Bücher · Persönliches

Ruinieren Reading-Challenges uns das Lesen?


Das Lesen ist ein Wettbewerb. Ich muss unbedingt die beste sein, ich muss die meisten Bücher im Monat lesen, im Jahr sowieso, ich muss immer die neusten und angesagtesten Bücher kaufen, ich muss mich ständig damit profilieren, wie hoch mein Reading Goal dieses Jahr ist und dass ich es sicherlich schon im September erreicht habe, ich muss so schnell wie möglich lesen, die Seiten am besten nur überfliegen, damit ich mehr Bücher schaffe. Ich muss ständig auf sämtlichen Social Media Kanälen damit prahlen, wie schnell ich ein Buch ausgelesen habe, wie hoch mein SuB ist, wieviele neue Bücher in der Post waren und dass ich ja ach so wenig Zeit habe, um diese Bücher alle jemals zu lesen. Sonst kann ich es ja auch gleich sein lassen, sonst bin ich ja ohnehin kein richtiger Leser und habe diesen „Titel“ überhaupt gar nicht verdient.

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Ich lese um die 70 Bücher im Jahr. Für Menschen, die Bücher nur im Urlaub oder in den Ferien lesen, ist diese Zahl vermutlich relativ hoch und einschüchternd, vergleicht man sie aber mit einigen anderen Lesern, kommt sie einem fast unterdurchchnittlich vor. Aber warum haben wir überhaupt das Bedürfnis, uns mit anderen zu vergleichen? Das Lesen ist schließlich kein Wettbewerb, es gibt keinen Preis für denjenigen, der die meisten Bücher kauft und liest, allenfalls Anerkennung und Bewunderung aus der Community. Dennoch habe ich in den letzten Wochen ein wenig den Eindruck gewonnen, dass einige Leseratten das Lesen zu ernst nehmen, zu versteift sind auf bestimmte Zahlen, sich verbissen mit anderen vergleichen und dadurch unter Druck setzen lassen. Ist das wirklich der Sinn der Buch-Community?

Nur, um das klarzustellen (falls das nicht eigentlich schon glasklar sein sollte): Der obere Abschnitt spiegelt nicht meine Einstellung zu Büchern und dem Lesen wider. Ich habe nur versucht, mich hineinzuversetzen in eine Gedankenwelt, die Viellesern selten, aber doch ab und zu, unterstellt wird. Ganz vorne dabei ist immer das Argument: Es ginge ja nur noch darum, so viel wie möglich in so kurzer Zeit wie nur möglich zu lesen, Bücher nur noch zu sammeln, statt sie tatsächlich und wahrhaftig zu genießen. Ich kann jetzt natürlich nur aus meiner 70-Bücher-im-Jahr-Perspektive sprechen, bin mir aber eigentlich zu 99% sicher, dass dies auch auf Leute zutrifft, die locker über 100 Bücher im Jahr verschlingen: Es geht uns nicht um Zahlen, sondern um unsere Neugier, unsere Begierde, neue Welten, Figuren und Geschichten zu entdecken. Wir genießen die Bücher sehr wohl – vermutlich nehmen wir uns im Endeffekt sogar um einiges mehr Zeit als die Leute, die weniger lesen, einfach, weil uns das geschriebene Wort so wichtig ist und wir nie genug davon bekommen können. Challenges spornen uns dabei an, unseren Horizont zu erweitern, mehr und differenzierter zu lesen. Letztendlich ist Lesen nämlich immer das, was man selbst draus macht – und ich bezweifel, dass es sich dabei um einen Wettbewerb handelnt, sondern vielmehr um Genuss und auch um Abwechslung zur Realität.

Ich habe mir dieses Jahr wieder einige Vorsätze in Bezug auf das Lesen gesetzt – eben unter anderem auch, dass ich 75 Bücher im Jahr lesen möchte. Diese Zahl ist öffentlich auf meinem Instagram- und auch Goodreads-Profil einsehbar, im Endeffekt erzeugt sie aber dennoch absolut keinen Druck bei mir, weil die 75 für mich nur eine grobe Richtung sind und ich nicht unbedingt auch tatsächlich so viele Bücher lesen muss. Es ist – wie der Begriff eigentlich auch schon vermuten lässt – eine Challenge, eine Herausforderung. Wenn ich es schaffen sollte, freue ich mich, wenn nicht ist es mir im Endeffekt auch egal, weil ich trotzdem zumindest einige Bücher gelesen haben werde und allein das mich zufrieden und glücklich stimmt. Mir ein bestimmtes Leseziel zu setzen, sorgt bei mir nicht für Druck, ich nehme mir trotzdem Zeit für jedes Buch, lese auch etwas dickere Bücher und erfreue mich einfach an jeder Geschichte, die mir unter die Finger kommt. Ich kann nachvollziehen, dass einen diese Zahl unter Druck setzen kann – gerade auch, weil Goodreads einem anzeigt, wie sehr man der Challenge voraus ist oder aber ihr hinterherhängt – aber wir sollten dabei eines eben nicht vergessen: Wir lesen nicht, um diese eine Zahl zu erreichen. Weshalb wir lesen, das muss wohl oder übel jeder für sich selbst herausfinden, aber der Grund sollte sich niemals darauf reduzieren, weil wir eine bestimmte Zahl an gelesenen Büchern erreichen wollen oder ähnliches.

