Bücher

[Top 5 Wednesday] Books You Read in One Sitting (or close to)


Es ist komisch – während es mir früher nahezu immer gelungen ist, ein Buch in einem Rutsch durchzulesen, mag mir das in den letzten Jahren irgendwie nur noch sehr selten gelingen. Klar, Zeitgründe spielen definitiv eine Rolle: Ich habe einfach nicht mehr die Gelegenheit, mich wirklich einen ganzen Tag ins Bett zu verkriechen, um mich einem Buch zu widmen, aber schade ist es trotzdem, gerade weil ich als Kind und Jugendliche fast nie Bücher aus den Händen legen konnte – ich denke gerade vor allen Dingen auch an Bücher wie die „Fear Street“ Bücher von R.L. Stine, die ich wirklich immer innerhalb kürzester Zeit ausgelesen habe oder auch andere Jugendbuchreihen, wie z.B. „Die Wilden Hühner“ oder auch die „Erdbeerpflücker“-Reihe von Monika Feth – es erschien mir einfach immer am logischsten, ein Buch in die Hand zu nehmen und erst dann wieder beiseite zu legen, wenn ich wirklich jede Seite gelesen hatte. Für diesen Top 5 Wednesday habe ich aber dennoch versucht, mich nicht auf diese Bücher aus meiner Kindheit zu stützen, sondern genau zu überlegen, ob es in den letzten paar Jahren vielleicht doch auch so ein Buch gab, welches ich in einer „Sitzung“ durchgelesen habe, und tatsächlich sind mir sogar noch ein paar eingefallen: Unbenannt

5. Landline (Rainbow Rowell)

„Landline“ von Rainbow Rowell ist das letzte Buch, das ich wirklich in nahezu einem Rutsch durchgelesen habe – und das ehrlich gesagt nicht einmal aus dem vorrangigen Grund, dass das Buch so spannend und fesselnd war, sondern eher, weil ich es im Rahmen eines kleinen Read-a-thons gelesen habe und es unbedingt noch mit in die Bilanz hineinnehmen wollte. Es war wunderbar geschrieben – dieses Talent will ich Rainbow Rowell unter keinen Umständen absprechen – aber definitiv nicht mein Lieblingsbuch von ihr, da mir letztendlich doch zu wenig passiert ist.

 4. Lucian (Isabel Abedi)

Dieses Buch steht stellvertretend auch für die anderen Bücher, die ich von Isabel Abedi gelesen habe, nämlich „Isola“ und „Whisper“. Ich weiß nicht, was es ist, aber diese Frau hat ein unheimliches Talent dafür, wundersame Geschichten zu erschaffen und tolle Charaktere zu entwickeln. Dass ich diese drei Romane gelesen habe, ist schon ein Weilchen her, tatsächlich hätte ich insbesondere bei „Lucian“ auch mal wieder große Lust auf einen Reread, aber ich weiß bei allen drei Büchern noch ganz genau, wie ich sie einfach nicht aus den Händen legen wollte, ehe ich sie nicht zu Ende gelesen hatte. Ob es wohl bald mal etwas neues von der Autorin geben wird? Ich jedenfalls würde mich unfassbar darüber freuen und kann sie an Contemporary-Leser nur weiterempfehlen!

3. Margos Spuren (John Green)

Irgendwie witzig, wie man sich manchmal nicht nur an die Bücher erinnert, sondern an das gesamte Drumherum, als man es gelesen hat. Zu „Margos Spuren“ griff ich an einem heißen Sommertag im August. Es war nach meinem Abitur, ich lebte noch Zuhause und meine kleine Schwester war gerade mal wenige Monate alt und schrie pausenlos. Also schnappte ich mir das Buch, eine große Wasserflasche und floh nach draußen in den Garten auf meinen Lieblingsliegestuhl, um dem Gekreische zu entkommen und ging erst wieder in die kühle Wohnung, nachdem ich „Margos Spuren“ ausgelesen hatte – denn ich konnte diese wunderbare Geschichte einfach nicht aus den Händen legen. Auch bei diesem Buch hätte ich große Lust, es noch einmal zu lesen und vielleicht mache ich das auch bald einmal – aber dafür muss ich aus nostalgischen Gründen auf jeden Fall auf dem Liegestuhl Zuhause lesen.

