Bücher · Persönliches

Bookish/Blogging Confessions


Neulich habe ich noch mit missbookiverse darüber geschrieben, dass so ein „Blogger’s Confessions“ Post doch mal total lustig wäre und als ich gerade nochmal darüber nachdachte und mir sofort ein paar Punkte eingefallen sind, dachte ich, ich mache tatsächlich mal einen ehrlichen Post darüber, was mir beim Bloggen/social networken schwer fällt.

conf1. Ich beurteile Bücher nach ihrem Cover.

Das ist eigentlich die erste Regel, wenn es um Bücher geht, oder? Don’t judge a book by it’s cover – und dennoch tue ich es immer und immer wieder. Womöglich ist das wirklich komplett oberflächlich, aber in meinen Gedanken macht das regelmäßig Sinn: Wenn schon nicht das Cover schön aussieht und mich irgendwie anspricht, wie soll der Inhalt mich dann bitte überzeugen? Wenn ein Cover mir nicht gefällt ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich das Buch tatsächlich in die Hand nehme und mir den Klappentext näher durchlese, wirklich sehr gering, das gebe ich zu. Zwar spielen noch mehr Faktoren mit hinein – wer hat das Buch geschrieben, klingt der Titel wenigstens schön, habe ich es schon mal auf Bookstagram/Booktube etc. gesehen – aber einen ersten Eindruck hinterlässt eben schon das Cover. Allerdings ist es auch nicht so, dass ich Bücher, nur weil sie in meinen Augen nicht ansprechend gestaltet sind, komplett meide – ich bin halt nur ein klitzekleines bisschen voreingenommener.

2. Ich hab ein ernsthaftes Bücherkaufproblem.

Okay, dieses Geständnis sollte hier niemanden überraschen. Fakt ist, dass ich allein in diesem Jahr gar nicht zusammenzählen möchte, wieviele Bücher ich schon gekauft und wieviel Geld ich ausgegeben habe. Fakt ist auch, dass ich daran dringend etwas ändern muss – irgendwelche book buying bans oder tbr-Pläne helfen bei mir schon lange nicht mehr, weil ich mich einfach nicht daran halte, deswegen versuche ich auch gar nicht mehr, mir irgendwelche Verbote oder ähnliches aufzuerlegen, aber ein bisschen zur Vernunft kommen muss ich schon. Nicht nur wegen des finanziellen Aspektes, sondern gerade auch, weil mir der Raum für noch mehr Bücher fehlt und ich auch gar nicht die Zeit habe, diese Massen an Büchern zu lesen.

3. Ich schreibe meine Rezensionen immer unstrukturiert.

Sich Post-its an schöne Stellen im Buch kleben? Fleißig Notizen in ein kleines Heftchen schreiben, um bei der Rezension auch keinen Aspekt zu vergessen? Schon während des Lesens überlegen, wie man was schreiben könnte und welche Einleitung wohl passend wäre? Gibt’s bei mir nicht. Ich lese und erst danach mache ich mir Gedanken darüber, wie ich was jetzt in die Rezension reinstecken könnte. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich oftmals unzufrieden mit meinen Rezensionen bin, denn ich bin einfach zu unstrukturiert, vergesse haufenweise Dinge, die ich eigentlich unbedingt mit hineinschreiben wollte und habe vor allen Dingen Probleme damit, typische Rezensionspunkte (wie z.B. Einstieg, Schreibstil, Charaktere, Plot) mit in die Rezension einzubinden. Das können andere wirklich viel besser.

4. Ich bin furchtbar schlecht im Kommentieren.

Die Blog-Community lebt von Kommentaren. Ich liebe es oftmals nicht nur, mir einen Blogpost durchzulesen, sondern werfe auch stets einen Blick in die Kommentarsektion, um mir die Gedanken anderer durchzulesen – nur füge ich selten meinen eigenen Senf hinzu. Warum? Ich weiß es nicht. Oftmals habe ich das Gefühl, nichts wirklich beitragen zu können außer „Interessante Gedanken“ oder „Danke für diese tolle Rezension, das Buch muss sofort auf meine Wunschliste“ und irgendwie fühlt es sich nach einer Zeit einfach blöd an, immerzu das gleiche unter die Posts anderer Blogger zu schreiben. Und ehrlich gesagt – manchmal bin ich auch schlichtweg zu faul, um irgendetwas zu kommentieren. Falls es ein Geheimrezept gibt, wie man öfter und vor allen Dingen auch weniger oberflächlich kommentieren kann lasst es mich bitte wissen – das ist echt so eine Sache, an der ich arbeiten will, seitdem ich mit dem Bloggen angefangen habe, aber ich halte es auf Dauer einfach nie durch.