Manchmal habe ich auch meine – ich nenne sie mal schlechten – Momente. Das sind die Tage an denen ich neidisch darauf bin, dass alle anderen viel mehr lesen als ich und ich einfach nicht verstehe, wie diejenigen Personen das nur schaffen. Aber wenn ich darüber nachdenke, dann ist mir auch bewusst, dass ich vermutlich ebenfalls noch mehr lesen könnte, wenn ich einige andere Tätigkeiten aus meinem Tagesplan streichen würde. Dazu kommt dann noch, dass wir alle ein unterschiedliches Tempo haben, manche eben schneller lesen als andere. Das ist auch völlig okay und es fällt mir in der Regel nicht schwer, das zu akzeptieren – genau dieses Denken sollten sich auch die Zweifler und Kritiker öfter vor Augen halten.


Wie immer bei so einem Diskussions-Post habe ich das Gefühl, mein Gebrabbel ist völlig zusammenhanglos und ergibt keinen richtigen Sinn, aber ich hoffe, dass meine Botschaft trotzdem irgendwie angekommen ist: Niemand ist ein schlechterer Leser, weil er nicht so viele Bücher schafft aber es macht einen auch nicht zu einem besseren Leser, wenn man überdurchschnittlich viel liest. Wir sollten so viel und vor allem auch das lesen, was uns gefällt und aufhören, uns darüber aufzuregen, wie(viel) andere lesen, wieviele Bücher sie sich kaufen, welche Ziele und Challenges sie sich im Bezug auf das Lesen setzen. Lesen soll Freude und Genuss sein, kein Wettkampf – aber ganz ehrlich, ich denke auch, dass den meisten Leuten in dieser Community genau das auch bewusst ist. <3

Lasst mich gerne wissen, was ihr über das Thema denkt und ob ihr euch von Challenges/Reading Goals eher unter Druck setzen lasst oder ob sie euch anspornen und motivieren!

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38 Kommentare zu „Ruinieren Reading-Challenges uns das Lesen?

  1. Ein unheimlich schöner Beitrag! Deine Worte kommen in meinem Augen ziemlich klar rüber. Auch der erste Abschnitt hat mich direkt angesprochen uns es war ganz klar zu lesen, dass nicht du diese Meinungen vertrittst sondern eben, dass du dich in so jemanden hinein versetzt hast. Durch Social Media und gerade auch Instagram bekomme ich oft das Gefühl, dass viele gar keinen richtigen Spaß mehr am lesen haben, sondern Hauptsache SuB hier, neues Buch da. Neue Bücher zeige ich zb gar nicht mehr, also meine Hauls, sondern oft erst, wenn ich sie denn auch gelesen habe oder damit bei einem Tag mit mache. Auf meinem Account findet man zwar wenig Bücher und dafür umso mehr Mangas, aber deine Worte gelten auch in dem Fall finde ich. Auf jeden Fall regt dein Text zum nachdenken an. Vielen Dank dafür :) Liebe Grüße Mia

    1. Liebe Mia, ich danke dir sehr für dein liebes Kommentar! Schön, dass ich dir mit meinen Worten aus dem Herzen spreche und du das so ähnlich siehst wie ich. Das Gefühl auf Instagram habe ich auch, ich schließe mich manchmal ehrlich gesagt auch nicht davon aus, sondern habe das Gefühl, ähnlich zu wirken. Dabei gibt es kaum etwas, das mir so viel Freude bereitet, wie Bücher und das Lesen. Ich habe deswegen auch beschlossen mich öfter mal von all den Social Medias zu distanzieren und bis jetzt bereue ich es kein Stück!
      Ganz liebe Grüße an dich!
      Liesa

  2. Gut geschrieben. Und es sind exakt die von dir genannten Argumente die mich lange davon abgehalten haben an so einer Challenge teilzunehmen. Ich bin letztendlich im letzten Jahr doch schwach geworden und habe bei Goodreads teilgenommen. Und aufgrund der guten Erfahrungen habe ich mir auch in diesem Jahr dort ein Leseziel gesetzt. Die Beweggründe dahinter sind nicht so einfach zu erklären. Natürlich bietet so etwas einen gewissen Ansporn zum Buch zu greifen statt zum Beispiel Netflix oder ein Computerspiel anzuwerfen wenn man die Challenge im Kopf hat, zumindest war das 2016 bei mir so. Andererseits ist bei mir aber auch hin und wieder ein unangenehmer Druck aufgekommen, besonders seit dieses Jahr begonnen hat und ich in einer leichten Leseflaute stecke die aber langsam besser wird. Im Endeffekt geht es wohl darum wie man mit so einer Challenge umgeht.

