Bücher

[Lesemonat] September


Der September war nochmal ein recht erfreulicher Lesemonat für mich und das ist auch ganz gut so, weil ich gekauft habe was das Zeug hält und das kaufen ist nur dann nicht so furchtbar schlimm, wenn man wenigstens auch ein paar der ungelesenen Bücher im Regal zu den gelesenen sortieren kann. Insgesamt habe ich acht Bücher [3315 Seiten] gelesen, was für meine Verhältnisse wirklich hervorragend ist – und es war noch nicht mal eine Enttäuschung dabei! Wieviele Bücher ich im Gegenzug gekauft habe, wollt ihr gar nicht wissen…Aber vielleicht mache ich trotzdem noch einen „September Bookhaul“ Post, irgendwie gab es das schon viel zu lange nicht mehr auf meinem Blog, andererseits weiß ich auch nie so wirklich, wie sehr das euch Leser interessiert. Für Oktober gilt jedenfalls: Mehr lesen als kaufen und ich hoffe, das lässt sich wenigstens einmal in diesem Jahr realisieren…

 Jo Baker „Im Hause Longbourn“ [Rezension]:
Eine allseits bekannte Geschichte mal aus einem vollkommen anderen Blickwinkel wahrnehmen – „Im  Hause Longbourn“ spielt im Zuhause der Bennetts, die uns allen aus „Stolz und Vorurteil“ bekannt sein sollten, nur konzentrieren wir uns hier nicht auf die fünf Mädchen, die (mehr oder weniger) verzweifelt versuchen, passendes Heiratsmaterial zu finden, sondern bekommen einen Einblick treppabwärts, wie es bei den Dienstboten so zugeht. Mir hat dieser Szenenwechsel unglaublich gut gefallen, schon allein die Idee ist total innovativ, weswegen ich auch 4 von 5 Sternen vergeben habe.

David Levithan „Another Day“:
„Every Day“ war im vergangenen Jahr eines meiner absoluten Highlights gewesen und auch „Another Day“ konnte mich wieder daran erinnern, weshalb mir die Geschichte so gut gefallen hat. Allerdings schwebte beim Lesen im Hinterkopf permanent die Frage, ob diese Fortsetzung wirklich notwendig war, denn wirklich etwas zur Geschichte, wie wir sie aus „Every Day“ kannten, wurde nichts hinzugefügt. Es ließ sich toll lesen, Rhiannons Gedanken waren teilweise spannend, teilweise aber auch etwas oberflächlich und ich wünschte mir, sie hätte sich mit einigen Baustellen in ihrem Leben noch intensiver auseinandergesetzt. Trotzdem war das Buch okay, es ließ sich wunderbar lesen, weswegen es 3 von 5 Sternen gab.

Jojo Moyes „Ein Bild von dir“:
Eigentlich würde ich mich schon als Jojo Moyes Fan outen, irgendwo auch gerade deswegen, weil ich bisher alle ihre Bücher in einem Rutsch durchgelesen habe. Sie sind unfassbar gut geschrieben und auch Moyes‘ Ideen gefallen mir eigentlich immer ziemlich gut. An diesem Buch fand ich gerade den Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielte, besonders interessant, während mir die Erzählung aus der Gegenwart teilweise leider etwas zu zäh und schwerfällig vorkam. Die Charaktere hätte man auch ein wenig schärfer umreißen können – auf über 500 Seiten wäre das durchaus drin gewesen – aber dadurch, dass mir der Gesamtroman von der Idee ziemlich gut gefiel, gab es 3.5 von 5 Sternen.

