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Was ist eigentlich mit meinem Leseverhalten los?


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Ich war immer ein Mensch, der gerne gelesen hat – ich kann mich tatsächlich an keine Phase meines Lebens erinnern, in der ich nicht gelesen habe. Manchmal vielleicht weniger als sonst, ja, aber ich hatte nie großartige Probleme mit Reading Slumps oder damit, mich generell zum Lesen motivieren zu müssen. Trotzdem muss ich eines gestehen: In letzter Zeit muss ich mich manchmal dazu ‚zwingen‘, endlich mal wieder ein Buch zur Hand zu nehmen.

Das geht, wenn ich ganz ehrlich bin, seit dem Sommer so. Man merkt es meinen Statistiken und Lesemonaten überhaupt nicht an, was vor allem daran liegt, dass mir das Lesen an sich immer noch allergrößte Freude bereitet und ich jedes Buch auf seine eigene Art und Weise genieße und glücklicherweise auch immer noch oft genug von allein zum Buch greife. Aber eben nicht so wie früher, als ich wirklich jede meiner freien Minuten mit einem Buch in der Hand verbrachte. Wenn ich vor der direkten Wahl stehe, ob ich lieber Lesen oder beispielsweise lieber Netflixen soll, hat in letzter Zeit einfach des öfteren letzteres gewonnen. Ich habe diese Entscheidungen sogar bewusst getroffen, mir war vollends klar, dass ich mich gerade gegen das Buch entscheide und lieber eine Serie schaue und das schlimme daran ist, dass es mir egal war. Egal, wie spannend oder interessant meine derzeitige Lektüre war, ich habe die Serie vorgezogen. Woher kommt das?

Normalerweise, das heißt seit dem Studium, war das bei mir so: Ich bin gelegentlich schon morgens etwas früher aufgestanden und habe eine halbe Stunde gelesen, manchmal auch ein halbes Stündchen in der Mittagspause und spätestens abends habe ich dann eigentlich so gut wie täglich versucht, wenigstens 50 Seiten, wenn nicht sogar mehr zu lesen. Natürlich ist das nicht immer so aufgegangen, aber das waren so meine typischen „Lesezeiten“, an die ich versucht habe, mich mal mehr und mal weniger zu halten. Inzwischen habe ich ein solches Leseverhalten nicht mehr, ich lese völlig willkürlich oder eben halt gar nicht, sondern nutze meine freie Zeit für Netflix oder andere sinnlose Ablenkungen. Dass irgendwas bei mir gerade schief läuft, habe ich wie gesagt bereits im Sommer gemerkt aber dann gedacht, dass es schon irgendwie wird. Und ich habe ja trotzdem ein gewisses Pensum geschafft, weil die Lust zu lesen oft genug glücklicherweise doch ausgeprägt genug war. Als ich mir im September mein Bullet Journal zulegte, habe ich darin einen Habit Tracker integriert – man sucht sich verschiedene Tätigkeiten aus, denen man bestenfalls täglich nachgehen möchte, und markiert sich dann täglich, ob man es tatsächlich gemacht hat oder nicht. Ich habe eine Zeile mit der Aufgabe 1 Hour Reading hinzugefügt, damit ich wenigstens eine Stunde am Tag lese und es ist dadurch auch kurzfristig wieder etwas besser geworden, aber ich kann nicht bestreiten, dass ich dennoch sehr unzufrieden bin, in welche Richtung sich meine Gewohnheiten verändert haben. Was soll ich noch dagegen tun?

