Bücher

[Buchempfehlung] Lektüre für kalte und graue Herbsttage


Ich bin mit großer Sicherheit nicht die einzige, die das triste und graue Wetter Ende des Jahres in vollen Zügen genießt und fast schon zelebriert, indem sie sich auf der Couch einmummelt, einen großen Tee oder Kaffee trinkt und dabei in Büchern schmökert. Eigentlich mache ich das, was ich lese, nicht davon abhängig, wie das Wetter draußen ist, aber irgendwie gibt es dennoch einige Bücher, die einfach perfekt das Gefühl widerspiegeln, das dieses Wetter in mir auslöst und diese würde ich heute sehr gerne mit euch teilen. Eins haben die Bücher alle gemeinsam: Sie enthalten magische, mysteriöse oder sogar düstere Elemente und eignen sich damit perfekt für dunkle Regentage.

herbst

Vassa In The Night von Sarah Porter habe ich diesen Monat erst gelesen und auch wenn es teilweise wirklich sehr bizarr und seltsam war, hat mich das märchenhafte Retelling sehr gut unterhalten und war wirklich einzigartig. Wer die alten russischen Volksmärchen kennt, dem ist insbesondere Baba Yaga, die in diesem Buch eine große Rolle spielt, ein Begriff und womöglich auch einige der anderen Elemente, mit denen ich leider weniger anfangen konnte, was meine Freude am Lesen aber absolut nicht getrübt hat.

Lucian von Isabel Abedi hat für mich eine ganz besondere Bedeutung: Zum einen war meine allererste Rezension auf diesem Blog eine Kritik zu diesem Buch, zum anderen ist es mein liebstes Jugendbuch der Autorin und auch wenn es schon etwas älter ist, will ich es einfach nicht in Vergessenheit geraten lassen. Die Geschichte ist überwiegend eine Liebesgeschichte, aber nicht auf kitschige Art und Weise – dafür hat die Autorin wirklich ein gutes Händchen – sondern vielmehr auf einem verzaubernden Wege.

Wenn der Sommer endet von Moira Fowley-Doyle ist das perfekte Buch für die Zeit um Halloween. Nicht, weil es so gruselig und düster ist, sondern eher wegen der magischen Elemente, die in der Geschichte enthalten sind. Magischer Realismus ist für mich immer ein ganz besonderer Genuss, weil es ein Buch gleich um ein zehnfaches spannender machen kann, indem es die Grenze zwischen Realität und Unmöglichkeit verwischt und in diesem Jugendbuch ist es tatsächlich besonders gut gelungen.

We Have Always Lived In The Castle von Shirley Jackson ist ein unfassbar dünner und dennoch vielschichter und grandioser Roman, erzählt aus der Perspektive von Merricat, die alles andere als vertrauenswürdig ist, aber dennoch oder vermutlich gerade deswegen eine unglaublich interessante Protagonistin darstellt, von deren Geschichte man gar nicht genug bekommen kann.

A Monster Calls von Patrick Ness/Siobhan Dowan sollte man so schnell wie möglich lesen, wenn man es noch nicht getan hat, denn erstens ist es eine wirklich berührende und wunderschöne Geschichte, die außerdem mit großartigen Illustrationen von Jim Kay versehen ist und zweitens kommt hier auch bald der Kinofilm, von dem ich wirklich einiges erwarte. Das Buch ist rührend und traurigschön mit einer unheimlich dichten und intensiven Atmosphäre.

Miss Peregrine’s Home For Peculiar Children von Ransom Riggs wurde inzwischen wirklich schon viel zu oft auf meinem Blog erwähnt, aber die Trilogie passt einfach besonders gut in die herbstliche Zeit aufgrund ihrer fantastischen und mysteriösen Elemente. Passend dazu auch die kürzlich erschienende Märchensammlung Tales Of The Peculiar – für alle, die nicht genug von den Peculiars bekommen und die gerne auch ein paar etwas düsterere Kurzgeschichten lesen möchten.

The Raven Boys von Maggie Stiefvater hat bei mir eigentlich ja gar nicht so besonders gut abgeschnitten, aber ich komme trotzdem nicht umhin, dieses Buch meiner Liste von Empfehlungen hinzuzufügen, da ich die Geschichte einfach direkt mit Herbst assoziiere. Der Plot lebt von paranormalen Ereignissen und eigenwilligen aber interessanten Figuren, mit denen ich zwar noch nicht so wirklich warm wurde, aber deren weiterer Weg mich dennoch irgendwie reizt.

The Secret History von Donna Tartt habe ich zwar im Sommer gelesen, von der Stimmung her passt es aber ausgesprochen gut in den Herbst und Winter, weil es irgendwie so kühl und unnahbar ist und auch wenn es nie ausgesprochen wird, irgendwie auch etwas düster. Ich werde nie aufhören, die Geschichte mit den ersten paar Folgen „How To Get Away With Murder“ zu vergleichen – wer die Serie mag, wird ganz bestimmt auch vom Buch begeistert sein.

Rebecca von Daphne Du Maurier wurde von mir erst im letzten Monat gelesen, aber die Geschichte um die ehemalige und die neue Hausherrin Manderleys geht mir seitdem kaum noch aus dem Kopf, weil sie einfach so packend war und mit einem für mich sehr überraschenden Plot Twist aufwarten konnte.

The Night Circus von Erin Morgenstern ist eine Geschichte voller Magie und Zauber, was sie für das Herbstwetter natürlich besonders qualifiziert. Dazu kommt, dass das Buch wie auch alle anderen, die ich hier vorgestellt habe – unglaublich fesselnd geschrieben ist und man den Zirkus förmlich vor Augen hat und bestimmte Düfte fast schon riechen kann. Ein Leseerlebnis, das man mit allen Sinnen genießen kann quasi.


Welche Bücher sind für euch richtige Herbstbücher? Findet ihr nicht auch, dass zum regnerischen und trüben Wetter am besten Bücher passen, die entweder magische, paranormale oder düstere Themen enthalten? Oder mögt ihr im Herbst ganz andere Elemente?

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3 Kommentare zu „[Buchempfehlung] Lektüre für kalte und graue Herbsttage

  1. Ich glaube ich bin einfach wieder unglaublich langsam und hinter dem Mond, aber ich wusste gar nicht dass Vassa in the Night etwas mit russischen Volksmärchen zu tun hat?! WHAA, das ist voll an mir vorbei gegangen aber es klingt ganz fabelhaft für graues Wetter und den herannahenden Winter besonders weil ich russische Settings so liebe. Das muss ich mir noch mal genauer angucken :D Und ich kann dir nur zustimmen, so leicht magische Settings oder düstere Geschichten passen perfekt in den Herbst, bei mir steigt da auch immer stark die Laune nach weniger Contemporary.

  2. „A Monster Calls“ <3!
    Ich bin äußerst gespannt auf den Film, denn dadurch, dass das Buch schon so von den Illustrationen lebt, bietet es sich fast schon an für eine Verfilmung. Ich hoffe, all das Gefühl des Buches wird rübergebracht. Der Trailer sieht jedenfalls schon mal angemessen düster aus.

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