5. Gehypte Bücher machen mich oft nervös.

Es gibt sie ja an jeder Ecke, diese Bücher-Hypes, Massenhysterie, wenn ein neuer Teil einer gehypten Serie erscheint und appreciation-Posts, in denen Bücher in den Himmel gelobt werden, die man schon drölfzigmal auf Instagram und Goodreads gesehen hat, aber selber noch nicht gelesen hat. Gelegentlich gehen Hypes unbemerkt an mir vorbei und ich bekomme sie gar nicht so sehr mit – jedenfalls war das früher meistens so – aber inzwischen kann auch ich ihnen nicht mehr entgehen und fühle mich seltsamerweise immer nervös, wenn ich eines dieser gepriesenen Bücher noch nicht gelesen habe. Woher die Nervosität rührt weiß ich selber nicht so genau – vielleicht, weil mit jeder lobenden Stimme, die dazu kommt, der Druck steigt, es auch unbedingt lesen zu müssen und gleichzeitig die (unbegründete) Angst aufkommt, dass es ja aber auch sein kann, dass man mit viel zu hohen Erwartungen an das Buch herangeht (gerade weil ja scheinbar jeder dieses Buch abgöttisch liebt) und man dann total enttäuscht ist.

6. Fast alle meine Instagram-Bilder sind total inszeniert.

Das dürfte wohl auch nicht das größte Geheimnis sein, trotzdem wurmt es mich irgendwie. Kaum eines meiner Bilder ist wirklich aus einer Situation heraus gemacht worden, meist habe ich alles absichtlich besonders ’schön‘ (ist ja auch Ansichtssache) zusammengestellt oder mir wenigstens vorher einige Gedanken darüber gemacht, was man denn noch so ins Bild schmeißen kann, damit es irgendwie ’schöner‘ aussieht. Immer ganz vorne mit dabei sind bei mir Decken, um Bücher darauf zu platzieren, irgendwelche künstlichen Pflanzen, die das Bild optisch aufpimpen sollen und das ein oder andere Getränk (vorzugsweise Tee), um das Selbstbild einer teeverliebten Bücherverrückten aufrechzuerhalten. Daneben noch irgendein fesches Lesezeichen und voilà – mein „wie-mache-ich-meine-Instagram-Bilder“-Geheimnis ist gelüftet.

7. Ich habe ernsthafte Kreativitätsprobleme.

Auch keine Überraschung, schließlich wird gerade das auf meinem Blog deutlich – ich weiß, ich bin ständig am meckern über meinen Blog und das, obwohl ihr, also meine Leser, euch eigentlich selten beschwert, aber irgendwie bin ich trotz allem unzufrieden mit allem, besonders mit meinem Content. Ich möchte, dass mein Blog einen Wiedererkennungswert hat, dass er nicht nur ‚einer von vielen‘ ist, sondern irgendwie hervorsticht, aber das kann ich weder mit meinen mittelmäßigen Rezensionen erreichen noch mit den anderen Posts, die ich (viel zu selten) schreibe und die alles andere als abwechslungsreich sind. Andererseits fällt mir aber auch einfach nichts spannenderes ein – ich weiß nicht, was und worüber ich sonst schreiben könnte und das wurmt mich schon irgendwie.

8. Ich kaufe den Großteil meiner Bücher online.

„Support your local bookstore“ – würde ich ja gerne, aber es fällt mir wirklich schwer. Zum einen, weil ich nun mal mit einem Studentenbudget lebe, das es mir nicht gerade erlaubt, immer nur neue Bücher zu kaufen, zum anderen, weil es online einfach so viel bequemer ist. Ich kann ganz gemütlich die Version heraussuchen, die ich möchte und muss nicht durch fünf verschiedene Läden hetzen, um dann immer noch enttäuscht zu sein, weil es die Auflage, die ich haben möchte, einfach nicht gibt. Gutscheincodes, Amazon Warehousedeals und Gebrauchte Bücher machen es mir einfach so viel leichter, mein Geld besser aufzuteilen und die Bücher zu kaufen, die ich wirklich haben möchte. Ich lebe zwar in Berlin aber gerade weil ich auch immer mehr auf Englisch lese ist es selbst hier nicht so einfach, die Bücher, die man haben möchte, zu finden. Und wenn man dann noch Preis im Buchladen mit dem Online-Preis vergleicht – da kann man einfach nicht standhaft sein, jedenfalls nicht, wenn man nur begrenzt Geld zur Verfügung hat. Finde ich.