Ihr wisst, ich kaufe mehr Bücher, als ich monatlich lese, was wirklich eine schlimme Angewohnheit ist, aber naja. Gerade deswegen möchte ich aber nicht, dass meine Lust am Lesen schwindet. Wenn ich mein Bücherregal ansehe, dann kriege ich Glücksgefühle und wenn ich einen Blick in mein To-Be-Read-Regal werfe, werde ich ganz aufgeregt, weil da einfach noch so viele tolle Geschichten schlummern, von denen ich gar nicht erwarten kann, sie zu lesen. Das sehe ich definitiv als positives Zeichen und sowieso bin ich der festen Überzeugung, dass meine Liebe zu Büchern niemals verschwinden wird – dazu begleiten mich Bücher einfach schon viel zu lange und sind viel zu fester Bestandteil meines Lebens. Meine Sorge ist vielmehr, dass diese Unlust zu einem dauerhaften Zustand wird. Bevorzuge ich Netflix, weil ich es wirklich spannender und besser als ein Buch finde oder mache ich das einfach nur, weil es bequemer ist und weil es bedeutet, dass mein Freund und ich ein bisschen Zeit gemeinsam verbringen? Netflix verbindet uns, Bücher tun es nicht. Oder ist das alles nur eine faule Ausrede und das Problem liegt in ungreifbarer Nähe? Ich weiß es einfach nicht.

Für mich ist eines aber auf jeden Fall klar: Ich brauche eine neue Balance, neue Leserituale und – gewohnheiten und Kompromisse. Statt drei Folgen einer Serie, reicht doch eigentlich auch eine, statt sinnlosem Rumhängen kann ich auch diese Zeit sinnvoller nutzen, ich muss auch nicht jedes einzelne Video in meiner YouTube-Abobox schauen (okay, das mache ich ohnehin eher seltener, aber trotzdem schaue ich viel zu viel Kram, der mich eigentlich nicht einmal wirklich interessiert). Ich lasse viel zu viel wertvolle Zeit verstreichen und stecke zu wenig Energie darin, neue Rituale zu entwickeln und meine Zeit effektiver zu nutzen und das nervt mich extrem. Das ist nicht einmal nur zwingend auf das Lesen bezogen, sondern eigentlich noch auf einiges mehr. Es versteht sich von selbst, dass ich mich jetzt zu nichts zwingen möchte, auch nicht zum Lesen, aber mir ist es dennoch wichtig, dass Lesen etwas bleibt, das ich jeden Tag mache, wie Zähneputzen oder meinen Frühstückskaffee zu trinken. Es muss nicht immer klappen, manche Tage sind einfach vollgepackter und anstrengender als andere, aber trotz allem möchte ich mir bewusst Zeit für meine Hobbies schaffen und nicht nur lethargisch auf der Couch vergammeln. Meine Hoffnungen, dass das gelingt, sind wirklich groß und auch wenn ich noch keine konkreten Pläne entwickelt habe, hoffe ich doch sehr, dass ich bis Ende des Jahres einige Routinen und Gewohnheiten entwickelt habe, um wieder öfter zum Buch als zur Fernbedienung zu greifen.


Was sind denn eure Gewohnheiten, wenn es ums Lesen geht? Oder ist euch das gar nicht so wichtig und ihr lest wirklich nur dann, wenn gerade nichts anderes zu tun ist? Mich interessiert dabei besonders, zu welcher Tageszeit und an welchem Ort ihr am liebsten lest, also lasst mich das gerne wissen!

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25 Kommentare zu „Was ist eigentlich mit meinem Leseverhalten los?

  1. Ich glaube, dass das, was du beschreibst, eigentlich gar kein Problem ist. Die Bücher stehen halt gerade nicht im Vordergrund, aber sich dann dazu zu zwingen, halte ich auch nicht unbedingt für richtig. Ich denke, das pendelt sich ganz von allein wieder ein.

    Aber wenn du einen Plan brauchst, finde ich den Ansatz mit einer Folge statt drei und in der Zeit lesen gar nicht so schlecht. Ich lese zb meistens abends eine Stunde im Bett und über den Tag verteilt auch, wenn ich Zeit habe. Feste Zeiten helfen also schon, aber eben ohne sich zu zwingen nach dem Motto „ich MUSS jetzt lesen!“.