2. Ein ganzes halbes Jahr (Jojo Moyes)

Auch dieses Buch war eine Sommerlektüre für mich und eines, bei dem ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen, weil ich die Geschichte aufsog, wie ein trockener Schwamm. Manche Bücher sind einfach so gut geschrieben, die Handlung so unvorhersehbar und fesselnd, dass es einfach nicht geht, dass es einfach nicht möglich ist, das Buch wegzulegen und anderen Beschäftigungen nachzugehen, weil man einfach die Gewissheit haben möchte und muss, dass alles wieder gut wird (oder vielleicht auch nicht). Ähnlich ging es mir auch bei „Weit weg und ganz nah“ von der Autorin, welches zwar weniger tragisch ist, aber dessen Komik dafür nach mehr und mehr und noch mehr schreit und welches ich ebenfalls im Sommer gelesen hatte.

1. Wonder (R.J. Palacio)

Fast ausschließlich Sommerlektüren finden sich hier wieder – was auch gar nicht solch ein großes Wunder ist, weil ich im Sommer einfach am liebsten lese, am meisten Zeit habe und ich einfach mein Zeitgefühl beim Lesen komplett vergessen kann, wenn ich weiß, dass keine nervtötenden Verpflichtungen auf mich warten. „Wonder“ las ich im letzten Jahr und ich zähle es definitiv zu meinen liebsten Büchern aus dem Jahr 2014. Diese Geschichte ist eine Geschichte für jedermann, egal, was für Bücher man sonst gerne liest, „Wonder“ ist bezaubernd und wunderbar und definitiv keine Frage des Alters.

Und gerade, wo ich das tippe, fällt mir ein, dass ich „Every Day“ von David Levithan vergessen habe, welches eigentlich auch unbedingt in diese Liste gehört. Da ich aber keine Lust (und auch keine Zeit) habe, um diesen Blogpost nochmal komplett umzsuchmeißen, denkt es euch doch bitte mit „Wonder“ auf einer Stufe, weil es mich teilweise, wenn auch auf eine andere Art und Weise, ebenso berührt und die Geschichte mich auch noch lange nach dem Lesen einfach nicht mehr losgelassen hat.


Wie oft gelingt es euch denn, ein Buch in einem Rutsch durchzulesen? Welches war das letzte Buch, dass ihr einfach nicht mehr aus der Hand legen konntet? Oder genießt ihr Bücher lieber über einen längeren Zeitraum?

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9 Kommentare zu „[Top 5 Wednesday] Books You Read in One Sitting (or close to)

  1. Tolle Auswahl. Wonder hab ich auch fast in einem Stück durchgelesen, so ein wundervolles Buch!
    Mit Me Before You ging das ganze nicht wirklich.. liegt aber eher daran, dass ich so stark heulen musste und nichts mehr lesen konnte *oops*

    Das letzte Buch, dass ich in einem gelesen habe war glaub ich Gatsby, ich liebe das Buch einfach so sehr. Sonst wäre da noch Confess von Colleen Hoover, das konnte ich gar nicht aus der Hand legen :)

    Love, Kerstin
    http://missgetaway.wordpress.com/

    1. Oh, den Gatsby habe ich in meiner AUfzählung total vergessen – und von Colleen Hoover habe ich schon häufiger gehört, dass sich ihre Bücher überhaupt nicht mehr aus der Hand legen lassen, bei „Weil ich Layken liebe“/“Weil ich Will liebe“ ging es mir ähnlich – das ist einfach die Art des Schreibstils, bei der man gar nicht merkt, wie schnell die Seiten fliegen. :D
      <3

      1. Ja da hast du absolut recht! Ich kann normal mit diesen gehypten Büchern/Autoren nichts anfangen aber bei CoHo kann ich den Hype absolut nachvollziehen. :)

