Bücher · Persönliches

10 Bücher, die seit Ewigkeiten ungelesen in meinem Regal stehen


Wir haben sie doch alle, oder? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass irgendjemand sie nicht hat – Regalleichen. Bücher, die seit Monaten, ja sogar Jahren ungelesen im Regal liegen, inzwischen nicht einmal mehr hervorgeholt werden, die elendig verstauben, die man aber dennoch noch lesen möchte, irgendwann, wenn es zeitlich besser passt und man mehr Lust darauf hat. Mein Stapel an ungelesenen Büchern ist inzwischen ins Unermessliche gestiegen, ich weiß nicht einmal mehr die genaue Zahl, aber es ist mir irgendwie auch egal geworden. Einige dieser Bücher sind aber schon lange, wirklich unfassbar lange, auf diesem Stapel und dennoch bringe ich es nicht über das Herz, diese wegzuschmeißen, weil ich sie eigentlich noch lesen möchte.

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The Black Castle von Lucy Maud Montgomery ist vermutlich eines der dünnsten Bücher auf diesem Stapel und dennoch habe ich es bis heute nicht geschafft, das Buch zu lesen. Dabei liebe ich die „Anne“-Bücher der Autoren, sie haben meine gesamte Kindheit positiv geprägt und auch über dieses kleine Büchlein habe ich eigentlich nur positives gehört. Vielleicht ist es auch nur in Vergessenheit geraten, weil e so schmal ist und sich im Regal vor mir versteckt?

Diese Ausrede gilt für Eragon – Das Erbe der Macht von Christopher Paolini jedenfalls ganz offensichtlich nicht, denn das Buch ist gigantisch und es ist glaube ich auch das Buch, das am längsten auf meinem SuB liegt und welches mich mitunter auch am meisten einschüchtert – aus dem einfachen Grund, als dass ich die gesamte Eragon-Reihe nochmal lesen müsste, um den finalen Band lesen zu können, weil ich mich an weniger als nichts erinnern kann. Dieses Buch ist gleichzeitig auch das einzige auf diesem Stapel, bei dem ich nicht komplett davon überzeugt bin, es tatsächlich noch zu lesen – ich weiß einfach nicht, ob ich nicht womöglich schon aus der Geschichte herausgewachsen bin. Bisher verfolge ich schon noch den Plan, die Reihe zu beenden, aber ich mache irgendwie auch keine Anstalten, diesen Plan in die Tat umzusetzen.

Wie stolz ich damals war, als ich Ein plötzlicher Todesfall von J.K. Rowling richtig günstig ergattern konnte und jetzt habe ich das Buch noch immer nicht gelesen. Dabei habe ich es sogar schon einmal angefangen – allerdings im denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, denn ich hatte viel zu wenig Zeit für einen derart komplexen Roman. Gefallen haben mir die ersten paar Seiten aber dennoch, sodass ich das Buch ganz bestimmt noch zu Ende lesen werde, wenn sich ein besserer Zeitpunkt ergibt.

Auch Die Liebeshandlung von Jeffrey Eugenides ist etwas dicker – nichtsdestotrotz kann ich bei dem Buch kaum erwarten, mir endlich die Zeit dafür zu nehmen. Unter anderem liegt das daran, dass mir „Middlesex“ von Eugenides richtig gut gefiel – vom Schreibstil, von der Geschichte, vom Aufbau – und ich mir sicher bin, dass ich auch diesem Buch allerhand positive Dinge abgewinnen kann. Jetzt muss ich mir nur noch die Zeit dafür nehmen.

Ich liebe die „Eine für Vier“ Bücher von Ann Brashares, die Reihe gehört definitiv zu meinen liebsten Sommerbüchern und deswegen habe ich vor ganz schön langer Zeit auch einen weiteren Sommerroman der Autorin gekauft. Seitdem liegt Unser letzter Sommer allerdings ungelesen im Regal – und ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal wieso. Vielleicht schaffe ich es ja noch diesen Sommer dazu zu greifen? Wenn nicht, dann ist dieses Buch auf jeden Fall schon für den nächsten Sommer fest eingeplant.