    Manchmal läufts einfach nicht so – dafür dann wann anders wieder besser. Mach dir deswegen nicht so einen Kopf, sondern nimm es wie es kommt :)

    1. Danke für deine Gedanken dazu! Ich sehe es auch gar nicht unbedingt als Problem, auch wenn ich es irgendwie so formuliert habe, aber irgendwie löst das in mir schon Bedenken über meine Prioritäten etc. aus. Vielleicht denke ich aber auch einfach nur zu viel darüber nach – das kommt bei mir irgendwie häufiger vor – und das „Problem“ (das ja eigentlich keines ist) löst sich schneller als gedacht von ganz allein. :)

  2. Ich kann deinen Beitrag sowas von verstehen! Ich habe jedes Jahr auf’s neue solche eine „Phase“ (ja, bei mir ist es tatsächlich eine Phase), in der ich einfach nicht lesen möchte. Ich schaue derzeit das 5. Mal Gilmore Girls, ich kann es auswendig. Und Zeit mit dem Freund verbringen, wie du es geschrieben hast, kann man auch schlecht beim Lesen.

    Was ich sehr gern tu, ist morgens lesen. Ich nehme mir auch sehr gern eine halbe Stunde, oder auch mal nur 10 Minuten Zeit, mein Buch zu lesen. Das ist dann aber auch tatsächlich mein Morgens-Lese-Buch. Ich lese nun schon seit April immer morgens ein paar Seiten Jane Eyre. Dann lese ich abends auf der Couch sehr gern, aber da ist die Gefahr hoch, dass ich doch etwas anderes eher tue. Ich glaube, den Vorsatz, täglich eine Stunde zu lesen, muss ich mir auch zulegen.

    Liebe Grüße! :)

    1. Selbst morgens lasse ich mich von Netflix und Youtube verführen – ich glaube, das ist eine Stelle, an der ich wirklich mal ansetzen sollte und die Zeit lieber zum Lesen nutzen sollte.
      Vielen Dank für deinen Kommentar und ganz liebe Grüße!

  3. Huhu!
    Kann dich total gut verstehen, mir geht es im Moment auch so, allerdings merkt man es meiner Lesestatistik durchaus an. Letzter Monat lief nicht gut, diesen Monat etwas besser. Aber ich fühle mich gehemmt und gleichzeitig verpflichtet. Ich glaube, mein Problem ist, dass ich meine, ich MUSS lesen. Für den Blog und für mich selbst. Ich sollte mir klar machen, dass ich das Glück habe zu lesen, dass ich lesen darf und nicht lesen muss. Und vor allem sollte ich das Handy häufiger außer Reichweite legen.

    Liebe Grüße,
    Linda

    1. Wenn man weiß, wo genau das Problem liegt, ist es ja auch schon mal gut – dann weiß man wenigstens, wo man ansetzen kann! Oft habe ich auch das Gefühl, von dem du schreibst, dass man als Blogger quasi eine Art „Pflicht“ hat, eine gewisse Anzahl an Büchern zu lesen und zu besprechen. Eigentlich setzt mich das aber nie wirklich unter Druck, aber wer weiß, was das Unterbewusstsein damit macht. Handy ist auf jeden Fall auch bei mir ein relativ großer Störfaktor, ich lege es inzwischen auch immer außer Reichweite, wenn ich mich einem Buch widme. :)
      Ganz liebe Grüße!

  4. Hi :)
    mir geht es genau wie dir. Ich liege abends im Bett, mit einem Buch neben mir, aber auch dem Laptop und dann ist manchmal der klick auf Netflix oder Youtube stärker. Ich fühle mich deswegen auch schlecht. Es ist wie eine Pflicht, die man sich natürlich selber auflegt, auch weil man sieht, der und die haben schon so viel gelesen, schon so viele Rezensionen online gestellt. Und was ist mit mir? Das ist wirklich die Gefahr, dass man sich dabei selber voll vergisst. Manchmal hat man halt Phasen, in denen liest man weniger, und in anderen da liest man so viel, das man eine ganze Bibliothek füllen könnte. Ich versuche mir da nicht so einen Stress zu machen und lese zum Beispiel auch immer auf dem Weg zur Uni in der U-bahn, zwischen den Vorlesungen oder immer dann wenn ich Lust habe. Man sollte es nicht als absolute Notwendigkeit einstufen, denn dann kann es vielleicht auch passieren, dann man die Lust komplett verliert, und das wäre richtig schade.

    Liebe Grüße,
    Alexandra

    1. Tausend Dank für dein Kommentar, du hast es wirklich nochmal genau auf den Punkt gebracht und ich bin froh, dass ich nicht die einzige bin, der es zeitweise so geht. Ich wünsche dir einen tollen Start in die Woche, allerliebste Grüße!