    1. Definitiv! Ich finde, wenn man sich ein solches Ziel setzt, sollte man sich auch vorher bewusst machen, dass es kein Weltuntergang ist, wenn man es nicht schafft. Mich motiviert es einfach nur, mir tatsächlich jeden Tag etwas Lesezeit einzuräumen und das ist auch das, was ich eigentlich damit erreichen möchte. Wie sollen denn sonst all die vielen Bücher im Regal (und auf der Wunschliste) gelesen werden? :D

      1. Natürlich! Die Frage lautet nur: lese ich dann nur noch der Challenge wegen, quasi aus Pflichtbewusstsein? Oder weil ich es wirklich will? Und weil ich auf keinen Fall in die erste Kategorie fallen wollte habe ich mich in der Zwischenzeit entschiedem in diesem Jahr auf die Challenge zu verzichten.

  3. Das „Gebrabbel“ ist weder zusammenhanglos noch sinnfrei, keine Sorge! :-)

    Ich persönlich halte mich von fast jeglichen Challenges fern, weil ich weiß, dass ich mir zu viel Druck machen würde. Und warum sollte ich mir auch das Ziel setzen, X Bücher zu lesen? Ich möchte lesen, wenn ich die Zeit dazu habe, einem Text meine völlige Aufmerksamkeit zu widmen. Welche Zahl an gelesenen Büchern im Endeffekt dabei herauskommt, ist für mich unerheblich.

    Ich habe mir in meinem Blog das Ziel gesetzt, eine Rezension pro Woche zu veröffentlichen, was mich im Dezember derart unter – selbstgemachten – Druck gesetzt hat, dass ich eine Blogpause einlegen musste, um meine geistige Gesundheit beizubehalten. ;-) Ich weiß also, dass ich anfällig wäre für den Druck, der mit solchen Challenges einhergeht.

    Wobei das Ziel, X Bücher zu lesen hat noch harmlos ist. Nicht im Geringsten erschließen sich mir dagegen Challenges, bei denen man a) ein Buch mit einem blauen Cover lesen muss, b) ein australisches Buch lesen muss, c) ein Buch mit mindestens 800 Seiten lesen muss, d) usw. usf. Da würde ich mich persönlich sehr eingeschränkt fühlen, wenn ich bei meinen Buchkäufen an solchen Vorgaben orientieren müsste.

    Kurz: Außer der „Sparschwein-Challenge“ kommt die Teilnahme an solchen Veranstaltungen für mich nicht in Frage. ;-)

    1. Hej, vielen lieben Dank, dass du deine Meinung zu dem Thema geteilt hast! Ich finde es wichtig und richtig gut, dass du, wenn du weißt, dass dich solche Challenges unter Druck setzen, bewusst darauf verzichtest. Letztendlich sind Challenges und Reading Goals auch nicht der Kern des Lesens, sondern höchstens eine Ergänzung, die man aber nicht braucht, um viel und gerne und mit Freude zu lesen. Ich wünsche dir das beste und sende liebe Grüße!
      Liesa

  4. Danke für deinen Post!
    Genau darüber habe ich nämlich auch erst kürzlich nachgedacht, als es darum ging ein neues „reading goal“ bei goodreads zu setzen. Da hab ich überlegt, ob ich das überhaupt brauche? Ich lese meistens das, worauf ich Lust habe und versuche mich nicht mit anderen zu vergleichen. Es ist mir egal, ob ich dieses Ziel erreiche, darunter bleibe oder es sogar toppe. Letztes Jahr habe ich zum Beispiel unglaublich viel gelesen, einfach, weil es meine Lebensumstände „zugelassen“ haben. Das bleibt nicht auf ewig so. Deswegen bin ich kein großer Freund von reading challenges und Lesestatistiken, einfach, weil ich finde, dass das Leben und damit auch die Bücher nicht planbar ist/sind – und das finde ich total ok! (Was ich allerdings schon gerne mache, ist ein Lesetagebuch zu führen und mir Neuerscheinungstermine zu vermerken ☺️) All die challenges und möglichst immer viel und schnell zu lesen führt nur zu einem unnötigen Druck, der einem die Lust am lesen nimmt. Klar, wenn es einem Spaß macht, hab ich da auch absolut nichts dagegen – nur für mich ist es nicht der richtige Weg.

    1. Vielen Dank für dein ausführliches Kommentar liebe Mia! Du hast sowas von recht und ich stimme dir in allem, was du sagst, zu und kann deine Ansichten total nachvollziehen. Ziele und Challenges sind für mich auch nicht der Kern des Lesens – sie motivieren mich zwar, aber letztendlich würde ich auch ohne sie zum Buch greifen – ich fasse gerade deswegen auch nicht besonders viele Ziele und reiß mir auch kein Bein aus, wenn ich es nicht schaffe, sie zum Ende des Jahres zu erfüllen. Manchmal erlauben die Umstände es einfach nicht, manchmal wird einem auch erst im Laufe des Jahres klar, dass einem ein bestimmtes Ziel doch nicht so wichtig ist und dann bin ich die letzte, die sich deswegen Druck machen würde, sondern ich belasse es auch einfach dabei.
      Ganz liebe Grüße an dich!
      Liesa

  5. Ich habe mir die Goodreads- Challenge dieses Jahr ganz bewusst auf „nur“ 52 Bücher gesetzt, um zu vermeiden, dass ich umfangreiche Bücher meide ;-) Als Wettbewerb sehe ich die Challenge definitiv nicht, ich möchte einfach nur möglichst viel lesen und meinen Sub reduzieren :-)