Marissa Meyer „Fairest“:
Bevor „Winter“ jetzt bald erscheint (ich glaube allerdings, ich werde auf die deutsche Ausgabe warten) wollte ich unbedingt noch die Hintergrundgeschichte von Levana gelesen haben und ich bereue es nicht. Das Buch ist sehr kurz, aber hält so einige Überraschungen bereit und auch wenn ich Levana immer noch nicht leiden kann, so kann ich ihr Handeln mittlerweile wenigstens nachvollziehen und verstehe generell die Geschehnisse aus den Lunar-Chroniken etwas besser. Besonderer Pluspunkt auch, dass man bereits in diesem Buch Winter, die ja offensichtlich im vierten Teil der Reihe eine etwas tragendere Rolle spielen wird, kennenlernt. Daher habe ich hier 4 von 5 Sternen vergeben.

Ransom Riggs „Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children“/“Hollow City“:
Zu beiden Büchern möchte ich eigentlich gar nicht so viele Worte verlieren, da ich noch eine Rezension zur kompletten Reihe plane, sobald ich auch „Library of Souls“ gelesen habe, aber so viel vielleicht schon mal: Ich habe das Lesen sehr genossen und die Charaktere sind mir wirklich ans Herz gewachsen! Dem ersten Band habe ich 4.5 von 5 Sternen verliehen, der zweite bekam 4 von 5 Sternen.

Paullina Simons „The Bronze Horseman“ [Rezension]:Ich kann gar nicht mehr so viel dazu sagen, außer, dass dieses Buch es definitiv in meine All-Time-Favourites geschafft hat und ich es jetzt schon kaum erwarten kann, die Fortsetzungen zu kaufen und weiterzulesen. Eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art, ich kann noch immer einfach nicht aufhören, an die Geschichte der beiden zu denken und allein das ist ein wirklich gutes Zeichen – es ist einfach ein Buch, das im Gedächtnis hängen bleibt! Eindeutig 5 von 5 Sternen!

Haruki Murakami „Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah“ [Rezension]: Murakami ist einfach einer meiner allerliebsten Autoren und das war mir schon klar, nachdem ich vor einigen Jahren zum ersten Mal in eine Sammlung seiner Kurzgeschichten eintauchte und auch mit diesem Band wurde mir wieder einmal klar, wieso das so ist. Keiner ist so wortgewandt, kreativ, bodenständig und surreal wie er. Da mir aber einige dieser Kurzgeschichte ZU kurz waren, habe ich „nur“ 4 von 5 Sternen vergeben.

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6 Kommentare zu „[Lesemonat] September

  1. Schöner Lesemonat, Liesa! :) Ich weiß noch, nach Bronze Horseman hatte ich ein furchtbar schlimmes Lesetief. Hollow City steht bei mir diesen Monat auch auf den Plan, aber bin mir nicht sicher, ob ich all die Bücher schaffen werde, die ich mir vornehme :’D Und Winter kommt ja bald raus, schon ganz verdrängt, haha. Schönen Abend :)

  2. The Bronze Horseman hatte ich ein halbes Jahr von meiner Oma ausgeborgt, aber die dicke dieses Buches hat mich so abgeschreckt. Auch lese ich nicht so oft historische Romane, deswegen habe ich es ihr nun wieder zurück gegeben. ^^ Und jetzt ärgere ich mich wieder, weil alle anscheinend dieses Buch lieben. Ist es wirklich so gut?
    Liebe Grüße,
    Sarah

    1. Da muss ich gestehen, ging es mir ähnlich – das Buch ist einfach so dick! Ich habe es trotz allem unheimlich schnell ausgelesen (innerhalb von drei Tagen), weil es unglaublich gut geschrieben ist und man einfach die ganze Zeit wissen MUSS, wie es denn nun weitergeht! Mir hat es wirklich richtig gut gefallen, auch wenn ich der Meinung bin, die Autorin hätte insbesondere den Mittelteil etwas kürzer fassen können, da dort kaum etwas passierte, aber trotzdem, es ist einfach ein ganz anderes und wirklich schönes Buch und das sage ich, obwohl ich normalerweise auch nicht gerade der größte Fan von historischen Romanen bin. Es lohnt sich wirklich, da mal reinzulesen, ich kann es dir jedenfalls nur empfehlen!
      Liebe Grüße
      Liesa

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