Bücher

[Lesemonat] Juni


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Highlights:

  • „Everything I Never Told You“ [dt. „Was ich euch nicht erzählte“], Celeste Ng: Familiengeschichten lese ich immer unglaublich gerne und ich habe echt keine Ahnung, wieso ich so lange gebraucht habe, bis ich „Everything I Never Told You“ gelesen habe. Als ich es dann aber einmal angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr weglegen – die Geschichte war so simpel und doch so packend und die „Analyse“ der Familiensituation war einfach grandios und dazu auch noch unheimlich gut geschrieben. Irgendwie war das auch eines dieser Bücher, von denen man von Anfang an eingesogen wird und bei dem man gleich nach den ersten paar Seiten weiß, dass man es lieben wird. Mir fällt es daher schwer, genau zu begründen, weswegen ich es jetzt so mochte – aber ich mochte es einfach und kann es wirklich weiterempfehlen. 4.5 von 5 Sternen.

Gute Bücher:

  • „Wenn der Sommer endet“ [engl. „The Accident Season“], Moira Fowley-Doyle: Zu diesem Buch wird hoffentlich schon im Laufe der nächsten Woche noch eine ausführlichere Rezension folgen – aber so viel sei schon mal gesagt: Das Buch war magisch, unfassbar atmosphärisch und teilweise sehr surreal, aber dadurch nur umso interessanter und spannender. Einige Dinge gefielen mir zwar weniger, aber im großen und ganzen habe ich auch dieses Buch in kürzester Zeit ausgelesen und war begeistert. 4 von 5 Sternen.
  • „The Rose and the Dagger“, Renée Ahdieh: Es war ja nicht so, dass mir „The Wrath and the Dawn“ nicht gefiel, aber irgendwie hatte ich mir beim Lesen damals mehr erhofft und war etwas enttäuscht. „The Rose and the Dagger“ hat das in meinen Augen etwas besser gemacht – die Figuren(konstellationen) wurden wesentlich interessanter, die Magie spielte endlich eine etwas größere Rolle (wenngleich sie in meinen Augen auch immer noch größer hätte sein können) und es gab einige Überraschungsmomente, die ich so nicht unbedingt erwartet hätte. Auch der Schreibstil war wieder grandios – auch wenn einige Sätze und Phrasen immer poesiealbummäßig klangen, passten sie unheimlich gut zum Gesamtbild des Buches und haben das Ganze gut abgerundet. 4 von 5 Sternen.
  • „You Know Me Well“, Nina LaCour, David Levithan: Von Nina LaCour habe ich noch nichts gelesen, habe es aber dringend noch vor, denn vom Schreibstil her gefielen mir ihre Parts genauso gut wie die von David Levithan, und den mag ich ja wirklich richtig gerne. „You Know Me Well“ mochte ich an sich eigentlich auch sehr gerne, aber ich kann das Gefühl nicht abschütteln, dass seine Bücher immer nach einem gewissen Schema ablaufen und dadurch ziemlich vorhersehbar werden. Ich mochte die Geschichte trotzdem, fand aber, dass vieles zu fluffig war. Im Vordergrund standen vor allem Liebeskonflikte, Sexualität und Freundschaft und ich fand alles auch gut umgesetzt, nur fehlte mir trotzdem das gewisse Etwas und eigentlich sogar noch mehr. Die Charaktere waren im großen und ganzen toll, aber die Insta-Freundschaft fand ich weniger gelungen: Bei meiner Bewertung schwanke ich noch – aber irgendwas zwischen 3 und 3.5 Sternen.

Enttäuschungen:

  • „Infernale“ [engl. „Uninvited“], Sophie Jordan: Mir war auch mal wieder nach einer Dystopie und so griff ich bei Audible nach „Infernale“, weil das vor einiger Zeit auf ziemlich vielen Blogs und Instagram-Accounts kursierte. Ich muss auch sagen, an sich fand ich die Idee für eine Dystopie ganz gut – inzwischen ist es ja echt schwierig, noch an originelle Dystopien zu kommen, aber die Idee mit der Ausgrenzung aufgrund eines Mödergens mochte ich wirklich ganz gerne. Doch dann kam Davy – die wohl ungefähr nervigste und wehleidigste Protagonistin aller Zeiten – und hat alles zunichte gemacht. Etwa 50% des Buches war sie damit beschäftigt, sich selbst zu bemitleiden, die restlichen 50% beschäftigte sie sich mit Muskeln und Aussehen irgendwelcher Jungs, die Davy dann auch ständig aus den dümmsten Situationen retten mussten, weil sie einfach zu dämlich zum atmen ist. Tut mir Leid, aber ihr merkt – ich habe ernsthafte Probleme mit solchen Protagonistinnen – ich will keine Mädchen, die zwar so tun und auch so beschrieben werden, als wären sie intelligente Heldinnen. Denn in Wahrheit sind sie meistens leider einfach nur Heulsusen, die sich in eine dumme Situation nach der nächsten manövrieren. Davy hat mir deswegen so ziemlich den Spaß am Hörbuch genommen – ich konnte einfach nicht mehr als 2 von 5 Sternen vergeben.

Wo mein To Be Read für den kommenden Monat ist? Den gibt es heute nicht. Ich habe mir für den Juli keine Bücher direkt vorgenommen, sondern stattdessen eine Sommer-Leseliste zusammengestellt, die ich natürlich auch innerhalbe der nächsten Tage mit euch teilen möchte.

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Ein Kommentar zu „[Lesemonat] Juni

  1. Ich hab „Everything I Never Told You“ auch neulich gelesen und war extrem beeindruckt. Von der Inhaltsangabe der deutschen Ausgabe her hätte ich eher einen Thriller erwartet, aber stattdessen eine faszinierende psychologische Analyse bekommen.
    Sehr empfehlenswert, da kann ich dir nur zustimmen.

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