  6. Ich habe 2016 das erste Mal bei der goodreads Challenge mitgemacht und habe mit 50 Büchern gestartet. Nach der Hälfte des Jahres habe ich die Challenge auf 40 gekürzt, da ich wusste das ich 50 nicht schaffen werde, aber 40 schon. Mit der Veränderung hatte ich gar kein Problem und habe letzten Endes sogar 44 Bücher gelesen. Doch dadurch habe ich gemerkt, dass ich die Challenge schon erreichen möchte, auch wenn das bedeutet meine Ziele wieder kleiner zu halten. Es macht einfach mehr Spaß und ist motivierender wenn man es wirklich schafft.
    In diesem Jahr habe ich mir wieder 50 Bücher vorgenommen, was 4 Bücher im Monat bedeutet. Ja, es macht mir etwas Druck vorallem weil ich gerade in einer Leseflaute bin. Ich halte mir aber nach wie vor offen nach der Hälfte des Jahres mein Ziel wieder runterzusetzten. Man könnte es zwar als Selbstbetrug auslegen, aber für mich ist es einfach eine Angleichung an ein realistisches Ziel.
    Generell finde ich es aber schlimm, dass Buchblogger so einen Wettbewerb untereinander führen, dass es so viel Neid gibt ist wirklich mies. Lesen ist etwas besonderes und wir sollten uns alle weniger Druck machen, sowohl uns selbst als auch andere.
    Deine „schlechten Momente“ kann ich gut nachvollziehen, da ich sie selbst habe. Vorallem am Ende 2016 wo man alle goodreads Ergebnisse gesehen hat wurde ich wirklich neidisch. Da haben Leute über 150 Bücher im Jahr gelesen und ich dachte mir, dass ich das auch will.
    Jetzt in meinem „klaren Moment“ ist mir aber klar, dass ich das nicht murr, dass es keiner von mir erwartet und das ich auch schon ganz schön viel lese- wenn auch nicht im Vergleich zu diesen Leuten. Einige Jahre habe ich kaum etwas gelesen und ich bin sehr froh und stolz darüber, dass ich das Lesen jetzt als mein Hobby betrachten kann, in Verbindung zu meinem Blog. Mir ist klar, dass ich mit dieser Leidenschaft keinen Wettkampf austragen will, weil es mir dafür viel zu viel Spaß macht und vorallem viel zu wichtig ist.
    Liebe Grüße,
    Leana

    1. Hallo liebe Leana, vielen lieben Dank, dass du deine Meinung zu dem Thema mit mir geteilt hast! Ich finde, die Angleichung des Goodreads-Zieles ist absolut kein Selbstbetrug – manchmal ändern sich auch einfach die Umstände oder man kann aufgrund einer bestimmten Situation nicht so viel lesen und da finde ich es eher mutig und gut, dass man dann nochmal sein Ziel überdenkt und es an die gegebenen Umstände anpasst!
      Ich hoffe, dir wird die Lust am Lesen nie vergehen und sende dir ganz liebe Grüße!
      Liesa

      1. Hallo Liesa,
        Heute habe ich mal wieder gemerkt, dass ich mir doch mehr Druck mit dem Leseziel bei Goodreads mache, als ich es manchmal wahr haben möchte. Ich lese momentan einige Bücher gleichzeitig und naja was soll ich sagen, ich werde alle jetzt abbrechen. Lange Zeit habe ich damit gehadert, weil wenn ich mich durchquäle gehören sie ja zu meinem Ziel.
        Heute habe ich mal wieder einen Beitrag darüber gelesen, dass man Bücher abbrechen sollte, wenn man mit ihnen keinen Spaß hat. Und genau das werde ich jetzt tun. Insgesamt sind es 3 Bücher und bei dem 4. Bin ich mir noch nicht sicher. Ich glaube das bringt mich weiter, als wenn ich mich an meinen Zielen kaputt mache,
        Liebe Grüße,
        Leana

  7. Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass mir meine Anzahl der gelesenen Bücher quasi zum Vorwurf gemacht wurde. Ich lese sehr schnell und komme entsprechend auf eine sehr hohe Zahl an gelesenen Büchern. Da wurde mir auch schon vorgehalten, ich könne ja das Buch gar nicht genießen und wisse danach sicher nicht mehr, worum es genau geht. Oder Sprüche nach dem Motto „ja wenn ich soviel Freizeit hätte und diese komplett ins Lesen investieren würde, dann könnte ich das auch“. 1. habe ich mit Vollzeitjob, Haushalt und zwei Blogs wohl kaum mehr Freizeit als andere. 2. habe ich auch andere Hobbies. 3. warum „dann könnte ich das auch“, warum dieser „Neid“? Ist doch kein Wettrennen! Wenn ich schneller lese als manche anderen bedeutet das doch nicht, dass ich das Lesen weniger genieße?! Einem Jogger, der seine Runde schneller läuft als andere wirft man doch auch nicht vor, er genieße das Laufen nicht, oder? Und umgekehrt macht ein langsameres Tempo einen Menschen nicht zu einem schlechten Leser/Läufer/was auch immer. Eine Stunde Spaß und Unterhaltung mit einem Buch ist eine gut genutzte Stunde, egal ob in dieser Zeit 10 oder 100 Seiten gelesen wurden.

