Bücher · Persönliches

[Top 5 Wednesday] Favourite Things about Blogging/Bookstagram.


t5wEntdecken

Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber bevor ich Booktube/Bookstagram und all die Bücherblogs im Internet entdeckt habe, habe ich von neuen Bücher nur über vier Wege erfahren: der seltenste Fall war es, dass Mitschüler oder Freunde mir einen Büchertipp auf den Weg gaben, häufiger kam es vor, dass unbekannte Bücher auf dem Geburtstagstisch oder unter dem Weihnachtstbaum lagen. Der Regelfall allerdings war, dass ich stundenlang den aktuellen Bertelsmann- oder Weltbildkatalog durchforstet habe und dort auf der Suche nach neuem Lesestoff war, entsprechende Bücher, die besonders interessant oder spannend klangen, einkringelte und dann darauf hoffte, dass ich sie zu den jeweiligen Anlässen geschenkt bekam. Oder aber, was wohl noch häufiger vorkam, ich ging einfach in die Bibliothek und nahm dort alles mit, was auch nur ansatzweise cool klang oder schön aussah. Mittlerweile hat sich mein Bücherauswahlverhalten extrem verändert und orientiert sich stark daran, was andere Menschen über diese Bücher sagen oder welche Bewertung die jeweiligen Bücher auf Goodreads oder Amazon haben. Auf die Meinung mancher Leute im Internet gebe ich dabei mittlerweile mehr, als auf einen „Bestseller“-Sticker auf dem Cover des Buches. Vor allem dank Instagram und Goodreads bin ich schon auf so viele (wundervolle) Bücher aufmerksam geworden, denen ich sonst wohl keinen Blick gewürdigt hätte, und genau das liebe ich an der Bücher-Community besonders.

Austausch

Ich lese zwar zu meinem eigenen Vergnügen, aber es hat mich schon immer genervt, wenn ich nach dem Leseerlebnis niemanden hatte, mit dem ich das teilen konnte. Meine Schwestern und Freunde lesen zwar gelegentlich, aber einfach nicht in demselben Ausmaß wie ich und oftmals habe ich nach besonders guten/schlechten Büchern das dringende Bedürfnis, mich sofort darüber auszutauschen, Theorien zu entwickeln oder aber einfach ein bisschen Dampf abzulassen. Durch meinen Blog kann ich das zum einen in Form von Rezensionen, noch viel schöner finde ich es allerdings, wenn es zum Austausch innerhalb der Kommentare oder aber auch auf Goodreads oder Instagram kommt. Ich genieße es, verschiedene Meinungen zu hören und dadurch auch selber noch einmal zu reflektieren  – man lernt durch die Gedanken anderer über ein und dasselbe Buch oft noch etwas dazu oder sieht es von einer völlig anderen Perspektive – genau das liebe ich!

Ausgleich

Bloggen bedeutet für mich auch immer Ausgleich vom Alltag. Ich komme zwar längst nicht so oft dazu, wie ich eigentlich möchte (und das wird ab Oktober vermutlich noch seltener, da sich die Zeit, die ich für den Blog übrig habe, ab diesem Zeitpunkt radikal verkürzt), aber es ist eine schöne Auszeit, einfach abzuschalten und nur über Bücher und die anderen schönen Dinge im Leben nachzudenken und zu reden. Schon oft habe ich damit geliebäugelt, meinen Blog zu löschen, einfach, weil ich unzufrieden mit der Unregelmäßigkeit und fehlenden Vielfältigkeit meiner Posts bin, aber andererseits habe ich genau diese Makel bereits tief im Inneren akzeptiert und kann mein eigenes kleines Online-Tagebuch einfach nicht mehr loslassen – auch wenn ich längst nicht so viel Zeit und Kreativität hineinstecken kann, wie ich eigentlich gerne würde.

Community

Ein bisschen hängt dieser Punkt mit „Austausch“ zusammen, trotzdem verdient er seperate Erwähnung: Die gesamte Bücher-Community ist einfach so freundlich, friedlich, sympathisch, bodenständig, liebenswürdig […] Ich fühle mich so gut aufgehoben in diesem Haufen bücherbesessener Leute und bin überwältigt davon, wieviele tolle Menschen dasselbe Hobby wie ich teilen. Teil dieser Community sein zu dürfen ist ein absolut fantastisches Erlebnis und ich liebe es, mit all diesen großartigen Leuten über Bücher zu reden, schwärmen und Neuerscheinungen entgegenzusehnen – das alles macht so unfassbar viel Spaß und ist inzwischen irgendwie auch ein schöner Bestandteil meines Lebens geworden.

Persönlichkeit

Ich bin außerdem der festen Überzeugung, dass das Bloggen mir auch geholfen hat – dabei, mein Schreiben zu verbessern, dabei, mich intensiver mit Büchern auseinanderzusetzen, dabei, genauer hinzusehen und so auch Dinge wahrzunehmen, die mir sonst wohl entgangen wären und ganz besonders auch mein Englisch zu verbessern. Nicht, dass das Bloggen mich jetzt komplett verändert oder zu einem besseren Menschen gemacht hätte, aber ich habe schon das Gefühl, dass dieses Ventil für meine Gedanken und Meinungen wesentlich dazu beigetragen hat, dass ich manche Dinge mittlerweile differenzierter betrachte. Ich glaube darüber hinaus bis heute, dass ich im Deutsch-Abitur damals nur deswegen 15 Punkte bekommen habe, weil das Bloggen (und womöglich auch das viele Lesen) dazu beigetragen haben, meine writing skills zu verbessern – nicht, dass ich perfekt wäre, das will ich damit ganz und gar nicht sagen, aber trotz allem glaube ich fest daran, dass mir das regelmäßige Schreiben im Blog und auch im Tagebuch irgendwie dabei geholfen hat, mehr zu lernen und mich zu verbessern.