  2. Jaaah, bei mir sind es meistens auch Sommerbücher. Oder Winter, wenn man zwischen Weihnachen und Neujahr auf dem Sofa versauert und seine neuen Geschenke durchschmökert :D :D
    Bei Graphic Novels sind es bei mir oft „ich setze mich hin und stehe erst wieder auf, wenn ich durch bin“ Bücher, allerdings sind die ja oft vom Umfang auch wesentlich geringer. Manche Bücher kann ich auch gar nicht so lesen, weil ich Pausen brauche, um über sie nachzudenken (oder weil sie einfach doof sind oder ich nicht genug Zeit habe), aber bei guten Büchern ist es oft auch so eine Gedankensache.
    Mein letztes „in einem Rutsch durchlesen“-Buch war „Easy“ von Tammara Webber. Das war nicht mal besonders gut, aber irgendwie doch fesselnd weil einfach geschrieben und weil es sich leicht runterlesen ließ :)

    1. Oh stimmt, in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr spielt das Zeitgefühl irgendwie auch keine Rolle und man liest, ohne auf die Uhr schauen zu müssen! Graphic Novels ist so ein Genre, das ich noch überhaupt gar nicht erkundet habe. Das erstaunliche ist, dass man oftmals auch die Bücher in einem Rutsch durchliest, die von der Story her eigentlich gar nicht sooo sehr der Bringen sind, aber deren Schreibstil einfach so wundervoll ist, dass man gar nicht merkt, wie schnell sich das runterliest. Ich hoffe, ich habe auch diesen Sommer wieder einige solcher Bücher dabei, es ist irgendwie immer ein unheimlich tolles (aber gleichzeitig auch trauriges) Gefühl, ein Buch so schnell durchzulesen. :D

  3. Leider geht es mir wie Dir: Ich schaffe es einfach nicht, mir die Zeit frei zu schaufeln, um ein Buch von vorne bis hinten an einem Stück zu lesen. Aber ich gebe auch zu, dass ich eine Langsamleserin bin – insofern genieße ich es, ein paar Seiten zu lesen und das Buch dann wegzulegen. Nachschmecken und -riechen ist doch was Herrliches, oder?
    Das letzte Buch, das mich fasziniert hat, war: Teju Cole, Jeder Tag gehört dem Dieb. Und davor (wiedergelesen, aber trotzdem wieder fasziniert) Mario Vargas Llosa: Das Fest des Ziegenbocks. Aber das nächste kommt bestimmt….

    1. Da hast du Recht! Manchmal braucht man einfach auch lange Pausen zwischen einem Kapitel, um das Gelesene auch zu verarbeiten – ich glaube, deswegen sind es überwiegend auch nur Bücher aus dem Young Adult bzw. Contemporary-Genre, bei denen das ‚in-einem-Rutsch-durchlesen‘ so gut klappt. Danke auf jeden Fall für die zwei genannten Bücher, die werde ich mir auf jeden Fall nochmal näher anschauen! :)

  4. Huhu :),
    früher habe ich auch viel öfter ein Buch an einem Tag gelesen, aber auch heute schaffe ich es manchmal. Aber dann suche ich mir immer das dünnste Buch im Regal aus, da ich, falls ich es unter der Woche machem, vorher noch in der Schule war und noch dies und das zu Hause erledige. Wenn es nicht stressig ist und ich es nicht erzwinge lese ich total gerne Bücher an einem Tag. Das letzte Buch welches ich an einem Tag gelesen habe war „Wir beide Irgendwann“ von Jay Asher und Carolyn Mackler. Ich hatte mir selbst einen kleines Marathon ausgedacht, in dem ich eine Woche lang, jeden Tag ein Buch lesen wollte um meinen SuB einwenig kleiner zu machen. Leider habe ich es nur von Montag bis Mittwoch geschafft. :/ Aber ich habe selber gemerkt, dass mir das Lesen überhaupt keinen Spaß gemacht hat, also habe ich es gelassen. :D Wenns passiert, dann passiert, aber ich werde mich nie wieder dazu zwingen. :)

    Liebe Grüße
    Anna

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