  5. Hallo :),

    ich kenne das auch, wenn einem einfach die Lust am Lesen fehlt, man es aber eigentlich tun möchte. Bei mir hat es eine Menge damit zu tun, dass viele
    Neuerscheinungen mich gerade nicht interessieren, oder ich sie schon gelesen habe…
    Meistens lese ich auf der Couch mit einer Tasse Tee und Keksen neben mir. Die Uhrzeit spielt bei mir keine so große Rolle, ich lese einfach dann, wenn ich Zeit und Lust habe. :)

    Liebe Grüße
    Isabel

    1. Danke für dein Kommentar! Vielleicht sollte ich mir auch einfach bewusst mehr Zeit machen – mir einen Tee oder Kaffee und eine kleine Leckerei zubereiten und das Lesen dann als kleines Ritual zelebrieren. :)
      Ganz liebe Grüße!

  6. Ach, setz dich nicht so unter Druck. Ich hab manchmal Phasen, da lese ich eine Woche gar nicht, obwohl ich Bücher auch liebe und unbedingt noch ganz viele tolle Geschichten lesen möchte. Mit 13 habe ich sogar nur 5 Bücher oder so pro jahr geschafft, weil ich mich absolut nicht aufraffen konnte. Irgendwann hat sich das von selbst wieder geändert.

    1. Zum Glück setze ich mich da auch gar nicht unter Druck, aber traurig macht es mich halt irgendwie schon. Ich denke aber auch, dass sich das von ganz alleine wieder legen wird, bzw. ich nicht viel mehr tun muss, als feste Lesezeiten und eine gewisse Routine zu entwickeln. :)

  7. Schon komisch oder? Manchmal steht man echt total drauf sich mit Büchern zu beschäftigen, als online oder im Geschäft. Videos gucken, Blogs lesen, Bücher kaufen und dem eigentlichen Zweck der Dinger kommt man nicht so gern nach oder rafft sich nicht so schnell dazu auf. Manchmal beobachte ich das bei mir selbst auch. Vielleicht weil man dafür etwas tun muss, das Buch in die Hand nehmen, Augen und Kopf anstrengen, viel mehr als wenn man sich nur von einem Video berieseln lässt. Ich finde manchmal ist das aber auch wirklich die erste (und einzige Hürde). Klar ist Netflix bequemer, aber wenn du dich überwindest und einfach nur eine Seite stattdessen liest, merkst du vielleicht, dass du plötzlich doch mehr Bock auf das Buch als auf die Serie hast :) Falls das nicht klappt, wie du schon weißt: nicht stressen. Die Lust kommt schon wieder zurück.

    1. Du hast es perfekt zusammengefasst, danke! <3 Ich denke auch, dass die Lust irgendwann zurückkommt – ganz weg ist sie ja eigentlich auch nicht – aber ich hoffe einfach, dass ich es irgendwann schaffe, meine freie Zeit wieder mehr wertzuschätzen und sie nicht durchgehend zu "verplempern". :')

      1. Sieh die Zeit nicht als verplempert an, das macht nur ein schlechtes Gewissen. Du spannst einfach mal aus und schaltest ab nach einer anstrengenden Zeit. Wie Urlaub quasi. Manchmal muss man sich auch erst mal ne Zeit entleeren, um wieder aufnahmefähig zu werden und einen klaren Blick/Kopf zu bekommen für die Dinge, die einem wichtig sind. Soweit ich weiß bist du ja auch gerade in einer krassen Findungsphase, das ist schon stressig genug :)
        (und Serien gucken und dadurch Zeit mit dem Liebsten zu verbringen, ist erst recht keine Zeitverschwendung ;)

  8. Hi!

    das spricht mir aus der Seele! Mir ging es letztes Jahr genauso, meine Liste gelesener Buecher wurde von Jahr zu Jahr kleiner, irgendwie habe ich es nicht mehr geschafft, Lesen in meinen Alltag einzubauen und das hat mir echt gefehlt.
    Teilweise war das vom Arbeitsweg abhaengig – ich fahr grad wieder taeglich mit dem Fahrrad zur Arbeit versus davor eine Stunde einfach im Zug pendeln – das macht einen Riesenunterschied! Nachdem das mit dem Pendeln wegfiel hatte ich irgendwie nicht mehr meinen festen Zeitslot zum Lesen.

