Bücher · Persönliches

The Courtship Booktag


Es ist Tag-Zeit! Und heute wurde ich – Premiere – tatsächlich sogar mal von jemandem getagged, nämlich von der wunderbaren Anabelle! In letzter Zeit mache ich mich auf dem Blog etwas rar – mein Zeitmanagement lässt nämlich mal wieder zu wünschen übrig – aber so ein Tag ist immer eine wunderbare Möglichkeit, doch etwas von sich hören zu lassen. Ich persönlich mag Tags unheimlich gerne, weil man durch die Fragen auch öfter mal über Bücher nachdenkt, die man vor sehr viel längerer Zeit gelesen hat und nicht immer nur über den aktuellen Lesestoff schwafelt. Daher schreibe und lese ich diese Art von Post immer gerne, habe aber jetzt schon des öfteren von Leuten gelesen, die Tags nur als sinnlose Lückenfüller sehen, um die Statistik einigermaßen in Aufschwung zu sehen, aber an sich nicht sonderlich aussagekräftig sind. Wie seht ihr das denn – lest ihr gerne Tags oder seid ihr eher genervt?

Phase 1 – Initial Attraction: Ein Buch, das du nur wegen des Covers gekauft hast?

25068467 „Uprooted“ von Naomi Novik hat einfach eines der schönsten Cover, die ich je gesehen habe und mir war, noch bevor ich gelesen habe, worum es in dem Buch geht, klar, dass ich dieses Buch brauche und in meinem Regal haben möhte. Gelesen habe ich es immer noch nicht, aber ich ziehe es gelegentlich aus dem Regal, um es tatsächlich anzuschmachten und warte auf den richtigen Moment für dieses Schätzchen. Denn auch auf dem zweiten Blick gefiel mir dieses Buch noch immer sehr gut – es geht um Drachen und es ist Fantasy und klingt auch sonst nach einem richtig tollen buchigen Abenteuer, in das ich mich hoffentlich bald stürzen werde.

Phase 2 – First Impressions: Ein Buch, das du wegen der Inhaltsbeschreibung gekauft hast?

Klappentexte sind neben Cover, Goodreads-Bewertungen und positiven Stimmen aus der Bookstagram-Community irgendwie immer unwichtiger für mich geworden. Ich ertappe mich immer häufiger dabei, wie ich den Klappentext nur noch grob überfliege und nach dem Auftauchen von Schlüsselwörtern entscheide, ob es das Buch wert ist, von mir gelesen zu werden oder nicht. Eigentlich ist das total schade, aber gelegentlich kommt es noch vor, dass ich ein Buch nur aufgrund der Inhaltsbeschreibung unbedingt haben wollte. Zuletzt bei „A Little Life“ von Hanya Yanagihara, das erst neulich in meinem Büchernachschub aufgetaucht ist. Ich glaube, schon da habe ich gesagt, dass ich das Cover nicht sonderlich ansprechend finde; den Klappentext dafür umso mehr.

When four classmates from a small Massachusetts college move to New York to make their way, they’re broke, adrift, and buoyed only by their friendship and ambition. There is kind, handsome Willem, an aspiring actor; JB, a quick-witted, sometimes cruel Brooklyn-born painter seeking entry to the art world; Malcolm, a frustrated architect at a prominent firm; and withdrawn, brilliant, enigmatic Jude, who serves as their center of gravity. Over the decades, their relationships deepen and darken, tinged by addiction, success, and pride. Yet their greatest challenge, each comes to realize, is Jude himself, by midlife a terrifyingly talented litigator yet an increasingly broken man, his mind and body scarred by an unspeakable childhood, and haunted by what he fears is a degree of trauma that he’ll not only be unable to overcome—but that will define his life forever.

Inzwischen finde ich es spannender, über Charaktere zu lesen, die fertig sind mit Schule und meinetwegen auch mit College oder Uni und die versuchen, mit der Realität des Erwachsenenlebens zurecht zu kommen. „A Little Life“ klingt ein bisschen nach so einem Buch und ich bin schon unfassbar gespannt, es hoffentlich bald zu lesen!4218

Phase 3 – Sweet Talk: Ein Buch mit einem einzigartigen Schreibstil?

Mit “Der Schatten des Windes” muss ich diesen Preis an Carlos Ruiz Zafon überreichen, der einen wirklich unfassbar malerischen und atmosphärischen Schreibstil beherrscht, ohne dass es kitschig oder nervig oder zu viel ist. Ich war wirklich begeistert beim Lesen und frage mich immer noch, warum ich nicht sofort die Folgebände dazu gelesen habe – denn die liegen immer noch im Regal herum. Wahrscheinlich wollte ich mir Zafon’s wunderbaren Worte einfach noch ein bisschen aufheben, damit ich noch später etwas von der Magie habe.

Phase 4 – First Date: Den ersten Teil einer Serie, der dich dazu verführt hat, die ganzen restlichen Bände zu kaufen?

Oh, da gibt es viele, besonders hart getroffen hat es mich aber bei „Grischa“ von Leigh Bardugo und „Delirium“ von Lauren Oliver. Ich hatte bei beiden Reihen den ersten Band innerhalb kürzester Zeit durchgelesen und habe sofort danach die Folgebände bestellt (obwohl deutsche Hardcover immer unfassbar teuer sind und ich eigentlich Dauerpleite bin), nur um sofort weiterzulesen. Ich finde zwar bei beiden, dass zweiter und dritter Teil nicht ganz mit dem ersten mithalten konnten, aber ich mochte sie trotzdem sehr gerne und habe es ganz und gar nicht bereut, Zeit und Geld in die Bücher investiert zu haben.

