Bücher

[Lesemonat] Juli / [To Be Read] August


[Lesemonat] Juli

juli

Ach, was vermisse ich die Zeiten, in denen ich locker sechs Bücher oder mehr im Monat gelesen habe. Im Juli hatte ich zwar Ferien, aber es war so viel für die Uni zu tun und zu lernen, dass ich trotzdem wieder nur vier Bücher geschafft habe – mehr scheint für mich tatsächlich einfach nicht mehr drin zu sein. Dafür waren es zumindest diesen Monat vier tolle Bücher.

  • „A Little Life“, Hanya Yanagihara: Was Für. Ein. Buch. Es ist echt der Wahnsinn, was für Gefühle dieses Buch in mir ausgelöst hat und ich kann mit Gewissheit sagen, dass es wohl das emotionalste Buch war, das ich jemals in meinem Leben gelesen habe. Es hat mich so mitgenommen und ich habe mehrmals beim Lesen weinen müssen, was mir – obwohl ich wirklich nahe am Wasser gebaut bin – noch nie passiert ist. Es fällt mir wirklich schwer, in Worte zu fassen, was dieses Buch in mir ausgelöst h at.Ich habe unter anderem etwas länger für das Buch gebraucht, weil ich immer mal wieder eine Pause davon brauchte, da es einfach so intensiv war, ich war teilweise sogar richtig verstört und entsetzt, über die Dinge, die im Buch geschehen und kann noch jetzt nicht aufhören, über dieses Buch nachzudenken, weil es mich einfach nicht mehr loslassen will. Ich liebte den Schreibstil, ich liebte die ausschweifenden Beschreibungen und Details (obwohl einige definitiv eine Triggerwarnung benötigt hätten) und ich liebte die wunderbaren Figuren – einfach alles, aber gleichzeitig weiß ich schon jetzt, dass ich dieses Buch niemals rereaden werde (jedenfalls nicht in naher Zukunft), weil es mich emotional einfach so heruntergezogen und unfassbar traurig gemacht hat. 5 von 5 Sternen.
  • „And Then There Were None“ [dt. „Und dann gab es keine mehr“], Agatha Christie: Mein erstes Buch von Agatha Christie (danke nochmal an die Buchclub-Mädels!) und dann gleich so ein gutes! Die Story hat mich von der ersten Seite an mitgerissen und ich konnte nicht mehr damit aufhören, zu rätseln, wer denn nun jetzt was gemacht haben könnte und wie das alles logisch zusammenhängen kann. Der Twist am Ende war der Wahnsinn, wobei ich schon eine Vermutung hatte, die zwar nicht exakt der Auflösung entsprach, aber die zumindest in die Richtung ging, aber das Buch hat mich trotzdem total vom Stuhl gerissen. So viel Spannung und interessante Dialoge und Charaktere auf so wenigen Seiten – wahrhaftig ein Meisterwerk und ich kam nicht umhin, mir gleich schon mal meinen nächsten Christie Krimi zu bestellen. 4.75 von 5 Sternen.
  • „Black Rabbit Hall“, Eve Chase: Meine Gedanken zu diesem Buch konntet ihr schon in meiner Rezension nachlesen – tatsächlich hat mich das Buch positiv überrascht und ich mochte es wirklich gerne – ich konnte es zum Ende hin nicht einmal mehr aus den Händen legen, weil es so spannend war. Den „Plot Twist“, falls man ihn denn so nennen mag, konnte man zwar schon aus einiger Ferne erahnen, aber ehrlich gesagt hat das der Spannung des Buches keinen Abbruch getan und ich habe es trotzdem extrem genossen. Die Figuren waren toll, auch wenn ich den Vergangenheits-Handlungsstrang als wesentlich interessanter und die Figuren dort auch als sympathischer empfand. Trotzdem gefiel mir, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander harmonierten und zum Schluss ein großes Ganzes ergaben. 4.5 von 5 Sternen.
  • Eligible, Curtis Sittenfeld: Möglicherweise ist es etwas harsch, aber „Eligible“ war wohl meine Enttäuschung des Monats – obwohl ich trotzdem extrem genossen habe, es zu lesen. Es handelt sich hierbei um ein modernes, in die USA verlegtes Retelling von „Stolz und Vorurteil“ und ich muss sagen, das war auch wirklich gut gemacht und ist der Autorin gut gelungen. Das Buch ist einfach geschrieben, aber dennoch extrem unterhaltsam und ich habe das Lesen wirklich genossen. Trotzdem störte mich das ein oder andere Detail an dem Buch – insbesondere einige der Charaktere fand ich manchmal einfach so fernab von dem, wie Austen die Figuren gezeichnet hat. Es hat viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen, aber dadurch, dass ich die ganze Zeit den „Stolz und Vorurteil“-Vergleich im Hinterkopf hatte, habe ich das ein oder andere Mal wirklich daran gezweifelt, ob Lizzy und Darcy tatsächlich so handeln würden. Im Laufe des Buches ist es mir allerdings gelungen, den Vergleich etwas zu verdrängen und von da ab, hatte ich auch tatsächlich mehr Freude am Lesen. Es ist ein bisschen ChickLit, aber ich persönlich fand das nicht schlimm und habe damit schon fast gerechnet. 4 von 5 Sternen.