    Ich hab mir dann mal ueberlegt was helfen koennte, das Lesen wieder zur guten Gewohnheit zu machen (http://idontknowididntlisten.blogspot.co.uk/2015/12/my-five-thoughts-on-reading-more.html) und dann ein Jahresprojekt daraus gemacht (http://idontknowididntlisten.blogspot.co.uk/2016/01/projekt-2016-mehr-lesen.html). In diesem Jahr lese ich drei Buecher pro Monat und das klappt bislang echt gut und macht unglaublich Freude :)

    Lieblingszeit zum Lesen ist inzwischen direkt nach dem aus der Arbeit kommen, sobald ich durch die Tuer bin erstmal aufs Sofa und lesen. Dazu kommen dann entweder vor der Arbeit oder mal in der Mittagspause und einfach gerne auch einen Samstag oder Sonntagnachmittag (oder wann immer es passt – wenn ich auf einen Bus warte, auf die Waesche, ….) – Leselieblingszeiten koennen echt wechseln hab ich gemerkt!

    Liebe Gruesse!
    naftali

    1. Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und die Verlinkung zu deinen Blogbeiträgen! Ich hab irgendwie wirklich da Gefühl, meine freie Zeit nicht genug wetzuschätzen, weil ich so bequem bin und sie nicht so nutze, wie ich eigentlich könnte. Feste Lesezeiten sind da vermutlich wirklich hilfreich und ich werde in den nächsten Wochen mal ausprobieren, wann ich am liebsten und besten lesen kann – aber zu sehr festlegen möchte ich mich da auch nicht, denn wie du schon sagst: Leselieblingszeiten können stets wechseln, so, wie es vermutlich gerade am besten in den Alltag passt.
      Ganz liebe Grüße!

  9. Hmmm ich denke die Gewohnheiten verändern sich und passen sich dem Alltag und den Lebensumständen automatisch an. Von daher würde ich gar nicht vermuten, dass bei dir was ’schief läuft‘ – du sagst ja selber, dass du immer noch gerne liest. Und dass Netflix eben bedeutet, dass du mehr zeit mit deinem Freund verbringst bzw. euch das verbindet. Vielleicht ist das einfach wichtiger geworden?
    Bei mir ist es so, dass Lesen immer nach allen möglichen Pflichten und ernsteren Hobbys kommt. Deswegen vergehen manchmal Wochen wo ich kaum lese, weil zuviel zutun ist, ich viel bloggen will. Das ist so besonders krass geworden als ich angefangen habe zu arbeiten. Damit musste ich mich auch erstmal etwas abfinden.

    1. Ja, vermutlich hast du recht und es liegt einfach am Älterwerden, den neuen Verpflichtungen und so weiter. Traurig macht es mich trotzdem irgendwie, gerade weil ich die Zeit, die ich frei zur Verfügung habe, so bewusst für andere Dinge nutze und nicht einmal versuche, das irgendwie „gerecht aufzuteilen“ in halbe Stunde Netflix, halbe Stunde Lesen oder so. Aber vielleicht ist es auch nur eine Phase, die etwas länger andauert und wieder vergeht – mal sehen, ich werde jetzt jedenfalls versuchen, mehr oder weniger feste Lesezeiten in meinen Alltag zu integrieren und zu schauen, wie das so klappt. Danke für dein Kommentar und liebe Grüße!