9. Ich würde so gerne öfter rereaden.

Wie oft stand ich vor meinem Regal und dachte mir, wie gerne ich dieses oder jenes Buch mal wieder lesen würde. Wie oft habe ich es tatsächlich getan? Ungefähr nie. Und warum nicht? Weil ich ein total schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich rereade – schließlich habe ich gefühlt hundert ungelesene Bücher im Regal, die ich eigentlich genauso gerne lesen würde und es würde unnötige Lesezeit kosten, Bücher, die ich doch sowieso schon kenne, nochmal zu lesen, statt neue Welten zu erkunden. Eigentlich schade – ich habe mir schon regelmäßig vorgenommen, meine Lieblingsbücher nochmal zu lesen, aber wenn ich mich dann wirklich mal dazu aufraffen möchte, denke ich mir doch wieder, dass ich lieber etwas ungelesenes in die Hände nehmen könnte – ich komme ja eh schon kaum hinterher mit meinem tbr-Stapel und überhaupt.

10. Manchmal werde ich neidisch.

Neid ist hässlich und es ist auch nicht so, als würde ich permanent damit beschäftigt sein, auf andere Blogger/Instagramer eifersüchtig zu sein, aber insbesondere wenn es um die sogenannten ARC (‚advanced reader copies‘, also Bücher, die vor der Veröffentlichung bestimmten Lesern kostenlos zur Verfügung gestellt werden) bekomme ich gelegentlich grüne Augen. Um es klarzustellen: Ich missgönne es absolut niemandem (!) diese ARC zu erhalten, im Gegenteil freue ich mich, dass es rein theoretisch die Möglichkeit gibt, früher an die Ausgabe eines neu erscheinenden Buches zu gelangen, aber bei einigen Büchern weine ich schon innerlich, wenn ich weiß, dass andere es schon lesen durften, während ich mich gedulden muss – insbesondere bei „Six of Crows“ war das der Fall – ich habe das Buch schon Monate vorher so unfassbar oft auf diversen Youtube-Kanälen, Blogs und Instagram-Accounts gesehen, dass ich vor Neid fast erblasst bin, weil ich selber die Veröffentlichung des Buches kaum erwarten kann. Hach ja.


Ich fände es superspannend, von euren kleinen Geständnissen in Bezug auf das Bloggen/Bücher zu hören! Vielleicht ist es euch ja sogar auch einen eigenen Post wert? Wenn ja verlinkt ihn mir gerne in den Kommentaren, ich bin so gespannt darauf, was für ‚Geheimnisse‘ andere Blogger so hüten. :D

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21 Kommentare zu „Bookish/Blogging Confessions

  1. Wow dieser Post gefällt mir wirklich gut! :)
    Und ich kann dir eigentlich bei allem nur zustimmen. Besonders beim rereaden! Ich greife dann doch immer zu einem neuen Buch… es gibt halt so viele :D
    Ich glaube ich überlege mir auch ein paar confessions :)

  2. Deine Antwort auf den ersten Punkt könnte ich mit „copy and paste“ genau so übernehmen. Ich bin exakt wie du was Cover angeht. Leider?!… :D

    Ich versuche im Moment wieder häufiger in Buchläden zu gehen und dort auch wirklich zu kaufen. Oft bin ich nur zum Stöbern hin und habe dann bei Amazon bestellt. Macht Sinn? Nö, nicht wirklich, denn eigentlich hatte ich das Buch ja schon in der Hand. Na ja, ich gelobe Besserung. Zumindest versuche ich es. Aber bei fremdsprachigen Büchern macht es überhaupt keinen Sinn sie im Laden zu kaufen, dass hat mir sogar mal eine Fachkraft gesagt. Die Läden können einfach nicht mit Amazon, etc. mithalten, da diese viel höhere Stückzahlen anfordern und damit bei fremdsprachigen Büchern einen niedrigeren Preis anbieten können. Von daher wäre man irgendwie blöd, diese im Laden zu kaufen.

    Ich werde mir auch mal ein paar Gedanken machen und falls ich so einen Beitrag schreibe, verlinke ich ihn hier für dich.