Zweiunddieselbe von Mary E. Pearson, die ja eher wegen ihrer Fantasy-Reihe bekannt ist, ist ein Buch, das nur deswegen ungelesen ist, weil ich es einfach immer wieder im Regal übersehe und vergesse. Irgendwann vor Jahren habe ich es mal einer Medimops-Bestellung hinzugefügt, um auf den kostenfreien Versand zu kommen und seitdem habe ich es eigentlich vergessen. So sehr, dass ich mich nicht einmal mehr an den Buchklappentext erinnern kann. Lesen möchte ich es aber trotzdem noch, da eine Freundin es mir empfohlen hat.

Selbstverständlich finden sich auch unzählige Klassiker auf meiner Liste der vergessenen Bücher. Obwohl – so richtig vergessen habe ich Emma von Jane Austen nicht, schließlich landet es ständig auf irgendwelchen TBR-Listen von mir, nur mit dem tatsächlichen Lesen klappt das irgendwie nicht. Ich weiß nicht, woran es liegt, dass ich seit Jahren kein Buch mehr von Austen gelesen habe, aber das ist wirklich etwas, das ich ganz schnell wieder ändern möchte.

Ähnlich geht es mir mit John Irving. Ich habe vor etlicher Zeit „Garp und wie er die Welt sah“ gelesen, war absolut begeistert davon und habe mir dann sämtliche Bücher von Irving gekauft, sie aber nicht gelesen. Das Hotel New Hampshire steht deshalb nur stellvertretend für zahlreiche andere Bücher des Autors, allerdings ist es auch das, welches ich von ihm am dringendsten lesen möchte. Hoffentlich bald.

Noch ein Klassiker! Ich bin wohl die letzte Person, die 1984 von George Orwell noch nicht gelesen hat und ich schäme mich wirklich ein kleines bisschen deswegen. Ich will es auch ändern – allerdings überlege ich, das Buch vielleicht lieber im Original zu lesen und mir daher noch die Englische Ausgabe zuzulegen.

Zuletzt muss ich unbedingt noch Milan Kunderas Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins nennen. Wieder ein Buch, welches ich zum falschen Zeitpunkt begonnen habe und das ich deswegen schnell wieder beiseite gelegt und in Vergessenheit geraten lassen habe. Dabei ist der Titel einer meiner liebsten Buchtitel überhaupt – ich muss dem Buch allein deswegen einfach noch eine Chance geben.


Habt ihr schon eines dieser Bücher gelesen – wie hat es euch gefallen? Und welche Bücher verstecken sich bei euch seit Ewigkeiten im Regal? Könnt ihr abschätzen, wie lange das älteste ungelesene Buch schon auf eurem SuB liegt?

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24 Kommentare zu „10 Bücher, die seit Ewigkeiten ungelesen in meinem Regal stehen

  1. „Die Liebeshandlung“ habe ich gestern erst angefangen. :) Ich habe aber noch nicht mal das erste Kapitel beendet (war schon spät und die Konzentration nicht mehr so da) also kann ich bisher nichts dazu sagen. Aber Eugenides ist für mich immer wieder ein Genuss. Ein lockerer Schreibstil der trotzdem elegant ist und nie ermüdet. „1984“ lohnt sich übrigens sehr, unbedingt noch lesen!

    1. Sein Schreibstil ist echt toll, erinnert mich etwas an Ian McEwan, obwohl ich von dem leider auch erst ein Buch gelesen habe. Bin gespannt, was du von dem Buch halten wirst, ich hoffe, ich werde es auch bald lesen können. :)

  2. Also wenn ich ehrlich sein kann, dann würde ich dir raten, Emma von Jane Austen gar nicht anzufangen. Ich liebe Jane Austen, aber damit ist ihr wirklich kein Meisterwerk gelungen (in meinen Augen xD). Ich würde dir da eher Anne Elliot oder Verstand und Gefühl empfehlen, falls du die nicht schon gelesen hast :)
    1984 habe ich damals in der Schule in Englisch gelesen und so wie ich mich erinnern kann, fand ich es ganz gut.