    1. Hej, ich danke dir von ganzem Herzen für dein ausführliches Kommentar! Es ist wirklich so schade, wenn selbst bei einem so friedlichen Hobby wie es das Lesen ist, solche Anfeindungen gemacht werden und einem das ganze so vermiest wird. Ich hoffe sehr, dass du deine positive Einstellung weiter behältst und auch deine Freude am Lesen nie verlieren wirst!
      Ganz liebe Grüße an dich!
      Liesa

  8. schwieriges, aber interessantes thema, das du hier aufwirfst.

    ich glaube, es gibt keine klare antwort auf die frage, die du in den titel gestellt hast. meiner meinung nach sind die challenges an sich nicht schlecht, sondern ich sehe den umgang manches mitgliedes der bücher-community da etwas problematisch.

    ich selber habe einen goodreads-account und ich setze mir auch jährlich eine marke an büchern, die ich gerne lesen möchte. und ja, ich mag auch das tracking, was mir zeigt, ob ich on track bin oder eben nicht – aber wenn dann am ende des jahres eine zahl steht, die unter meinem gesetzten ziel ist, ist das für mich auch absolut in ordnung. weil für mich nach wie vor einfach zählt, dass ich zum buch greife, weil ich möchte – und nicht, weil ich muss.

    was ich allerdings wirklich erschreckend fand, ist der umgang einiger teile der bücher-community mit diesen challenges. ich selbst bin im verhältnis zu bspw. dir nicht genug eingebunden, um die mechanismen da zu verstehen, und ich möchte mit meiner kritik auch niemanden verurteilen oder jemandem zu nahe treten.
    dass in manchen teilen das nicht-erfüllen der challenge als persönliches scheitern des einzelnen abgestempelt wird, finde ich allerdings unfassbar. der druck, der damit indirekt auf leute ausgeübt wird, kann natürlich den spaß am lesen ruinieren. denn nicht jede person ist selbstbewusst genug, letztlich darüber zu stehen. und eigentlich sollte es jedem einzelnen mitglied der bücher-community doch vielmehr am herz liegen, dass leute in zeiten von netflix etc. überhaupt noch zum buch greifen – egal, ob zu 10, 50 oder mehr als 100. und meiner meinung nach geht das leider viel zu sehr unter.

    1. Hej, ich danke dir von ganzem Herzen, dass du deine Meinung so ausführlich mit mir geteilt hast! Letztendlich sehen wir das ganze ja sehr ähnlich – Druck gehört einfach nicht zu einem tollen Leseerlebnis dazu und sollte weder von außen noch von einem selbst kommen. Und ja – es sollte viel öfter wertgeschätzt werden, dass überhaupt gelesen wird, ganz egal, wieviele Bücher es am Ende eines Monats oder Jahres sind. Der Gedanke geht in diesem ganzen Challenge-Wettbewerbs-Wahnsinn tatsächlich ein bisschen unter, was wirklich sehr schade ist, wenn du mich fragst.
      Ich sende dir ganz liebe Grüße und wünsche dir weiterhin viel Freude beim Lesen!
      Liesa

  9. Toller Beitrag, danke dafür!
    Meine Meinung zum Thema kennst du ja bereits.
    Ich sehe eine Challenge als Spaß, ich lese einfach trotzdem das, worauf ich Lust habe, mit dem Zusatz vielleicht auch mal Bücher in Betracht zu ziehen die schon etwas länger auf dem SuB liegen. :)
    Ich freue mich über jede Geschichte, die ich entdecken konnte. Egal ob es 5 im Monat sind, 8 oder nur 2. Hauptsache lesen.
    Ich mache mir da absolut keinen Stress. (Es sei denn, es gibt mal Deadlines, wie bei Leseexemplaren oder so) Und ich finde Aussagen wie „wenn man so viel liest KANN man das Buch gar nicht genießen“ ebenso nervig. Oder auch: „So viel Zeit hätte ich auch gern zum Lesen“
    Eeeehm, dann nimm sie dir? Mach die Glotze aus oder pack das Handy weg? Ich habe zwei Jobs, Schichtarbeit inkl. Wochenenden und Feiertage und auch einen Haushalt zu erledigen. Das ist somit keine große Kunst. Prioritäten setzen!

    Liebe Grüße,
    Nicci <3

    1. Liebe Nicci, danke, dass du deine Meinung zu dem Thema mit mir geteilt hast! Wir sehen das ganze ja ganz ähnlich. :D Ich wünsche dir auf jeden Fall auch weiterhin viel Freude beim Lesen und drück dir die Daumen, dass du weiterhin so positiv über das Lesen denkst!
      Ganz liebe Grüße, Liesa

      1. Danke liebe Liesa <3
        Stimmt, da sind wir uns einig! :)
        Wünsche dir ebenfalls viel Freude am Lesen und ganz viele tolle Geschichten, die du noch entdeckst.

