Bücher

[Lesemonat] Januar / [Lesepläne] Februar


[Lesemonat] Januar

januar

„I Capture The Castle“ [Dodie Smith]: Was Klassiker im Kinderbuchbereich angeht, bin ich irgendwie nicht wirklich up to date und daran wollte ich in diesem Jahr ein wenig arbeiten. „I Capture The Castle“ von Dodie Smith war dafür der perfekte Einstieg, weil dieses Buch so herzallerliebst und einfach nur warm und gemütlich ist; die Geschichte erinnert ein bisschen an eine jüngere, naivere Version einer Jane Austen, was mir unfassbar gut gefiel. Die Protagonistin Cassandra ist liebenswürdig blauäugig und nimmt uns in ihren Tagebüchern mit in ihren Alltag im Castle, der durch die Ankunft zweier amerikanischer Männer komplett durcheinander gebracht wird. Ich habe dieses Buch jetzt schon fest in mein Herz geschlossen und kann es nur allen Liebhabern von süßen Romanzen weiterempfehlen! 5/5

„Bone Gap“ [Laura Ruby]: Auch „Bone Gap“ gefiel mir sehr gut, überhaupt hatte ich einen ziemlich grandiosen Lesemonat im Januar. Das Jugendbuch von Laura Ruby ist magischer Realismus, auch wenn das Surreale in meinen Augen eine wesentlich größere Rolle hätte spielen dürfen. Ich mochte, dass aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde und vieles sich erst nach und nach entrollte, aber mir war es dennoch nicht „genug“. Ich mochte besonders gerne, dass Tiere eine so zentrale Rolle spielten – irgendwie gibt es das sonst nicht wirklich und ich mochte generell auch die Beziehungen zwischen den Personen und wie diese sich entwickelt haben. 4/5

„Die Geschichte eines neuen Namens“ [Elena Ferrante]: Von Elena Ferrante hat inzwischen jeder etwas gehört. Ihre Neapolitanische Saga, die insgesamt vier Bücher umfassen wird, ist diesen Monat sozusagen in die zweite Runde gegangen und ich musste mich sofort damit versorgen. Ich mochte den ersten Band („Meine geniale Freundin“) ganz gerne, hatte aber kein Verständnis für den Hype – erst nach dem zweiten Buch hat mich der Ferrante-Strudel komplett aufgesogen und ich kann die beiden weiteren Teile, die noch kommen werden, nicht erwarten. Wer widerspenstige Charaktere mag und ihnen beim Erwachsenwerden zusehen möchte, sollte unbedingt zu dieser Reihe greifen – sie ist unvorhersehbar, unterhaltsam und bietet zwei Protagonistinnen, bei denen man, obwohl beide irgendwo unsympathisch sind, extrem mitfiebert. 5/5

“Die Liebe unter Aliens” [Terézia Mora]: „Die Liebe unter Aliens“ ist eine Sammlung von Erzählungen über gewöhnliche Menschen und dennoch – oder vielleicht auch gerade deswegen – mitreißend und auf eine stille und ruhige Art gefühlvoll. Mich haben die Kurzgeschichten – einige mehr, andere weniger – begeistert und ich weiß schon jetzt, dass ich zwei, drei Geschichten noch viele Male lesen werde. Mein persönliches Fundstück des Monats – danke nochmal an die wundervolle Mia, ohne die ich niemals darauf aufmerksam geworden wäre! 5/5

“Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod” [Gerhard Jäger]: Ins Jahr gestartet bin ich allerdings mit diesem Roman, der mich komplett positiv überrascht hat und komplexer und spannender war, als es zunächst den Anschein hatte. Auch wenn die Thematik auf dem ersten Blick gar nicht in mein übliches Beuteschema passen wollte, so war ich zum Schluss doch perplex und hatte viele wunderbare Lesestunden mit Gerhard Jägers bildhafter Sprache und seinen eigenwilligen Charakteren. 4/5

„Die alltägliche Physik des Unglücks“ [Marisha Pessl]: Genau 2 Jahre war dieses Buch auf meinem SuB, ehe ich mich endlich erbarmt habe, es zu lesen. Ich hatte große Schwierigkeiten, in die Geschichte zu finden – Schreib- und Erzählstil von Marisha Pessl sind ganz bestimmt nicht schlecht, aber doch etwas gewöhnungsbedürftig, aber als ich dann erstmal drin war, war ich komplett gefesselt. Der Roman ist extrem umfangreich und irgendwo vielschichtig, vieles hätte mit Sicherheit auch weggelassen werden können, weil es der Geschichte nichts hinzugefügt hat und das Ende hätte ich mir etwas…ich weiß auch nicht, aber etwas anders gewünscht, aber ansonsten war „Die alltägliche Physik des Unglücks“ ein besonderes Buch, auf das man sich zwar einlassen muss, es dann aber auch nicht mehr weglegen kann. Bonuspunkt: Einige Dinge haben mich stark an „The Secret History“ von Donna Tartt (eines meiner Lieblingsbücher) erinnert. 3.5/5

