist war und mir die Fragen einfach geklaut habe, werde ich das imaginäre Stöckchen auch an keine weitere Person weiterreichen, würde mich aber trotzdem freuen, wenn der eine oder andere vielleicht ebenfalls Lust hat, seine Antworten auf die Fragen mit uns zu teilen. Ursprünglich stammt der Tag übrigens von BookishlyMalyza, ich war so frei und habe die Fragen ins Deutsche übersetzt.

Gier
-1- Welches ist dein teuerstes Buch und welches das günstigste?
Für diese Frage rechne ich jetzt die Bücher, die ich mir für die Uni angeschafft habe, einfach mal raus, weil zumindest einige davon unverschämt teuer waren. Aber auch deutsche Hardcover-Bücher sind zum Teil erschreckend teuer oder irre ich mich da? Erst gestern war ich bei Dussmann, um noch einen Büchergutschein, den ich zu Weihnachten bekommen hatte, zu verbraten und habe mir „City of Heavenly Fire“ von Cassandra Clare gekauft und es hat einfach mal 25€ gekostet? Damit ist es definitiv eines der teuersten Bücher, die ich besitze (und ich mag diese Reihe noch nicht einmal so unfassbar gerne), denn ich kann mich an keines erinnern, dass mehr gekostet hätte – alle anderen Bücher, die etwas teurer sind, ließ ich mir entweder immer zum Geburtstag/Weihnachten schenken oder ich kaufte sie selber für wesentlich weniger Geld über medimops oder ebay. Wo wir auch bei den günstigsten Büchern wären: Sämtliche meiner medimops-Bestellungen. Besonders im Hinterkopf habe ich die „Eine für Vier“-Reihe von Ann Brashares – fünf Bücher, die in außerodentlich gutem Zustand waren als Hardcover für nur gut 7€ – dieses Schnäppchen werde ich wohl für immer in Erinnerung behalten.

Zorn
-2- Mit welchem Autor führst du eine Hass/Liebe-Beziehung?
Again: Cassandra Clare. Gott, ich mag die Chroniken der Unterwelt gar nicht so sehr, dennoch habe ich mir jedes Buch von ihr als Hardcover angeschafft und mit Vergnügen gelesen. Außerdem hasse ich Jace und Clary aber liebe Simon abgöttisch. Ich schwöre, wäre Simon nicht einer der Hauptfiguren in ihren Romanen, dann hätte ich die Reihe vermutlich auch schon lange aufgegeben, aber er ist einfach das helle Licht am Ende eines dunklen Tunnels und vielleicht bin ich ein bisschen verknallt in ihn.

Völlerei
-3- Welches Buch hast du immer und immer wieder genüsslich verschlungen, ohne Gewissensbisse oder ähnlichem?
Tausende Bücher fielen mir hier ein – ich war früher die Königin des Rereadens und habe in meiner Jugend öfter Bücher mehrmals hintereinander gelesen, statt mich in neue Welten zu begeben. Allen voran muss ich hier einfach „Harry Potter“ nennen – es gibt kaum eine Reihe, die ich öfter gelesen habe. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber zumindest die ersten drei Teile habe ich mit Sicherheit zwanzigmal gelesen (so sehen unsere Originalausgaben, also die meiner Schwestern und mir, auch aus) und auch die weiteren Bände habe ich so oft verschlungen, dass ich keine genaue Zahl mehr nennen kann. Dicht gefolgt allerdings von „Das Kartengeheimnis“ und „Das Orangenmädchen“ von Jostein Gaarder, sowie der Tintenwelt-Trilogie von Cornelia Funke und sämtlichen Astrid Lindgren Büchern. Ich bereue es nie, Bücher mehrmals zu lesen, ich genieße es sogar sehr und wäre nicht dieses elendige Zeitproblem und der drängelnde Stapel an ungelesene Büchern, dann würde ich auch viel öfter Bücher aus dem Regal ziehen, die ich bereits gelesen habe. Es gibt nichts schöneres und wohligeres, als in bekannte Geschichten einzutauchen und dabei sogar noch neue Details zu entdecken.