  10. Huhu!
    Ein sehr interessanter Post, interessantes Thema.
    Ich persönlich finde es egal, ob jemand 70 oder 100 oder noch mehr oder noch weniger liest und wenn er meint, er müsse das mit Challenges und/oder anderen Wettbewerben tun, ist das eben so. Ist ja nicht mein Bier. Ebenso wenig stört mich, wenn manche das Lese-Bingo betreiben, oder eine Leseplanung betreiben oder ob sie Bücher nach bestimmten Kritierien, wie blaues Cover oder sowas, aussuchen und lesen (auch, wenn ich das selber vielleicht nicht tun würde). Ebenso verschieden wie all die unzähligen Bücher und deren Geschichten sind die Leser und ihre Lesearten.
    Meine Freundin machte solche Lese-Bingos, weil sie dann einfach an Bücher unbedarfter hingeht und nicht schon vorgefertigte Meinungen im Kopf hat.
    Meine Mutter liest z.B. alle Bücher, die das Wort ‚Garten‘ im Titel haben. Also, keine Sachbücher sondern Romane, Krimis, Thriller, Gedichtbände. Einfach, weil sie es so will und so kann.

    Mir persönlich ist es egal, wenn jemand meint Challenges zu betreiben und das Lesen als Wettbewerb zu sehen. Ich muss ja nicht mitmachen. Schließlich lese ich für mich und nicht für die anderen. Ich reg mich da nicht auf.

    Liebe Grüße,
    Linda

    1. Liebe Linda, vielen lieben Dank für dein ausführliches und interessantes Kommentar! Insbesondere die Herangehensweise deiner Mama finde ich ja mal super faszinierend – auch wenn ich da irgendwie Angst hätte, das zu viele interessante Bücher an mir vorbeigehen würden. Trotzdem ist es spannend zu sehen, wie verschiedene Menschen lesen und was für – wenn auch abstruse – Ziele sie sich setzen! Ich wünsche dir viel Spaß und Freude weiterhin beim Lesen und sende ganz liebe Grüße!
      Liesa

      1. Huhu, danke für die Antwort!
        Nicht, dass ich es so machen würde, wie meine Mama, aber eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall – sie liest viele interessante Bücher, an denen sie sonst vorbei gegangen wäre, hätte sie sich auf Coversichtung und Klappentextlesen beschränkt.
        Aber nicht, das es falsch rüber kommt – sie liest durchaus auch Bücher, welche kein ‚Garten‘ im Titel haben – es ist nämlich gar nicht so einfach, solche ‚Garten‘-Bücher zu finden. Sie macht das jetzt etwas mehr als zwei Jahre und hat ’nur‘ ein Regalfach voll.

        Viele liebe Grüße,
        Linda

  11. Toller Beitrag, danke!
    Ich lese momentan auch oft, man solle das Lesen doch nicht zu einem Wettbewerb machen und es wäre doch völlig egal, wie viel man liest. Das stimmt zwar, wenn man nur mehr lesen will um am Ende sagen zu können „guckt mal wie viele Bücher ich geschafft habe!“, aber wie du schon sagst, wollen wir einfach nur mehr lesen, weil wir eben gerne lesen und mehr Geschichten entdecken wollen. Das wird aber auch viel zu oft falsch aufgefasst. Das Goodreads Ziel habe ich auch nur, weil ich mir gerne Ziele setze und einen Fortschritt sehe, aber im Endeffekt kann ich auch gut damit leben, wenn ich es nicht erreiche.

    Liebe Grüße!

    1. Geht mir ähnlich – für mich ist das Goodreads-Ziel auch nur eine grobe Orientierung und ich werde nicht in Trauer versinken, wenn ich es nicht schaffen sollte. Ich wünsche dir, dass du immer den Spaß und die Freude am Lesen behalten wirst und sende ganz liebe Grüße!
      Liesa

  12. Meiner persönlichen Meinung nach kann man sich solche Ziele schon setzen. Dadurch sollte aber nie so viel Druck zustande kommen, dass das Lesen keine Freude mehr macht. Ich bin jemand der sich (fast) jeden Tag Zeit nimmt und etwas liest. Ich komme daher meist schon auf recht hohe Zahlen an Büchern im Jahr. Das ist aber nicht das Ziel, sondern vielmehr eine möglichst große Vielfalt an Bücher zu lesen und mich in diesen Welten zu verlieren :D.
    Dieses Jahr habe ich mir aber tatsächlich ein großes Projekt vorgenommen und möchte 365 Bücher schaffen. Damit philosophiere ich schon seit Jahren immer mal wieder. Trotzdem habe ich mir fest vorgenommen, daran nur festzuhalten,wenn es nicht mit zu großem Druck verbunden ist. Mal schauen, wie sich das so angeht!

