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[TAG] Unpopular Opinions Booktag


Und es folgt – ein weiterer Tag! Dieses mal wurde ich aber tatsächlich von jemandem getagged, nämlich von der lieben Anabelle (auf deren Blog ihr unbedingt alle mal vorbeischauen solltet!). Es geht um unbequeme Wahrheiten und warum ich nicht mit jedem Buch, das gehyped wird, etwas anfangen kann – aber lest selbst!

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1. Ein beliebtes Buch, das du nicht mochtest

Als erstes fällt mir da „The Raven Boys“ von Maggie Stiefvater ein, wobei ich das ja nicht nicht mochte – ich hatte angesichts des großen Hypes um das Buch nur mehr erwartet. Dicht gefolgt wird dieses Buch dann von „The Wrath and the Dawn“, das ich erst kürzlich ausgelesen habe, und das ich auch nicht zwingend schlecht, nur leider so furchtbar durchschnittlich fand. Ein weiteres Buch, das ich in diesem Atemzug nennen könnte, wäre wohl „Outlander“, das ich ebenfalls nicht unglaublich schlecht fand, aber das mich im Endeffekt doch einfach enttäuscht hat, weil es so redundant war und die Figuren einfach nicht das verkörpert haben, was ich irgendwie erhofft hatte. Außerdem war ich genervt von „The Sky is Everywhere“ von Jandy Nelson und ach – von Colleen Hoover brauche ich wohl gar nicht mehr anfangen, wobei ich da immerhin nicht die einzige bin, die diese seifenoperartige Melodramatik nicht erträgt. Manchmal glaube ich ja, ich darf mir, bevor ich ein Buch lese, einfach überhaupt keine Rezensionen und Bewertungen dazu ansehen, weil ich sonst unerreichbare Erwartungen an das Buch stelle – bei diesen Büchern wäre ich vermutlich aber so oder so enttäuscht worden.

2. Ein beliebtes Buch, das alle hassen, aber du magst

So richtig mag mir hier eigentlich gar nichts einfallen – ich mag „Effi Briest“ und sämtliche Werke von Brecht und weiß, dass viele nicht so wirklich besonders viel damit anfangen könnten, aber das ist bei Klassikern ja ohnehin immer eine Geschmackssache. Bei neueren Büchern – hmm, möglicherweise „Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffeneger und „Der Geschmack von Apfelkernen“ von Katharina Hagena? Zumindest habe ich gerade zu den beiden Büchern schon einige negative Dinge gelesen, während ich beide sehr sehr gerne mochte. Ähnlich ist das auch immer mit Nick Hornby Büchern, wobei es da wohl sowieso nur zwei Lager gibt – entweder man mag ihn, oder man mag ihn halt nicht. Jetzt spontan fällt mir jedenfalls kein Buch ein, bei dem ich mit meinem Fangirling alleine dastehe – aber ich schätze, das ist auch der Vorteil von der online Book-Community – irgendjemanden da draußen gibt es immer, dem es genauso geht wie dir und du bist einfach nie allein mit deinen Gedanken oder deiner Meinung. :D

3. Ein Liebesdreieck bei dem die Hauptperson mit der Person zusammen kommt, die du nicht mit der Hauptperson zusammen bringen wolltest ODER ein OTP, das du nicht magst

Also ich war bei „Twilight“ ja immer Team Jacob. :D Nein, Spaß beiseite, auch bei dieser Frage muss ich kurz mal überlegen, weil sich meine Bedenken zum Schluss eigentlich meist wieder in Wohlgefallen auflösen….aber nein, eigentlich bin ich tatsächlich eine sehr anspruchslose Shipperin sämtlicher Pairings, die mir in Büchern so über den Weg laufen, mir fällt gerade tatsächlich keines ein, das ich gewaltvoll auseinanderreißen wollen würde. Gut, vielleicht Clary und Jace aus der „The Mortal Instruments“-Reihe, aber auch nur, weil die beiden mir immer mächtigst auf den Senkel gehen – zusammen passen sie aber schon ganz gut.