  10. Sehr schöner Beitrag, der so ziemlich auf den Punkt trifft, wie es mir auch geht. Ich lese auch nicht mehr so viel und bewusst wie früher. Oft sage ich mir gezielt „so, du liest jetzt was“ und dann tue ich das auch und finde es super, aber irgendwie erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich abgelenkt werde und plötzlich das Handy in der Hand habe oder nach einer halben Stunde schon wieder aufhöre und etwas anderes mache, obwohl ich früher stundenlang am Stück lesen konnte. Ich versuche aktuell auch, das aktiv zu ändern, aber das ist eben gar nicht so einfach und ich weiß auch nicht genau, woran es eigentlich liegt.
    Das Lesen ist aber der Grund, weshalb es mir gar nichts ausmacht, dass ich wegen der Uni viermal die Woche zwei Stunden täglich im Zug verbringe, weil ich in dieser Zeit immer lese und auch durch nichts ablenkt werden kann. Das ist also meine feste Lesezeit und das finde ich super. Wenn ich zu Hause bin, entscheide ich mich aber auch oft eher für Netflix oder Youtube, einfach weil es nach einem langen Tag weniger anstrengend ist.

    Liebe Grüße!

    1. Du fasst das, was ich denke, echt nochmal richtig gut zusammen – schön, dass ich nicht alleine mit diesem „Problem“ bin. Ein bisschen beschuldige ich echt das Internet dafür – früher hatte man halt echt einfach nicht diese Omnipräsenz der ganzen Social Media Kanäle, Videos etc., die einen jetzt einfach immerzu ablenken. Feste Lesezeiten sind glaube ich wirklich das A und O und ich werde versuchen, diese auch wieder in meinen Alltag zu integrieren. Danke jedenfalls für dein Kommentar, ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!
      Liebste Grüße!

  11. Huhu,

    ich bin gerade durch die Leseparty von der primeballerina auf deinem Blog gelandet und fühlte mich sofort total wohl hier. Mir gefällt dein Blog wirklich gut und ich werde in Zukunft wohl öfters vorbeischauen.

    Was das Lesen betrifft, kenne ich das, was du schilderst nur zu gut. Ich hatte auch Zeiten, in denen ich in jeder freien Minute gelesen habe, aber momentan gehe ich durch eine Art Leseflaute, wo ich mich manchmal richtig dazu zwingen muss, ein Buch in die Hand zu nehmen. Dabei lese ich gerade zwei wirklich absolut tolle Bücher und habe jedes Mal viel Freude mit ihnen, wenn ich tatsächlich mal lese. Ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht ist es einfach die Bequemlichkeit, ich weiß es nicht.

    Am liebsten lese ich immer noch abends, vor allem, bevor ich ins Bett gehe. Ich versuche, mir da gerade eine Routine aufzubauen, dass ich jeden Tag vor dem Schlafengehen noch mindestens ein Kapitel lese. Aber es klappt mal mehr mal weniger.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du deine Leseflaute bald überwindest und wieder mehr Freude am Lesen findest.

    Liebste Grüße
    Myna

    1. Hallo liebe Myna,
      das freut mich unglaublich, dass du auf meinen Blog gefunden hast! Vielen Dank für dein liebes Kommentar!
      Ich bin froh, dass ich nicht die einzige bin, die durch solche Phasen geht. Ich verstehe es irgendwie selbst nicht so genau, aber ich hoffe wirklich, dass es irgendwann wieder anders/besser wird. Ich versuche inzwischen auch, wieder feste Lesezeiten festzulegen und auch nicht zu streng mit mir zu sein, wenn es mal nicht klappt.
      Vielen Dank und allerliebste Grüße
      Liesa

  12. Guten Morgen :)
    Ich kenne das Gefühl total gut! Ich hab bis ich angefangen hab zu bloggen viel gelesen, aber auch nur dann wenn mir nach Lesen war. Das war nicht unbedingt jeden Tag, aber dafür dann vielleicht mal ein ganzes Wochenende durch. Seit ich Blogge lese ich viel mehr, weil ich viel mehr Geschichten bemerke, die mich neugierig machen. Und seit dem habe ich auch einen SUB, der mich immer böse anschaut. Normalerweise lese ich in der Mittagspause und abends bzw. nachts. Aber ich merke immer häufiger, dass ich eine Reizüberflutung an Geschichten habe und dann muss ich immer mal wieder eine Pause machen. Mein Freund ist übrigens auch kein Leser und ist sauer, wenn ich mehr Zeit mit meinen Büchern, als mit ihm verbringe 🙈 Ganz liebe Grüße, Michi

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