Was ist für euch das schönste am Bloggen? Wisst ihr eigentlich noch, weswegen ihr mit dem Bloggen angefangen habt? Ich würde mich freuen, wenn ihr das in den Kommentaren mit mir teilen würdet!

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11 Kommentare zu „[Top 5 Wednesday] Favourite Things about Blogging/Bookstagram.

  1. Mit der Bücherauswahl hast du echt recht, das hat sich bei mir auch radikal verändert. Ich finde es toll, was man alles entdeckt und in welche anderen Lesegenres man sich eventuell auch mal vorwagt, weil es einem empfohlen wird. Ein bisschen vermisse ich aber trotzdem diese Zeiten des total unvoreingenommenen Klappentextlesens im Buchladen oder der Bibliothek und dann der Entschluss, es einfach mal zu probieren. Manchmal kommt das zum Glück noch vor und dann ist es für mich irgendwie ein etwas anderes Leseerlebnis, weil ich eben dazu noch keine Meinung oder Empfehlung im Kopf habe… Was aber nicht heißt, dass ich die andere Form nicht auch mag, die Möglichkeit des Austauschens finde ich da eben besonders toll und dass man mit dem Buch nie „allein“ ist.

  2. Ich habe vor vielen Jahren mit dem Bloggen angefangen, weil ich direkt nach meinem Architekturstudium als junge Mutter keinen Job in meiner Branche fand, der beides miteinander vereinbaren ließ. Durch tausend Umwege habe ich dann einen Bloggerjob gefunden. Jetzt blogge ich sowohl privat, als auch beruflich von meinem Homeoffice aus. Zwischenzeitlich habe ich auch andere Jobs ausgeübt, aber das Bloggen lässt sich am besten für mich als, mittlerweile vierfache Mutter, mit der Familie vereinbaren. ☺

      1. Ja, es ist wirklich toll…auch wenn ich manchmal dichten bißchen traurig bin, dass ich nicht etwas gestalterisches oder zeichnerisches beruflich ausüben kann 😦
        Aber man kann nicht alles haben 😊

  3. Hach, was soll ich dazu noch groß sagen? Dieser Post spricht mir einfach aus der Seele und gerade durch Instagram habe ich so viele gute Bücheraccounts entdeckt, die ich nicht mehr missen möchte!

  4. THIS!! Ich kann mich nur anschließen – ich würde sogar so weit gehen und behaupten dass ich gar nicht so viel lesen würde wie ich es jetzt tue wenn es Bookstagram nicht geben würde.

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com

    1. Kann ich so unterschreiben – ich habe zwar vorher schon viel gelesen, aber gerade seit dem Studium fällt es mir schwerer, Zeit für Bücher einzuräumen. Wenn man dann aber sieht, was für großartige Bücher in der Welt noch so rumschweben, fühlt man sich viel motivierter und wissbegieriger, irgendwie auch, weil man ja mitreden können möchte und weil ja auch was dran sein muss, wenn so viele Leute ein bestimmtes Buch großartig finden. :D
      Liebe Grüße. <3

  5. Makel, pff, sieh das nicht so kritisch! Dein Blog ist spitze so wie er ist. Du postest wann du Zeit hast. Solange der Content gut ist (und das ist er), stört das doch niemanden. Klar, über mehr freuen wir uns immer, aber ich hab leider auch nicht die Zeit den lieben langen Tag Blogs zu lesen, von daher bin ich froh, dass nicht jeder jeden Tag was Neues veröffentlicht ;)

    Ich liebe es auch mich über aktuelle Lektüre auszutauschen. Rezensionen sind mir da oft etwas zu „steif“ oder halt schon zu weit weg. Ich find’s am besten, wenn man sich zu Statusupdates auf goodreads austauscht, weil man das Buch auch gerade liest oder vor Kurzem gelesen hat. Oder eben in kleinen Lesegruppen :) Ich schreibe auch gern mal Leser, die ich etwas besser kenne, an, wenn ich mich dringend über das Ende eines Buches auslassen muss und weiß, dass sie es schon gelesen haben.

    Hmm, wesewegen hab ich mit dem Bloggen angefangen… das ist schon so lange her xD Ich hab damals Bücherblogs gerade neu entdeckt und wollte dann einfach auch so was. Hab vorher eh schon auf goodreads und livejournal meine Meinungen gepostet und dachte mir dann das so ein Blog ja noch viel besser wäre.

  6. THIS.
    Meine Buchkauf- und Leseverhalten hat sich durch Blogs und Bookstagram auch stark verändert. Inzwischen weiß ich welche Blogger ungefähr meinen Lesegeschmack treffen und gebe auf deren Empfehlungen oft mehr als auf Bestsellerlisten und Co. Bei Bookstagram stolpere ich meist dank der Cover über schöne Ausgaben oder interessante Bücher. Missen möchte ich das alles nicht mehr. : )

    Und hey, dein Blog ist super. Nur keine falsche Scheu. ^^

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