4. Ein (beliebtes) Genre, das du nicht magst

Ich bin ja bekanntermaßen nicht gerade Fan von Horror, Thriller oder Krimis, aber ich glaube, würde mir da das richtige Buch über den Weg laufen, wäre ich nicht abgeneigt, es zu lesen. Ansonsten merke ich irgendwie, das Young Adult mich in letzter Zeit nicht mehr so zu begeistern vermag wie früher – ich schätze, das liegt an meinem vorangeschrittenem Alter und der Tatsache, dass sich mein Lesegeschmack wohl doch laaangsam in eine etwas andere Richtung bewegt, aber ab und zu lese ich schon noch gerne aus der Ecke. Ein Genre, das ich wirklich absolut und überhaupt nicht mag, gibt es – bis auf Sachbücher – wohl gar nicht.

5. Ein beliebter Charakter, den du nicht magst

Tris und Four aus „Die Bestimmung“ von Veronica Roth. Um ehrlich zu sein weiß ich bis heute sowieso nicht, wieso ich diese Trilogie von Anfang bis zum Ende gelesen habe, weil ich eigentlich schon nach dem ersten Band zu keinem der auftretenden Charaktere auch nur irgendeine Verbindung aufgebaut hatte und den Plot jetzt auch nicht soooo besonders überragend fand. Tris war für mich einfach nur möchtegerncool und -aufopferungsvoll und anstrengend, vor allem ihre Neigung, sich in jedes Drama hineinzustürzen, das nur möglich war und Four fand ich weder im Buch noch in der Verfilmung auch nur ansatzweise sexy, mysteriös und anbetungswürdig. Stehe ich mit dieser Meinung eigentlich alleine da? :D

6. Ein beliebter Autor, mit dem du irgendwie nicht klar kommst

Goethe? :D Ich bin absolut kein Fan von ihm, aber ich weiß jetzt auch nicht, wieviele Beliebtheitspunkte er heutzutage überhaupt noch hat. Ansonsten fällt mir niemand so wirklich ein – ich meine, ja klar gibt es einige Autoren, die absolut überbewertet werden – Nicholas Sparks zum Beispiel oder sogar Cecilia Ahern, aber klar kommen tu ich mit ihnen allen eigentlich – vor allem liegen meine Kritikpunkte eher im Bereich ihrer Werke und weniger in persönlichen Charaktereigenschaften, da ich mich nur äußerst selten (de facto: nie) mit dem Autor, der hinter einem Buch steht, auseinandersetze. Schade eigentlich, aber mir geht es einfach mehr um das, was sie geschrieben haben und nicht um das, was sie selbst erlebt haben. Wie sieht es bei euch aus?

7. Ein typisches Buchelement, das du nicht mehr sehen kannst (z.B. Liebesdreiecke, korrupte Regierung, verlorene Prinzessinnen)

Hier kann ich mich ausnahmslos nur dem anschließen, was Anabelle gesagt hat – diese verkitschten und romantisierten Beschreibungen vom Helden, insbesondere die phänomenale Erscheinung der wechselnden Augenfarbe, je nachdem, ob das Objekt der Begierde sich im Licht oder im Dunkeln aufhält; außerdem auch das schiefe Lächeln, das jeder Badboy im fiktiven Universum auf Lager hat oder aber diese elendige Textzeile „She let out a breath she didn’t realized she was holding“ – als wären alle YA-Bücher dieser Welt mit genau denselben Textbausteinen nur in anderer Reihenfolge ausgestattet. :D Dazu kommen dann noch diese Protagonistinnen, die NIE essen wollen, wenn sie bekümmert sind und die sämtliche Mahlzeiten auslassen, nur um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen oder wasauchimmer. Finde ich unrealistisch – mir wäre eine Figur, die aus Frust tonnenweise Chips und Schokolade in sich reinstopft tausendmal lieber als immerzu nur diejenigen, die sich ausschließlich von ihrem Kummer ernähren.

8. Eine beliebte Buchreihe, bei der du keine Interesse hast, sie zu lesen

„After“, „50 Shades of Grey“ und sämtliche Dystopien, die wie Unkraut aus dem Boden wuchsen, als der Hype um „Die Tribute von Panem“ losging. Hab ich einfach kein Interesse (mehr) dran.

9. “Das Buch ist immer besser als der Film”, heißt es immer, doch welche Filmadaption fandest du besser als das Buch?