    1. Hej, vielen lieben Dank für deine ausführliche Meinung zu dem Thema! Im Prinzip siehst du es ja ganz ähnlich wie ich – ein Projekt von 365 Büchern im Jahr würde ich aber niemals im Leben auch nur zur Hälfte schaffen, trotzdem drücke ich dir die Daumen, dass du in so viele verschiedene Welten wie nur möglich eintauchen kannst!
      Liebste Grüße, Liesa

      1. Danke :D, bin auch schon sehr gespannt wie das so laufen wird. Bis jetzt sieht es noch ganz gut aus und momentan fühle ich mich auch noch nicht unter Druck gesetzt. Ich hätte mir das auch nicht vorgenommen, wenn ich nicht wüsste, dass ich ab Juni nichts mehr zu tun habe (ich werde mit dem Studium fertig) und dann viel Zeit zum Lesen habe. Wünsche dir auf jeden Fall auch viel Freude an deinen dieses Jahr gelesenen Büchern!
        Liebe Grüße,
        Mona

  13. Also ich ertappe mich schon ab und zu dabei wie ich lieber dünne Bücher lese, um mehr zu schaffen. Jetzt unbedingt, um eine höhere Zahl zu erreichen sondern einfach um mehr von den unzähligen Büchern zu lesen, die mich alle interessieren und die ich sicher eh nie alle in diesem Leben schaffen werde ;P

    Ich finde Challenges haben auch noch den Vorteil, dass man sein eigenes Lesen etwas mehr reflektiert. Dass man z.B. merkt, dass man oft Bücher liest, von denen man das Gefühl hat sie lesen zu müssen oder die am meisten gehyped wurden, die einem im Schnitt aber gar nicht so gut gefallen. Dann kann man sich vornehmen mehr auf sich selbst zu hören. Oder das Thema Diversity ist ja im Moment sehr groß. Wenn man merkt, dass man nicht sehr vielfältig liest, kann man sich das als Ziel setzen. Das heißt nicht, dass man mit Hängen und Würgen eine bestimmte Zahl erreichen will sondern dass man sich hin und wieder vor Augen hält, dass man doch etwas mehr darauf achten wollte auch mal auf Bücher mit vielfältigeren Charakteren zu greifen..

    1. Das war bei mir eine zeitlang auch ganz schlimm und auch jetzt denke ich manchmal noch so, aber ich schaffe es zum Glück trotzdem wieder auch mal zu dickeren Büchern zu greifen und das erleichtert mich wirklich ungemein. Ich kann das auch voll nachvollziehen – gerade wenn man so viele ungelesene Bücher besitzt und dann auch noch ständig an all die tollen Neuerscheinungen denkt, möchte man umso schneller lesen und dementsprechend auch dünnere Bücher, um einfach generell mehr zu schaffen. Ein Teufelskreis – die sollen mal aufhören so viele interessante Bücher rauszubringen. :D
      Ja, da hast du absolut recht – ich hab mich in meinem Post jetzt ein bisschen zu sehr auf die Goodreads-Reading-Challenge konzentriert und all die anderen spannenden Challenges unbewusst ein bisschen außen vor gelassen, aber ich stimme dir in allem, was du sagst, zu 101% zu!

      1. Dicke Bücher sind eh so ein Fall für sich. Ich glaube selbst wenn ich alle Zeit der Welt hätte, fände ich es manchmal schwer mich für sie aufzuraffen, weil sie einfach so ausführlich sind und man so viel Zeit mit ihnen verbringt. Das kann total positiv sein, aber ich merke immer wenn ich seeehr lange Hörbücher höre, dass ich irgendwann einfach keine Lust mehr auf die Welt habe :P

  14. Ein sehr wichtiger Post mit einer sehr richtigen Aussage, die sehr gut rübergekommen ist ;).

    Ich hab das mit den Challenges in den letzten Jahren aufgegeben, weil ich mich schon freue, wenn ich überhaupt zum Lesen komme. Und weil ich momentan so wenig lese, dass ich diese wenigen Bücher dann nicht auch noch nach Autor, Genre, Verlag oder anderen Regeln auswählen will.
    Die Goodreads-Challenge mache ich noch mit, allerdings nicht, um möglichst viel zu lesen, sondern nur, um mich ab und zu daran zu erinnern, dass ich gerne wieder mehr lesen würde.

    Ich sehe das genau wie du. Lesen soll uns in erster Linie Spaß machen, inspirieren und Fluchten in andere Welten gewähren und kein Wettbewerb werden. Tatsächlich habe ich sogar festgestellt, dass ich langsamer lese, je mehr ich versuche mich zu zwingen. (Eine leidvolle Erfahrung aus den Zeiten der zu spät angefangenen Schullektüren :D.)
    Und ich möchte auch nicht meine anderen Hobbys zurückfahren, nur um eine bessere Statistik vorweisen zu können.
    Was ist auch daran „besser“, 200 Bücher im Jahr zu lesen? Diese Person hat dann vielleicht einfach mehr Zeit, liest schneller, teilt ihre Zeit anders ein oder liest dünnere oder weniger anspruchsvolle Bücher – was genauso in Ordnung ist wie langsamer und weniger Bücher zu lesen. Lesen tun wir alle auf unsere Weise.

    Was ich mir allerdings vornehme, ist, meine Zeit grundsätzlich bewusster zu nutzen und nicht so oft stundenlang ziellos im Internet zu surfen. Vielleicht springt dabei ja dann Zeit zum Lesen heraus :).

