Bücher · Rezension

[Rezension] Monika Feth: „Der Libellenflüsterer“


kkkMonika Feth/ „Der Libellenflüsterer“
cbt Verlag, 10. August 2015
528 Seiten, Broschiert, 10,99€

 SZ InhaltJettes Freundin Merle ist Tierschützerin mit Leib und Seele. Als sie für einen Artikel zum Thema Tierquälerei recherchiert, wird sie mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert: Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut und Merle kommt einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur…

SZ Meine MeinungMonika Feth, das ist eine Autorin, bei der ich meist gar nicht lange zögere, ehe ich mir eines ihrer Bücher zulege. Als ich jünger war, habe ich die Krimis um Jette und ihre Freunde verschlungen und geliebt. Zwar fand ich die Bücher, je älter ich wurde, weniger spannend, aber fesselnd blieben die Geschichten trotz alledem und besonders gefiel mir schon in vorherigen Teilen, das Arrangement an Figuren und Charakteren, das Monika Feth aufgebaut hat. Alle Personen sind so authentisch (ihre Authentizität leidet einzig und allein unter der Tatsache, dass es doch ziemlich unwahrscheinlich ist, dass dieselben Personen immer und immer wieder in solche Fälle der Schwerstkriminalität hineingeraten, aber darüber kann ich bei solchen Büchern dann irgendwie doch recht gut hinwegsehen) und liebenswürdig, dass ich die Reihe inzwischen eher wegen den Beziehungen der Figuren untereinander und dem ganzen Drumherum liebe, als wegen der potentiellen Spannungsgeladenheit, die mir leider auch bei „Der Libellenflüsterer“ fehlte.

Im Vordergrund steht in diesem Band die eigensinnige Merle, Jettes beste Freundin, die leidenschaftlich für den Tierschutz kämpft und im Tierheim arbeitet. Sie erhält die Möglichkeit, für eine Organisation einen Artikel über exemplarische Fälle der Tierquälerei zu schreiben. Während ihrer Recherchen bleibt sie an einem Fall hängen, der ihr ganz besonders im Gedächtnis hängenblieb, da es sich um den Tod eines Hundes handelte, den sie selber an den Besitzer, der damals freigesprochen wurde, vermittelt hat. Um näher nachzuforschen, was tatsächlich mit diesem Hund geschehen ist, macht sie sich auf eigene Faust auf den Weg zu dem Besitzer des Hundes – der ein dunkles Geheimnis hütet – und das alles natürlich ohne jemandem Bescheid zu sagen. Nun ist es an Jette, die Puzzleteile zusammenzusetzen und Merle hoffentlich rechtzeitig zu finden.

Für mich war bereits von Anfang an in etwa klar, wie diese Geschichte ihren Lauf nehmen wird und wie sie ausgehen wird. Trotzdem war es mir nicht möglich, das Buch zur Seite zu legen, sodass ich es in gerade mal zwei ‚Sitzungen‘ ausgelesen habe – was mich angesichts der Seitenzahl doch irgendwie überrascht hat. Das spricht eindeutig für Monika Feths wunderbaren Schreibstil und insbesondere ihrem Talent, die Geschichte glaubwürdig aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen und miteinander zu verknüpfen – etwas, das mir schon an den vorherigen Büchern von ihr unfassbar gut gefiel.

Ich habe es genossen, erneut in die Welt von Jette, Merle, dem Kommissar und all den anderen sympathischen Figuren einzutauchen und abermals ein, wenn auch recht offensichtliches, Verbrechen gemeinsam mit ihnen aufzuklären. Mit den Jette-Thrillern bin ich irgendwie aufgewachsen, ich lese sie noch heute unfassbar gerne und bin auch dann noch von ihnen gefesselt, wenn schon lange klar ist, wer das Verbrechen begangen hat. Ich bin schon jetzt gespannt, ob es einen weiteren Band geben wird und wenn ja, was in diesem geschehen wird. Für den nächsten Teil wünsche ich mir allerdings definitiv mehr Sendezeit für Jettes Freunde – Ilka, Mike, Luke und Mina kamen meiner Meinung nach nämlich eindeutig zu kurz! Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

Vielen Dank an den cbt Verlag für das Zusenden dieses Rezensionsexemplars!

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5 Kommentare zu „[Rezension] Monika Feth: „Der Libellenflüsterer“

  1. Ich lese dieses Buch im Moment auch :) Genau wie du bin ich auch damit aufgewachsen und habe jeden einzelnen Band verschlungen (meine Mama findet die auch genial). Klar hat jeder Band irgendwie nachgelassen, was ich auch schade fande. Trotzdem liebe ich ihren Schreibstil und suchte die Bücher immer durch und sehne mich nach mehr :D Die Unwahrscheinlichkeit ist wirkich wahr, aber gut, dass Kommissaren nacheinander so grausame Dinge geschehen, wie in anderen Thrillern, ist ja oftmals auch überzogen…
    <3

    1. Ja, genau das gleiche denke ich mir auch immer! Schön, dass es so viele Leute gibt, die mit den Jette-Büchern aufgewachsen sind, irgendwie stoße ich doch oft auf Leute, die von der Reihe noch nicht mal ein Wort gehört haben. :D
      Liebe Grüße und eine tolle Restwoche! :)

  2. Deine Worte im ersten Absatz könnten von mir sein;D Mich begleitet diese Reihe auch schon sehr lange. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass „Der Sommerfänger“ noch ungelesen im Regal steht. Liegt an der hohen Seitenzahl, aber auch an der von dir beschriebenen fehlenden Spannung bzw. die Vorhersehbarkeit. Aber ich finde man spürt auch einfach Monika Feths Herzblut in jedem Buch. Witzigerweise hat meine Mama gerade mit dem „Erdbeerpflücker“ angefangen und ich bin so gespannt, was sie sagen wird;)
    Liebe Grüße

    1. Ja, das ist an den Büchern echt immer ein bisschen schade, dass sie so arg vorhersehbar sind. Uh, da bin ich auch mal gespannt, meine Mama hat die Reihe auch mal gelesen, hat aber nur bis zum dritten Teil durchgehalten und dann abgebrochen, weil ihr einfach die Spannung so sehr gefehlt hat – sie ist aber auch Krimi-/Thrillerleserin durch und durch, während ich selber wirklich selten mal zu dem Genre greife. :D
      Liebe Grüße!

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