Mittlerweile bin ich wirklich gar nicht mehr so streng mit der Handhabung dieses Satzes – „Love, Rosie“ fand ich auf der Leinwand um einiges fesselnder als das Buch von Cecilia Ahern und auch bei „If I Stay“ konnte der Film viel mehr Emotionen in mir hervorrufen, als das Buch. Und auch sonst finde ich oft, dass viele Bücher ihrer Romanvorlage zumindest ebenbürtig sind – etwa „The Hunger Games“ finde ich filmisch unglaublich gut umgesetzt, „Maze Runner“ fand ich auch viel packender im Kino, als im Buch und dann kommen noch die ganzen Klassiker-Verfilmungen, die ich über alles liebe – allen voran „Stolz und Vorurteil“, aber dicht gefolgt von „Der große Gatsby“ und „Anna Karenina“. Ich bin, was das angeht, um einiges offener geworden und konnte mich im Kino schon des öfteren davon überzeugen lassen, dass Film nicht immer schlechter als Buch sein muss, sondern dass beide – möglicherweise sogar auf völlig unterschiedliche Art und Weise – richtig gut sein können.


Liebsten Dank noch einmal Anabelle, mir hat der Tag echt richtig viel Spaß gemacht! Zur Feier des Tages tagge ich auch mal wieder Leute – wer Lust hat und jetzt nicht getaggt wird, kann aber sehr sehr gerne trotzdem seinen Senf zu den Fragen loswerden – entweder in einem eigenen Post, dann verlinkt mir diesen doch bitte in den Kommentaren, damit ich ihn nachlesen kann, oder aber direkt in den Kommentaren – ich freue mich!

Ich tagge:

ElifmissbookiverseSarahIsaFranzi

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13 Kommentare zu „[TAG] Unpopular Opinions Booktag

  1. Ich liebe Tris und habe manchmal eher das Gefühl, das sei die unpopular opinion, weil sie irgendwie niemand sonst mag. :D

    P.S.: Hast du ein neues Theme? Sieht schick aus!

    1. Stimmt, gerade zum Ende der Reihe verliert sie ja irgendwie immer mehr Sympathiepunkte. :D

      Ja, ich hab’s etwas geändert, weil ich das alte zu überladen fand – vielen Dank! <3

  2. Effie Briest ist toll! Ich kann gar nicht nachvollziehen, wieso das so viele blöd finden, ich mag das total. Es ist einfach geschrieben und nicht wie bei den ganzen anderen Autoren „von früher“ so viel herumgeschwafel und Schachtelsätze etc. Die Geschichte mag ich auch – wie kann man Effie nicht mögen? :D

  3. Ha, das ist ja ein interessanter Tag. Den schnappe ich mir vielleicht mal ;)
    Finde ich gut, was du zu Verfilmungen sagst. Ich denke auch, dass das von vielen Faktoren abhängig ist. Dass viele per se behaupten, dass das Buch immer besser ist als der Film ist Quatsch.Ich habe dazu vor einer Weile ja eine Blogparade gemacht und war ein klein wenig enttäuscht, dass es für Verfilmungen nicht etwas besser ausgegangen ist.
    http://miss-booleana.de/2015/09/13/auswertung-blogparade-buch-vs-film/

  4. Vielen Dank fürs taggen! Ich werde mich gleich mal daran machen, die Fragen zu beantworten und den Post dann irgendwann die Tage zu veröffentlichen. :)

  5. Ich kann dir in ganz vielem zustimmen und hatte beim Lesen der „Fragen“ auch direkt ein paar Bücher im Kopf, deswegen werde ich den Tag sehr gerne umsetzen, sobald ich kann :D Danke fürs Taggen <3

  6. Ich mochte Tris & Four in Band 1 und 2 ganz gerne, ebenso wie in den Filmen. Aber in Band 3 hat sich meine Meinung über die beiden um 180 Grad gedreht, was ich wirklich schade fand. Eric fand ich in der Verfilmung aber besser als Four.

    Der Punkt 7 hat mir grade zu denken gegeben. Ich habe nie bewusst darauf geachtet, aber ich denke, dass sollte ich mal machen. ;-)
    Da fällt mir gerade Celaena aus „Throne of Glass“ ein, die ja laut Chaol mehr isst, als seine Soldaten.

    Kann dir bei der Verfilmung von „Love, Rosie“ nur zustimmen. Bei „PS: Ich liebe dich.“ ging es mir übrigens genauso.

  7. Vielen vielen Dank für’s taggen, Liesa! Der Tag ist echt super und ich freu mich schon drauf, alle Fragen zu beantworten. ;D
    Übrigens: Team Jacob 5EVA!

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