Phase 5 – Late Night Phone Calls: Ein Buch, das dich die ganze Nacht wach gehalten hat und du einfach nicht weglegen konntest?

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Eigentlich mache ich das gar nicht mehr so oft, denn ich bin mittlerweile echt extrem vernünftig, was Schlafenszeiten und 7 bis 8 Stunden Schlaf angeht, deswegen habe ich lange überlegen müssen und das letzte Buch, das ich wirklich bis mitten in die Nacht gelesen habe, war „The Perks of being a Wallflower“ von Stephen Chbosky. Das war kurz nach dem Abi und ich habe mich damals unglaublich gut mit Charlie identifizieren können und mochte das Buch wirklich wirklich gerne. Ansonsten ist bei mir aber meistens spätestens um Mitternacht das Licht aus, weil ich meinen geregelten Schlafrhythmus nicht (zumindest nicht vorsätzlich) aus dem Gleichgewicht bringen möchte.

Phase 6 – Always On My Mind: Ein Buch, über das du einfach nicht aufhören konntest, nachzudenken.

Das gleiche Buch wie bei Anabelle und eines, das ich erst jetzt am Wochenende gelesen habe. Eigentlich wollte ich zwischendurch immer wieder nur ein oder zwei Kapitel lesen, aber dann habe ich es doch nicht mehr au der Hand gelegt und in nahezu einem Rutsch durchgelesen. „Reasons to stay alive“ von Matt Haig hat mich wirklich berührt und ich finde, es vermittelt eine unglaublich wichtige Botschaft und das auf eine unglaublich gute Art und Weise.

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Phase 7 – Getting Physical: Ein Buch, welches du liebst, weil es sich so gut anfühlt.

Generell finde ich, dass es nichts besseres gibt, als die englischen Taschenbuchausgaben, die nie Knicke im Buchrücken bekommen, weil sie so unbeschreiblich floppy und weich gebunden sind. Einfach nichts fühlt sich beim Lesen besser an, als ein solches Buch! Ansonsten sind eigentlich alle meine Bücher ähnlich von der Oberflächenstruktur – nur meine Ausgabe von „The Hobbit“ mag ich besonders gerne, weil sie in Leinen gebunden ist und sich das einfach richtig schön anfühlt. Und schön aussehen tut sie daneben auch noch. Schade, dass die „Lord of the Rings“ Bänder aus dieser Collectors Edition limitiert waren – zu gerne hätte ich diese Bücher auch noch in meinem Regal!

Phase 8 – Meeting The Parents: Ein Buch, das du deinen Freunden und deiner Familie empfehlen würdest.

Ich finde es immer schwierig, mit nur einem Buch eine Vielzahl an unterschiedlichen Lesevorlieben zu befriedigen, aber es gibt schon so ein, zwei Bücher, von denen ich denke, dass sie jedem zusagen könnten. Dazu gehört für mich auf jeden Fall „Wonder“ von R. J. Palacio – es ist zwar ausgeschrieben als Kinderbuch, aber ich finde, dass es so viel mehr ist, nicht zuletzt eine wunderbare Geschichte über Akzeptanz und Freundschaft und Familie und Respekt. Leider hören meine Familienmitglieder aber eher weniger auf meine Leseempfehlungen. :D

Phase 9 – Thinking About The Future: Ein Buch oder eine Serie, von der du weißt, dass du sie auch in Zukunft viele Male rereaden wirst.

Das hoffe ich bei so vielen Büchern – eine Serie, die ich beispielsweise schon unzählige Male gelesen habe und bei der ich jetzt einen weiteren Reread (diesmal sogar zum ersten Mal komplett in der Originalsprache) wagen möchte, ist natürlich „Harry Potter“, aber es gibt auch so einige Bücher, die ich bestimmt noch des öfteren lesen werde. Gerade die Bücher aus meiner Kindheit und Jugend sind mir unglaublich wichtig und ich denke, dass ich auch „Das Kartengeheimnis“ von Jostein Gaarder noch öfter lesen werde, weil es mich immer und immer wieder berührt und erwärmt.

Phase 10 – Share The Love: Wen taggst du?

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3 Kommentare zu „The Courtship Booktag

  1. Hihi, dachte mir gerade noch so „ui, der Tag ist cool, da mache ich mit!“ und da sehe ich schon, dass ich getaggt wurde. Danke! <3 Werde mich diese oder nächste Woche gleich dransetzen. Aber was ist Courtship eigentlich?

    1. Super, ich freue mich schon jetzt unheimlich auf deine Antworten zu den Fragen! Ich bin mir mit der Übersetzung auch nicht 100% sicher, aber ich glaube, das heißt so viel wie „Flirt“?! Müsste es aber auch zur Sicherheit nochmal nachschlagen, haha.

  2. Ich finde Tags auch immer ganz cool, vor allem du ziehst immer so fantastische aus dem Hut, die richtig Spaß machen zu lesen. Blöd finde ich dann eher solche, die wirken, als wären sie dazu da, den taggenden bekannter zu machen. Oder primär aus irgendwelchen Awardbildchen bestehen, aber das ist ja was anderes.
    Viel Spaß mit Uprooted, das ist so toll! Und dieses vernünftige Schlafen habe ich mir auch ziemlich angewohnt, wobei es ab und zu ein paar Bücher gibt, die mich in alte Muster zurückbringen. Cooler Tag auf jeden Fall mal wieder :D

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