Faulheit
-4- Welches Buch hast du vernachlässigt zu lesen, weil du bisher zu faul warst?
Ein Blick in mein Bücherregal und ich bekomme sofort ein schlechtes Gewissen. Es sind so einige, die ich bisher noch nicht in Angriff genommen habe – teilweise, weil ich die Befürchtung habe, das Buch wäre zu anspruchsvoll und anstrengend und würde zu viel Zeit kosten, teilweise schreckt mich dann doch auch die Dicke etwas ab (obwohl ich eigentlich der Lese-Typ bin ‚je dicker, desto besser‘, aber wenn man nur wenig Zeit zum Lesen hat, frustriert es irgendwie einen dicken Wälzer auf dem Nachtisch zu haben und damit nicht voranzukommen). Als erstes fiel mir „Ein plötzlicher Todesfall“ von Joanne K. Rowling ein, welches jedoch dicht gefolgt ist von „Es“ von Stephen King und „Schuld und Sühne“ von Fjodor Dostojewski. Und etwa hundert anderen Büchern, die enttäuscht aufseufzen, sobald ich wieder zu einer leichteren, dünneren Lektüre greife, statt mich Klassikern oder tiefgründigeren bzw. komplexeren Geschichten zu widmen. I’m so sorry. And lazy.

Stolz
-5- Über welches Buch redest du am häufigsten, um wie ein intellektueller Leser zu wirken?
Das mache ich eigentlich gar nicht. Ich lese nicht, um andere Menschen zu beeindrucken (ein Thema, welchem ich eigentlich noch einen Blogpost widmen wollte, wenn ich Zeit und Muße finde), sondern zu meinem eigenen privaten Vergnügen. Wenn es danach ginge, müsste ich auch wesentlich mehr ‚Erwachsenen-Bücher‘ lesen, Klassiker, Biografien, historische Romane – mache ich aber nicht, weil ich am meisten Freude an lustigen und leichten Geschichten finde, Liebesgeschichten, Jugendbücher, Dystopien, Fantasy und Science Fiction, Contemporary. Die sind zwar auch nicht immer leicht verdaulich, aber doch um einiges flockiger geschrieben, als die ominösen Erwachsenen-Bücher. Ich lese gerne ‚anspruchsloses‘ Zeug und bin auch darauf stolz.

Wollust
-6- Welche Charaktereigenschaften findest du an männlichen/weiblichen Figuren am attraktivsten?
Stärke, Leidenschaft, Ehrgeiz. Ich liebe Charaktere, die genau wissen, was sie wollen und auch darum kämpfen. Aber bitte nicht allzu verbissen und bitte immer garniert mit einer Prise Humor und Sarkasmus. Ich mag außerdem Figuren, die sich selbst nicht zu ernst nehmen, die auch mal etwas tollpatschig sind und die vor allem nicht aus jeder Mücke einen Elefant machen (können bitte alle Drama Queens aus Jugendbüchern herausgestrichen werden?). Es ist eigentlich wie im realen Leben – ich finde dieselben Eigenschaften auch im ‚wahren Leben‘ besonders attraktiv.

Neid
-7- Welche Bücher möchtest du am liebsten als Geschenk erhalten?
In der Hinsicht bin ich eigentlich immer offen für neues – auch wenn ich schon konkrete Vorstellungen habe, freue ich mich auch über jedes andere Büchergeschenk, so lange es nur ein Buch ist und derjenige, der es mir schenkt, sich etwas dabei gedacht hat und nicht einfach wahllos irgendeines gegriffen hat. Besonders freuen würde ich mich allerdings über die Bücher aus der „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“-Reihe von Lemony Snicket. Band 1 und 2 stehen bereits in meinem Regal, aber als ich mich um die Folgebände kümmern wollte, musste ich schwer schlucken, als ich den Preis gesehen hatte. Außerdem freue ich mich auch immer über Reihen – mir fehlen noch so viele, Narnia, Percy Jackson, The Raven Cycle, Daughter of Smoke and Bone, Shatter Me, Cormoran Strike, Legend, die Edelstein-Trilogie,…die Aufzählung nimmt kein Ende, es gibt einfach so vieles, was noch gelesen werden muss.