    1. Ich finde es irgendwie immer witzig, wie gemischt die Meinungen zu. :D Habe jetzt schon einige Male gehört, dass „Emma“ das Lieblingsbuch vieler Leute sei und jetzt kommst du und sagst das komplette Gegenteil, haha. Mal sehen, ob ich es bald lesen werde – schlimmstenfalls kann ich es ja dann auch abbrechen. „Verstand und Gefühl“ mochte ich auch sehr, „Anne Elliot“ habe ich dagegen noch nicht gelesen, werde ich aber ganz sicher noch nachholen!

      1. xD Und ich dachte immer, es kann überhaupt keine Leute geben, die „Emma“ mögen, denn mit allen, mit denen ich gesprochen habe, haben das gleiche wie ich empfunden :D Aber so sind eben die Geschmäcker und das ist auch gut so. Ich finde es zwar blöd, Werbung in eigener Sache zu machen, aber wenn du magst, kannst du gerne mal auf meinem Blog schauen, ich habe da einen Post zu Jane Austen gemacht ;) Und Anne Elliot kann ich dir nur ans Herz legen und auch den Film, der von der BBC erschienen ist (mit Sally Hawkins ins der Hauptrolle!).

  3. J.K. Rowlings „Ein plötzlicher Todesfall“ habe ich vor, ich glaube, einem Jahr gelesen, und fand es überraschend gut. :) „1984“ steht bei mir ebenfalls noch in den „Startlöchern“, mal sehen, wann ich dazu komme…

    Liebe Grüße
    Karin

  4. Mit „Unser letzter Sommer“ können wir und zusammentun ^^. Ich habe es aus den gleichen Gründen mal gekauft und es liegt seit Jahren bei mir rum.

    „Emma“ ist einer meiner liebsten Romane von Jane Austen. Aber wie für alle ihre Bücher braucht man da ja auch etwas Zeit und Geduld.

    Ebenso wie für „1984“, das ich vom Setting her total genial fand, aber auch sehr anstrengend zu lesen. Der Fokus lag hier meiner Meinung nach mehr auf der ganzen Hintergrundstory als auf der Handlung und den Figuren.

    Das älteste Buch auf meinem SuB könnte durchaus schon 6-8 Jahre dort liegen ^^. Ja, ich sollte ihn mal abbauen :D.

    Liebe Grüße :),
    Charlie

    1. Haha, ich fühl mich echt etwas besser, dass ich nicht die einzige bin, die das Buch seit Jahren rumzuliegen hat. :D Ich nehme es mir jeden Sommer vor, aber irgendwie klappt’s dann doch nie.
      Auf „Emma“ bin ich sehr gespannt, aber gerade für Klassiker nehme ich mir echt immer gerne Zeit, mal sehen, wann ich die finde.
      Och, 6-8 Jahre, geht doch. :’D Solange man die Bücher tatsächlich noch lesen will, ist es ja eigentlich okay, manches braucht halt seine Zeit. :D
      Liebe Grüße! <3

  5. Ich fand, dass Eragon 4 sich wesentlich weniger gezogen hat als Band 2 und 3 (Da waren gefühlt 100er Seiten von Eragon, wie er durch die Gegend zieht ;)). und auch in meinen Augen wieder auf dem Niveau von Band 1 war.

  6. Ein plötzlicher Todesfall liegt auch schon seit Jahren bei mir. Und auch ich hatte schon damit angefangen, aber hat bei mir auch momentan nicht gepasst und jetzt verstaubt es leider im Regal. Ich hoffe, dass ich mich bald wieder daran wage.

