Bücher

[Lesemonat] Oktober


oct

Stephen King „Cujo“: Es ist wirklich entsetzlich lange her, seitdem ich etwas von Stephen King gelesen habe und daher ist „Cujo“ eine dieser Regalleichen gewesen – ich hatte es irgendwo einmal supergünstig gesehen, fand den Buchklappentext ganz interessant und nahm es deswegen mit nach Hause, nur um es in die hinterste Regalecke zu stopfen und nie wieder herauszunehmen. Dank Sarahs Stephen King Month, erinnerte ich mich dann an die Existenz dieses Büchleins, kramte es wieder hervor und ließ mich von der Geschichte gefangen nehmen. Während die ersten paar Seiten eher schleppend und verworren waren, konnte ich „Cujo“ spätestens nach der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen und war gefesselt von den Spannungsbogen, den King meisterhaft aufrechterhalten hat. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall wieder öfter nach seinen Büchern Ausschau halten, denn „Cujo“ hat bei mir für Lust auf mehr solch packender Bücher gemacht. 4/5 Sternen

Lemony Snicket „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse #04: Die unheimliche Mühle“: Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, konnte mich Band 4 der Reihe um die Baudelaire-Geschwister nicht ganz so gefangen nehmen, wie gewohnt. Irgenwie fehlte es mir in diesem Buch an der notwendigen Portion Spannung und gerade beim Ende habe ich mich kurz geschüttelt und mich gefragt, ob dieses Buch wirklich ein Kinderbuch ist. Ich habe aber schon hohe Erwartungen an den fünften Band und ich hoffe sehr, dass ich ihn in nächster Zeit irgendwo günstig schnappen kann – ich habe das Gefühl, bei der Reihe werden die Bücher von Band zu Band teurer. 3/5 Sternen

Carlos Ruiz Zafon „Marina“: Zafon versteht etwas davon, mysteriöse und irgendwie schauderhafte Settings aufzubauen und mit eigensinnigen und (un-)sympathischen Charakteren zu füllen – so auch bei „Marina“. Trotz allem ging mir in diesem Buch alles etwas eine Spur zu schnell – gerade im Vergleich zu „Der Schatten des Windes“, der in meinen Kopf irgendwie permanent präsent war, geschah mir alles zu schnell hintereinander weg, war alles zu unkompliziert und rasch, sodass ich kaum Zeit hatte, mich wirklich in die Geschichte einzufinden. Die Originalität und Wortgewandtheit des Autors machen dies wieder wett, ich hätte mir trotzem ein entspannteres Erzähltempo gewünscht. 4/5 Sternen

Louise O’Neill „Only Ever Yours“: „Only Ever Yours“ wird auf der Titelseite mit den Worten „The Handmaid‘ Tale meets Mean Girls“ angepriesen und genau diese Mischung bekommt man auch geboten, wenn auch mehr „Mean Girls“ als „The Handmaid’s Tale“. Es ließ sich unglaublich schnell weglesen und ich hatte auch stets das Bedürfnis, wissen zu wollen, wie es denn nun weitergeht, aber trotz alledem hätte das Buch um einiges kürzer sein können, wenn sich einige Szenen nicht hunderte Male wiederholt hätten. Ja, nach dem dritten Mal lesen habe ich verstanden, dass sich die Mädchen lediglich über ihr Aussehen und Gewicht identifizieren, sich alle zu dick finden und Lästereien zur Tagesordnung gehören und irgendwann wurde genau das einfach zu redundant. Erschreckend war es trotzdem, wieviel Wahrheit und Realität in dieser Dystopie stecken. 3.5/5 Sternen

Margaret Atwood „The Handmaid’s Tale“: Ein bisschen mehr intellektuell herausgefordert hat mich „The Handmaid‘ Tale“. Die dystopische Welt ist ähnlich wie die in „Only Ever Yours“, denn auch hier existieren die Frauen nahezu ausschließlich als Gebärmaschinen und werden permanent unterdrückt. Besonders gerne mochte ich bei diesem Buch die Mischung aus Schilderungen der Gegenwart und Rückblenden aus der Welt, wie sie vor dem Regimewechsel war – auch wenn ich teilweise Schwierigkeiten hatte, mich an den Schreibstil und den abrupten Wechsel der Perspektiven zu gewöhnen. Trotz allem ist „The Handmaid’s Tale“ ein wichtiges Buch, eines mit Botschaft und eines, über das man nocht etwas länger nachdenkt. 3.5/5 Sternen

Jojo Moyes „Ein ganz neues Leben“ [Rezension]: In meiner Rezension habe ich schon darüber geschrieben, dass ich relativ überrascht darüber war, wie gut mir „Ein ganz neues Leben“ dann doch gefallen hat. Wer mehr über das wiesoweshalbwarum hören möchte, sollte also dort vorbeischauen. 4/5 Sternen

Barbara Hagmann „Blühender Lavendel“: Die Rezension zu diesem Buch wird hoffentlich im Laufe der nächsten Woche noch folgen- um dennoch kurz etwas dazu zu sagen: In meinen Augen ist die Grundidee grandios und unheimlich interessant, ich fand aber, dass der Roman zu kurz war, um die Thematik noch packender umzusetzen. 3/5 Sternen

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8 Kommentare zu „[Lesemonat] Oktober

    1. Hallo Felicitas, wie lieb von dir! Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich gerne die Fragen beantworten – wobei allein die erste wohl eine riesige Herausforderung für mich wird. :D
      Liebe Grüße!

  1. Teil 4 ist wirklich der schwächste der Lemony Snicket Reihe, den fand ich ein bisschen langweilig, ich glaub wegen dem Fabrik-Setting und so. Obwohl das mit dem Hypnotisieren ja eigentlich schon wieder ziemlich lustig war xD

    1. Oh wie toll! „The Handmaid’s Tale“ hat bei mir auf jeden Fall dafür gesorgt, mehr von Atwood lesen zu wollen. Ich wünsche dir ganz viel Spaß und ein tolles Leseerlebnis mit „Alias Grace“!

  2. Ich fand den vierten Teil bisher auch den schwächsten bei Lemony Snicket, danach wurde es aber wieder viel besser, meiner Meinung nach. Das erinnert mich, ich sollte die Reihe auch mal fortsetzen… :D Aber irgendwie kann ich die Bücher auch nicht so richtig hintereinander weglesen, weil dieses „der böse Olaf“ etc. ja so oft betont wird, dass ich dann immer mal eine Pause brauche, um sie ganz genießen zu können.

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