    Lieben Gruß,
    Sandra

  3. Oh, Gott. Dieses Problem mit dem Kommentieren ist bei mir auch übel stark ausgeprägt!
    [Und weil dem so ist, habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Es tut mir leid. :DD]

  4. „The Secret History“ habe ich zum Glück auch schon auf meinem SuB :) Hab aber mittlerweile so viele begeisterte Meinungen darüber gehört und gelesen, dass es mir damit ein bisschen so geht, wie dir in Punkt 5. Selbst die Verkäuferin im Laden meinte zu mir, dass das ein wirklich gute Wahl ist und ich hab einfach ein bisschen Angst, dass ich mir mit der Zeit total übersteigerte Erwartungen aufgebaut habe.
    Abgesehen davon erkenne ich mich in fast all deinen aufgeführten Punkten wieder, nur dass die meistens bei mir wahrscheinlich ein bisschen schwächer ausgeprägt sind – bin aber auch weniger in die Social-Media-Bücherszene integriert und krieg somit nicht gar so viel mit.

    Übrigens habe ich hier den Ausdruck „grüne Augen bekommen“ zum ersten Mal gelesen und habe mich als grünäugiger Mensch sofort gefragt, ob das tatsächlich eine geläufige Redewendung ist :D

    Liebe Grüße

    1. Ahhh, du hast recht, ich glaube, im Deutschen gibt es diese Wendung gar nicht, sondern man sagt eher allgemein, man wird grün vor Neid. Ich weiß gerade auch gar nicht, wie ich darauf gekommen bin, ob das aus dem Englischen oder Französischen kommt und ich es einfach ins Deutsche übertrageb habe? Muss ich gleich mal schauen, haha. :D

  5. Die Idee zu dem Blogpost ist total cool! Vielleicht setze ich mich da auch mal dran. Wobei ich mich schon in allen deiner 10 Punkte wieder erkenne.
    Das mit dem Rereaden finde ich auch sooo schade! Aber ich schaue mir dann immer die ganzen noch nie gelesenen Bücher an und lese dann doch lieber die. Zu Weihnachten wünsche ich mir aber die Bloomsbury-Edition von Harry Potter und dann wird immerhin diese wundervolle Reihe noch einmal gelesen. :)
    Deutsche Bücher kaufe ich eigentlich immer in der Buchhandlung aber gerade bei englischen, ist es eben wirklich übers Internet viel günstiger. Letztens habe ich dann auch mal ein englisches bestellt und es hat einfach 15 (!) Wochen gebraucht, um hier anzukommen. Das war dann mein erster und letzter Versuch, eins dort zu bestellen. :D

    Und hab kein schlechtes Gewissen wegen deiner Instagram-Fotos. Sie sind dafür wirklich alle wunderschön und ich freue mich immer, wenn du postest. :)

    Hab ein schönes Wochenende!
    Anabelle

  6. Natürlich beurteilt man Bücher nach dem Cover, ich finde da überhaupt nichts Schlimmes dabei. Immerhin ist es in der Regel das Erste was man sieht (evtl. vorher noch den Buchrücken) und hier muss man beim Verlag ganze Arbeit leisten um dafür zu sorgen dass man dann auch das Buch umdreht und den Text auf der Rückseite liest. Es geht natürlich auch anders, siehe die von mir geliebten Bücher der Bibliothek Suhrkamp oder der Edition Suhrkamp. Oder Reclam. Hier stehen Minimalismus und Verlagsidentität an erster Stelle. Das hat dann einen besonderen Reiz für mich.

    1. Ja, irgendwie stimmt das schon, aber trotzdem urteile ich, was das Cover betrifft, einfach zu vorschnell und sehe mir manchmal nicht einmal den Buchklappentext an, weil mich das Cover so abschreckt, obwohl das ‚Innere‘ ja eigentlich nicht abhängig vom Cover ist. Irgendwo ist das ja auch immer Geschmackssache. Die einheitlichen Bücher von Suhrkamp oder Reclam finde ich auch toll, ganz besonders gefällt mir auch immer die Covergestaltung von Diogenes, weil es einfach so hell und simpel und trotzdem schön ist. :D

      1. Mir gefallen die Cover von Diogenes auch immer aber ich muss zugeben dass ich kein einziges Buch von diesem Verlag besitze. Und das obwohl es dort einiges gibt was mich durchaus interessiert. Aber ich finde die Bücher da schlichtweg zu teuer, Taschenbücher die 12 Euro kosten kaufe ich mir schon aus Prinzip nicht, vor allem wenn ich sie von einem anderen Verlag für deutlich weniger bekomme. Bei Suhrkamp fühle ich mich einfach am wohlsten, sowohl was Gestaltung, Preis und natürlich auch die Autoren betrifft. Reclam ist halt preislich unschlagbar aber die kleinen Bücher sind wegen der Schriftgröße nichts was ich dauernd lesen kann. Was ist eigentlich dein Lieblingsverlag?