    1. Irgendwie doof, wenn man mit einem Buch im falschen Zeitpunkt beginnt und es dann erst wieder weglegt. Aber ich hoffe ganz stark, dass ich „Ein plötzlicher Todesfall“ noch dieses Jahr lesen werde, mal sehen wie das klappt. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass du auch bald schaffst, es zu lesen!

  7. Ein plötzlicher Todesfall musste ich auch zweimal beginnen. Ist wirklich ein sehr komplexes Buch, dass aber mit jeder Seite besser wird. 1984 habe ich auch tatsächlich noch ungelesen bei mir stehen… das wollte ich schon längst gelesen haben!
    Wünsche dir einen schönen Tag!

    1. Das schürt meine Vorfreude auf’s Buch! Ach, gerade bei Klassikern habe ich sowieso das roblem, sie ewig lange aufzuschieben. Ich kaufe sie unheimlich gerne, weil sie meistens so hübsch aussehen und ich sie auch wirklich lesen will, aber dann verstauben sie irgendwie doch erstmal im Regal.

  8. Ich habe mir angewöhnt, alle Bücher, die auf meinem SuB landen, bis spätestens zum Ende des darauffolgenden Jahres zu lesen. Meine älteste SuB-Leiche liegt daher seit Januar ’15 dort. Das bedingt natürlich eine genaue „Buchführung“ über den SuB, da hilft mir Goodreads dabei.

    1. Wow, ich wünschte mir, ich hätte diese DIsziplin, das ist echt bewundernswert und klingt nach einem richtig guten Konzept! Und die Bücher, die du in dieser Zeit nicht schaffst, gibst du dann weg oder ist das noch nie vorgekommen?

  9. Unser letzter Sommer habe ich vor vier Jahren oder so gelesen :D hat mir gut gefallen wenn ich mich recht erinnere :D Ich mochte aber die ganze Reihe sehr

  10. „Ein plötzlicher Todesfall“ fand ich überraschend gut. Die Handlung war eher mäßig spannend – vor allem im Vergleich zu Harry Potter. Und wer kommt umhin, ein Buch von JK Rowling nicht mit Harry Potter zu vergleichen? Aber wie die Dame schreibt, das ist kaum zu übertreffen.
    „Das Hotel New Hampshire“ ist ein typisches John Irving Buch. Hast du schon andere Romane von ihm gelesen? Es ist fesselnd, super geschrieben, abstrus, irrwitzig, witzig, unterhaltsam, komisch, seltsam. Aber insgesamt wirklich gut – wenn man mit John Irving klarkommt…. Schon mal viel Spaß beim Lesen :)

    1. Ich hatte ja die ersten 50 Seiten von „Ein plötzlicher Todesfall“ schon gelesen und ich kann mich auch daran erinnern, dass ich den Schreibstil richtig toll fand. Hoffentlich komme ich bald tatsächlich dazu, es zu lesen.
      Von John Irving habe ich bisher nur „Garp und wie er die Welt sah“ gelesen und das ist auch schon eine ganze Weile her, aber ich mochte es unglaublich gerne – gerade dieses verrückte und witzige und dann auch noch sein Schreibstil. :D
      Vielen Dank und liebe Grüße!

  11. Das einzige von den Büchern, das ich schon gelesen habe, ist „Eragon“ und ich muss gestehen, ich kann mich an kein einziges Wort mehr erinnern. Ich könnte noch nicht einmal jemandem erklären, worum es in diesen Büchern geht und das spricht nicht unbedingt für die Reihe. Von daher kann ich dich nur darin unterstützen, das Buch wegzugeben ;). „Emma“ und „1984“ stehen auch noch in meinem Regal und warten darauf gelesen zu werden und John Irving wollte ich mir schon lange einmal anschauen, habe es aber noch nicht gemacht. „Ein plötzlicher Todesfall“ wollte ich mir eigentlich auch mal holen, aber dann hat es mein Vater gelesen und fand es ziemlich langweilig, obwohl das ja immer Geschmackssache ist.
    Liebe Grüße,
    Cora

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