[To Be Read] August

Eben sage ich noch, dass ich seit Monaten kaum mehr als vier Bücher im Monat schaffe – mein August-Lesestapel ist trotzdem etwas ehrgeiziger, aber mal sehen, wieviel ich davon tatsächlich schaffen werde.

august

Ein Buch liegt wohl auf der Hand und ich habe es auch bereits an einem Nachmittag verschlungen – natürlich spreche ich von „Harry Potter and the Cursed Child“. Meine Gedanken dazu behalte ich noch ein bisschen für mich, da ich natürlich auch niemanden spoilern möchte, aber in meinem Monatsrückblick werde ich wohl einige Worte darüber verlieren. „Die Anatomie des Erwachens“ [engl. „The Rehearsal“] von Eleanor Catton wurde mir zugeschickt und ich bin gerade schon eifrig dabei es zu lesen. Außerdem habe ich noch das ein oder andere Rezensionsexemplar abzuarbeiten, unter anderem auch „I Saw A Man“ von Owen Sheers, auf das ich schon unglaublich gespannt bin. Vorher werde ich aber vermutlich noch „Aristoteles and Dante Discover The Secrets of The Universe“ [dt. „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“] lesen – dieses Buch ist einfach schon so lange auf meiner Wunschliste und ich glaube, dass es sich auch relativ schnell lesen lässt. Außerdem war ich neulich im Buchantiquariat und habe dort zugeschlagen – die Ausbeute folgt Mitte des Monats (oder bereits auf Instagram) – jedenfalls habe ich mir dort ein Buch von Siri Hustvedt gekauft und möchte deswegen endlich auch mal „The Summer Without Men“ [dt. „Der Sommer ohne Männer“] lesen. Zuletzt steht ein weiteres Rezensionsexemplar auf dem Plan – „Auf Null“ von Catharina Junk erzählt davon, wie eine junge Frau nach einer schweren Krankheit wieder zurück in den Alltag findet, was ich persönlich superinteressant finde, da Krankheits-Geschichten normalerweise ja eher den Zeitraum der Krankheit und wie die Person damit umgeht, beschreiben und nicht die Zeit nach der Krankheit. Ein bisschen habe ich auch mal wieder Lust auf etwas Fantasy – mal sehen, ob das in meinen straffen Leseplan noch reinpasst, wenn nicht, vertröste ich mich auf den September.


Was sind eure Lesepläne für den August und welches Buch war euer Highlight im Juli? Habt ihr eines der von mir aufgezählten Bücher bereits gelesen – wenn ja, wie hat es euch gefallen? Und was war das emotionalste Buch, das ihr jemals in eurem Leben gelesen habt?

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6 Kommentare zu „[Lesemonat] Juli / [To Be Read] August

  1. Manchmal hat man leider nicht mehr Zeit zum Lesen, doch trotzdem hast du einiges lesen können und das ist doch auch schon toll! Leider kenne ich keines der Bücher, die du gelesen hast aber vor allem „A Little Life“ würde mich sehr reizen! Einen richtigen Highlight im Juli hatte ich nicht wirklich aber dafür kann ich dir sagen das „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ eines der emotionalsten Bücher war, die ich gelesen habe. Also, falls du es noch nicht kennst, leg dir auf jeden Fall Taschentücher zur Seite!
    Wünsche dir einen super schönen Tag ♥

  2. „A little life“ schaue ich mir wohl etwas näher an! Ich mag Bücher mit Tiefgang und welche, die man einfach nie vergessen wird. : )

    Das neue Harry Potter Buch will ich eigentlich auch unbedingt haben, aber ich hab so Angst, dass man zu sehr enttäuscht wird.. : D

    Liebe Grüße,
    Karin

  3. Ich hab Ari & Dante schon gelesen und fand es wunderschön :). Ich wünsche dir schon mal viel Spaß beim Lesen!

    Das emotionalste Buch? Gute Frage. Ich fieber bei guten Büchern eigentlich immer mit. Sehr geheult habe ich beim siebten Harry Potter. „Das also ist mein Leben“ hat mich aber auch sehr mitgenommen.

    Liebe Grüße :),
    Charlie

  4. Ich habe noch etwa 3 Stunden Hörzeit übrig bei A Little Life und muss leider sagen, dass ich inzwischen nur noch genervt bin. Ich wusste allerdings auch, dass die Autorin selbst zugegeben hat, dass sie mit dem Buch den Leser manipulieren und so richtig fertigmachen wollte. Ich warte beim Lesen daher immer nur auf die nächste Katastrophe und kann sie nicht richtig ernst nehmen, meine Augen bleiben trocken. Sprachlich ist es sicherlich gut, aber ich bin ehrlich gesagt froh, wenn ich fertig bin. Vielleicht wäre es mir anders gegangen, wenn ich nicht vorher gewusst hätte, dass das Buch auf pure Traurigkeit ausgerichtet ist. Aber ich möchte niemanden, dem das Buch etwas gegeben hat, etwas wegnehmen. Ich denke, wenn es nach dem Abschluss von Judes Jugendgeschichte zu Ende gewesen wäre, hätte ich es auch ganz gut gefunden.

  5. Ist es nicht verrückt, was Bücher mit einem machen können? Ich finde deine Beschreibung für „A little life“klingt unfassbar toll. Deine Gefühle kann ich absolut nachvollziehen, ich hatte sie bei „Solange am Himmel Sterne stehen“ von Kristin Harmel. Oh mein Gott, was für ein Buch, wenn du es noch nicht gelesen hast, unbedingt machen :)

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