      2. Ja, das stimmt, Bücher vom Diogenes-Verlag habe ich auch noch nie neu gekauft, sondern ausschließlich auf Flohmärkten oder in Buchantiquariaten, weil sie mir selbst auf Medimops oftmals zu teuer sind. :D Einen richtigen Lieblingsverlag habe ich eigentlich gar nicht, jedenfalls fällt mir spontan gerade keiner ein, ich mag eigentlich – so lange das Buch schön gestaltet ist – alle Verlage ganz gerne. :D

  7. Ach, wie cool, dass du das wirklich gemacht hast xD Ich hab es auch in meiner Blog-Ideen-Liste stehen. Mal schauen, ob ich das irgendwann noch mal vorkrame ;)

    Ich glaube in Punkt 1 sind wir fast alle schuldig. Ich meine, so funktioniert das ja nun mal auch. Es gibt ja nicht umsonst so viele verschiedene Cover. Die sollen zum Zugreifen animieren und im besten Fall das andeuten, was man vom Inhalt erwarten kann (also Romantik oder Humor etc.).

    Hast du es mit dem Bücherkaufen mal so versucht, dass du erst eins kaufst, wenn du eins gelesen hast? Ich weiß, das ist auch ein wenig Verbotsplan, aber es ist nicht so streng wie 3 lesen und dafür eins kaufen. Du baust auch nichts ab, aber vielleicht kannst du dich so besser zügeln. Und natürlich Schnäppchenseiten vermeiden. Mir hilft ja auch immer eine Wunschliste schreiben. Danach lässt der Drang das Buch besitzen zu müssen direkt ein bisschen nach. Du könntest dir dann eine Frist setzen, z.B. bis Ende des Monats und dann mal abchecken, ob du alle Bücher von der Liste immer noch ganz dringend kaufen möchtest oder ob das nur so eine Hypephase war.

    Pssst, ich find’s total langweilig, wenn Rezensionen fleißig Stil, Charaktere, Handlung usw. abarbeiten. Manchmal kann man zum Stil eben auch nichts Neues sagen, der war gut, aber nicht herausragend. Ich finde übrigens, dass man deinen Rezensionen überhaupt nicht anmerkt, was du da von hinter den Kulissen beschreibst :)

    Gehaltvolle Kommentare zu schreiben, finde ich auch oft schwer. Ich find’s gut, wenn ein Blog auch gewisse Like-Funktionen hat. Dann kann man den Verfasser wissen lassen, dass man seinen Post gelesen hat und gut fand, nur eben nichts weiter hinzuzufügen hätte.

    Und dass die meisten Instagram-Bilder total gestellt sind, überrascht sicher keinen. Ich glaube, ich würde es auch nicht anders wollen. Ich schaue mir lieber diese tollen aufpolierten Bilder in meinem Feed an als unterbelichtete Schnappschüsse :P

    So, äh, meine Geheimnisse spare ich mir jetzt mal, der Kommentar ist schon lang genug ;D

    1. Uhhhh, danke für diesen mega Kommentar! Ich fände es echt toll, auch von dir nochmal so einen Blogpost lesen zu dürfen, ich habe irgendwie sogar genug Punkte zusammengesammelt, dass ich einen zweiten Teil dazu machen könnte, haha. :D
      Das mit dem ein Buch lesen, ein neues kaufen habe ich bisher noch nie gemacht, jedenfalls nicht bewusst – mein Problem ist oftmals ja auch, dass ich elendig lange jedes Schnäppchen auf Medimops zusammensuche, was mich auch nur ansatzweise interessieren könnte, und dann schlussendlich sieben Bücher für 20€ kaufe – anstatt lieber nur eines oder zwei neu zu kaufen, die ich wirklich UNBEDINGT haben möchte. Dazu kommen dann noch permanente Rabattaktionen von Thalia oder Amazon Warehousedeals – ich kann günstigen Angeboten einfach nur so schwer widerstehen, da muss ich echt mal dran arbeiten. Ich habe sogar eine Wunschliste – eigentlich sogar mehrere, aber ich habe mir vor einigen Monaten eine Liste mit Büchern geschrieben, die oberste Priorität haben und am ehesten noch in diesem Jahr gekauft und gelesen werden sollten, aber irgendwie fällt es mir einfach zu schwer, mich ausschließlich daran zu halten. Dann sieht man auf Goodreads noch ein neues Buch oder auf Instagram und schon fügt man wieder neue Bücher hinzu und ach, es ist echt verflucht, ich wünschte mir, ich würde nur einen Funken Disziplin besitzen. :‘)