Es hat noch mehr Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten, als ich gedacht hätte. Vielleicht hat ja einer von euch jetzt auch Lust auf den Tag bekommen? Welches ist denn euer teuerstes Buch? Lasst ihr von euch gelesene Bücher in Gespräche einfließen, um euren Gesprächspartner zu beeindrucken und besonders belesen zu wirken? Welches Buch habt ihr am häufigsten gerereadet? Und empfindet ihr auch eine Art Hassliebe gegenüber einem bestimmten Autor?

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8 Kommentare zu „#Tag: 7 Deadly Sins of Reading

  1. Meine teuersten Bücher sind wohl meine von Alan Lee illustrierten Ausgaben con Lord of the Rings und The Hobbit, die sind es aber auch wert. Am häufigsten gelesen habe ich wohl die Hanni und Nanni-Bücher 😄

    1. Ich musste Alan Lee gerade erstmal googlen, aber wow, die Bücher sehen echt unfassbar schön aus – sowas ist seinen Preis dann auch wert! Ahhh, Hanni und Nanni! Die habe ich leider nie selber besessen, sondern musste sie mir immer aus der Bibliothek ausleihen, aber ich habe Enid Blyton als Kind auch geliebt! :D

  2. Mein mit Abstand am häufigsten gelesenes Buch ist ganz eindeutig „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, da brauch ich nicht lange überlegen ;)
    Ansonsten hab ich auch schon einige 100€ für Uni-Bücher ausgegeben, aber das zählt ja nicht. Ich kaufe mir Hardcover eigentlich fast immer gebraucht, weil ich zu geizig bin, um den Neupreis zu zahlen, aber hin und wieder kommt es dann ja doch mal vor, dass man eine Neuerscheinung direkt haben muss. Deshalb wird’s bei mir wohl auch so auf 25€ rauslaufen.

    Ich befürchte, meinen Klassiker für den Februar werde ich auch nicht mehr unterbringen. Doofe Prüfungszeit :/

    Liebe Grüße

  3. Ich glaube mein teuerstes Buch ist ein Buch von Disney über Animationen … oder auch irgendwas fachliches. Das ist aber ein tolles Stöckchen, ich glaube das nehme ich mir mal vor bei Gelegenheit. :)
    „Ich lese gerne ‘anspruchsloses’ Zeug und bin auch darauf stolz.“ – ich finde, dass das eine tolle Aussage ist. Es gibt sehr viele Leute, die mir so pseudo-Hipster, Mitläufer-mäßig vorkommen oder wie Möchtegern-Hyper-Intellektuelle… das verurteile ich ein bisschen, Was ist daraus geworden, dass man Bücher liest, weil man Lust drauf hat!?

    1. Sehr schön, darüber würde ich mich sehr freuen – ich habe nur die Fragen gesehen und fand sie einfach so toll, dass ich sie unbedingt auf dem Blog beantworten wollte. :D
      Das sehe ich ganz genauso – ich habe auch das Gefühl, dass viele Menschen nur deswegen selten lesen, weil sie denken, dass das, was sie lesen irgendwelchen gesellschaftlichen Ansprüchen nicht gerecht wird. Lesen sollte man aus Spaß und Freude und man sollte auf jeden Fall zu den Büchern greifen, die einen interessieren und von denen man glaubt, Freude darin zu finden und nicht diejenigen, die auf den Bestsellerlisten oder auf irgendwelchen „Klassiker, die man gelesen haben muss“-Listen stehen oder besonders philosophisch und tiefgründig sind und deswegen jeden Gegenüber beeindrucken.

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