    Ich denke, der Mittelweg ist immer gut: Challenges als Motivation und Inspiration sind eine tolle Sache, aber wenn sie zum Druck werden, sollte man noch einmal darüber nachdenken.

    Liebe Grüße,
    Charlie

    1. Hej liebe Charlie, vielen lieben Dank für deine ausführliche Meinung zu dem Thema, ich kann dir – wie immer eigentlich – in allem zustimmen, was du meinem Beitrag noch hinzugefügt hast! Gerade das mit bewusster die eigene Zeit nutzen ist etwas, woran ich auch noch arbeiten möchte und will – wie bei dir nicht zwingend, um mehr zu lesen, aber ich hab oft echt das Gefühl, ich verplempere meine Zeit, wenn ich wieder mal stundenlang auf Youtube rumhänge oder mich gefühlt durchs ganze Internet klicke. :’D
      Ganz liebe Grüße an dich!
      Liesa

  15. Ich bin grad ein bisschen amüsiert über mich selbst, da ich 75 Bücher gar nicht so viel finde. Letztlich kommt es einfach darauf an, wie viel Zeit jemand den Lesen einräumt. Und wer viel liest, der liest auch eine ganze Ecke schneller, als jemand, der kein Training hat.

    Aber da ich so viel für die Uni lese(n sollte) und mich so viel anderen Dingen widme, liegt mein persönliches Ziel bei „nur“ 24 Büchern. Sonstigen Challenges habe ich völlig abgeschworen, das macht mir nur Druck und ich schaffe es auch fast nie, sie zu erfüllen. Lieber einfach vor mich hinlesen :)

    1. Haha, naja, das ist ja auch das, was ich im Beitrag selber sage – ich selber finde 75 jetzt auch nicht überwältigend viel, aber ich kenne viele Leute, die nicht lesen und diese Zahl erschreckend hoch finden. :D Das kommt vermutlich auch immer darauf an, wieviel man selber liest und so weiter.
      Ich wünsche dir ganz viel Spaß weiterhin beim Lesen und drücke dir die Daumen, dass du dein diesjähriges Ziel erreichst – und wenn nicht, ist es auch nicht so wild, denn der Spaß dabei sollte ja nie auf der Strecke bleiben. :D
      Liebe Grüße, Liesa

  16. Wirklich ein richtig guter Beitrag! Ich gehöre leider zu denen, bei denen solche Challenges unterbewusst Druck ausüben, selbst wenn ich es nur als Spaß betrachten will – angefangen hatte ich mit der Challenge bei Goodreads, um einen einfachen Weg zu haben zu zählen wie viele Bücher ich eigentlich im Jahr so lese. Und es bietet einen schönen Überblick darüber, was das so war. Aber durch das ständige Vergleichen mit anderen hatte ich das Gefühl, es geht nur darum möglichst schnell, viel und bessere Bücher als andere zu lesen… Bei mir selbst, aber auch in einer Art verquerem Wettbewerb untereinander. Denn verstärkt wurde der Eindruck, wie manche sich mit ihrer Buchauswahl zu profilieren schienen. Ich will damit nun nicht sagen, dass ich das falsch finde. Jeder darf und soll so lesen, wie es ihn glücklich macht. Nur bei mir hat es die Freude am lesen gemindert.
    Ich habe das mit der Challenge dieses Jahr gelassen und mich sogar ganz von Goodreads abgemeldet. Vielleicht steige ich irgendwann wieder ein, aktuell merke ich aber wie gut mir dieses loslösen getan hat: Ich lese wieder viel lieber und habe Spaß an meiner Buchauswahl. Zugegeben, ich habe auch selten so wenig und langsam gelesen wie momentan, aber was macht das schon?

    So, ich bin per Zufall hier gelandet und durch das Thema hängen geblieben – nun muss ich noch ein wenig in deinem restlichen Block stöbern ;) Viele Grüße!

    1. Hej, vielen lieben Dank für deinen Kommentar!
      Es ist wirklich schade, wenn solche Ziele dazu führen, dass man sich mit anderen vergleicht und sich ständig unter Druck gesetzt fühlt – aber in dem Fall ist es ja auch wirklich superwichtig, dass man das selber erkennt und gegebenenfalls den Druck etwas rausnimmt oder sogar komplett aussteigt. Für jeden funktioniert das vermutlich auf andere Art und Weise gut und es ist schön, dass du das für dich erkannt hast und quasi noch rechtzeitig die Reißleine ziehen konntest!
      Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Spaß weiterhin beim Lesen und sende ganz liebe Grüße!
      Liesa

  17. Ich kann diesem Beitrag zu 100% zustimmen. Ich weiß gar nicht, wie manche das schaffen, 15 Bücher im Monat zu lesen. Selbst als ich letztes Jahr nach dem Abi ein halbes Jahr frei hatte, war mein Maximum glaube ich 6 Bücher in einem Monat. Wie schafft man da doppelt so viele? Über die Seiten fliegen? Oder einfach überhaupt nichts anderes mehr machen? Ich glaube, das wird mir für immer ein Rätsel bleiben 😂

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