      1. Also ich würde sagen, dann musst du dringend Medimops in deinem Browser blockieren ;) Bringt ja auch nix, wenn man ganz viele Bücher kauft, die man „irgendwann mal“ lesen will, davon hast du bestimmt schon ganz viele im Regal und liest nur ganz selten eins davon. Nicht vergessen, vorm Bestell-Button immer noch mal einen laaangen Blick ins Regal werfen ;)

  8. Hi

    Ich war gerade Stöbern und habe daruch deinen Blog entdeckt – zum Glück. Dieser Post gefällt mir richtig gut, schön das du so verdammt ehrlich sein kannst.

    In vielen dieser Punkte erkenne ich mich wieder – zum Beispiel beim Blogdesign und Wiedererkennungswert. Das ist bei mir so eine richtig üble Sache, denn irgendwie gefällt mir mein Blog nie. Egal was ich mache, das Design, meine Posts, nie ist es genug. Und dabei möchte ich doch wirklich gute Rezensionen schreiben und meinen Lesern etwas bieten, dass sie sonst nirgendwo so finden. Eigentlich ziemlich wie du, oder?

    Ich weiss nicht, ob sich dieses Gefühl irgendwann von selbst setzen wird und wir (ich) meinen Blog dann richtig gut finde, oder zumindest mal so akzeptiere, wie er ist. Bis dahin wird sich mein Design höchstwahrscheindlich noch 1000 Mal ändern, genau wie meine Beiträge.

    Puh und jetzt kommts: Kreativitätsproblem! Ich hoffe mein Freund liest diesen Beitrag jetzt nicht, sonst würde er „nicht schon wieder“ schreien… Ich bin einfach nicht kreativ. Ich versuche es ja wirklich, nur leider bin ich oft zu faul. Jup, einfach zu faul. Es gurkt mich, ein Bild zu malen oder etwas selbst herzustellen. Trotzdem versuche ich es immer wieder. Wieso? Keine Ahnung, vielleicht weil es mir Spass macht, vielleicht, weil ich mich selbst vom Gegenteil überzeugen will.

    So, nun zum Schluss, ansonsten texte ich dich noch komplett voll. Deine Liste gefällt mir und ich finde die Idee klasse. Vielleicht werde ich diesen Post auch auf meinem Blog veröffentlichen.

    Liebe Grüsse, deine neue Leserin Andrea

  9. Das mit den Confessions ist echt schwierig. Ich glaube bei den meisten Sachen geht es mir genauso wie dir, auch wenn ich eigentlich recht gut im Kommentieren hinter her komme. Oftmals lasse ich es aber irgendetwas zu kommentieren, wenn schon 100 andere etwas dazu geschrieben haben. Oftmals gerade wenn die Bloggerin auf Kommentare auch nicht antwortet. Was so die Lesegeheimnisse angeht… ich bin immer neugierig, wieso ein Buch gehyped wurde und glaube das ein Buch deswegen auch gut seiin muss. (Das es nicht immer so ist, sehen wir ja an FSoG oder diesen Anna Todd After Büchern.) Ich will manchmal gerne einen Streit vom Zaun brechen wenn jemand Bücher, die ich schlecht fand, gut rezensiert hat. Dann musss ich immer ein paar Mal tief durchatmen, bevor ich demjenigen noch schreibe, wieso er so falsch lag :D
    Manchmal, gerade wenn das Buch von einer Autorin ist, die immer das Gleiche schreibt, überspringe ich ganze Absätze ./////.
    Liebe Grüße,
    Susanne

    1. Das kommt mir auch bekannt vor, dass ich es immer gar nicht verstehen kann, wenn andere Leute ein Buch, das ich grausig schlecht fand, bis in den Himmel loben. Ich frage mich dann richtig oft, ob wir wirklich das gleiche Buch gelesen haben oder ob andere vielleicht einfach weniger kritisch mit dem Buch umgingen bzw. in dem Roman auf andere Punkte mehr Wert legen.:D

  10. In vielen Punkten geht es mir genauso wie dir. Unter anderem auch bei der Sache mit den Kommentaren. (Aber naja, ich versuch’s mal, wie du siehst^^)
    Übrigens gefällt mir dein Blog wirklich gut. :)

    lg,
    Isa

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