„I’ll Give You The Sun“ [Jandy Nelson]: Ich habe wirklich mit mir gerungen, ob ich das Buch überhaupt lesen möchte, da „The Sky is Everywhere“ der Autorin überhaupt gar nicht gefiel, aber Leute, der zweite Versuch mit der Autorin hat sich sowas von gelohnt, denn „I’ll Give You The Sun“ ist einfach perfekt und ich sehe vor meinem inneren Auge, wie dieses Jugendbuch verfilmt wird, weil es sich einfach so dafür eignet. Es geht um Familie, Freundschaft, Liebe, Kunst und ist so wundervoll geschrieben und so ehrlich und authentisch, dass es mich einfach umgehauen hat. Absolute Leseempfehlung! Einziges Manko war, dass sich zum Schluss alles etwas zu einfach gefügt hat, wenn man das so sagen kann. 4.75/5

[Lesepläne] Februar

fe

Auf meinem Menüplan für den Februar stehen einige Rezensionsexemplare, weil ich das in den letzten Monaten wirklich habe schleifen lassen. Demnach möchte ich gerne „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ [Gabrielle Zevin], „Eleanor“ [Jason Gurley] und „Bis ans Ende der Geschichte“ [Jodi Picoult] lesen – womöglich sogar noch mehr, aber das werden wir sehen, ich will meine Ziele auch nicht unrealistisch hoch stecken. Außerdem muss ich im Februar unbedingt „The Snow Child“ [Eowyn Ivey] lesen – das Buch schreit förmlich nach Winter und nachdem es schon fast zwei Jahre in meinem Regal verstaubt, ist der Februar quasi die letzte Chance, um es zur angemessenen Jahreszeit zu lesen. Außerdem schon ewig ungelesen im Regal ist „Uprooted“ [Naomi Novik], das ganze ist wohl etwas märchenhafter und Fantasy-lastig und sollte so ebenfalls gut zu den dunklen grauen Februartagen passen. Zuletzt ist auch noch „We Are The Ants“ [Shaun David Hutchinson] auf meinem To-Be-Read Stapel gelandet. Es ist zwar ein verhältnismäßig frischer Neuzugang in meinem Regal, allerdings bringt der Autor diesen Monat bereits sein zweites Buch raus und ich habe auch ausschließlich positives darüber gehört, sodass ich mich unbedingt selber davon überzeugen möchte.


Was war euer Lese-Highlight im Januar und welches Buch nehmt ihr euch für diesen Monat vor? Habt ihr irgendeines der von mit genannten Bücher schon gelesen – wenn ja, was denkt ihr darüber?

Advertisements

4 Kommentare zu „[Lesemonat] Januar / [Lesepläne] Februar

  1. „I’ll Give You The Sun“ und „Uprooted“ stehen beide ungelesen (aber auf Deutsch) in meinem Regal.
    Die anderen sagen mir nichts, glaube ich.

    Liebe Grüße & ein schönes Wochenende,
    Nicci

  2. Huhu!
    Mir ging es mit Marisha Pessl ebenso, obwohl ich die Geschichte an und für sich doch recht positiv in Erinnerung hatte. Ich finde, Pessl hat einen sehr speziellen Schreibstil und eine spezielle Erzählweise, die sie interessant macht. Ich habe auch ihr zweites Buch ‚Die amerikanische Nacht‘ gelesen, das hat mir noch besser gefallen, obwohl ich für den Schluss eine Weile gebraucht habe. Ihre Bücher sind sehr komplex und sind an manchen Stellen (und das ist ein Punkt, der mich ein bisschen an Pessl stört) manchmal verwirrend unlogisch.

    ‚Die Widerspenstigkeit des Glücks‘ hat mir persönlich gut gefallen. Ich hoffe, das dir die Geschichte ebenfalls zusagt.

    Liebe Grüße,
    Linda

  3. Ich fand ja Jandy Nelsons Debüt ziemlich großartig, ehrlich gesagt, und bin mir ziemlich sicher, dass ich auch „I’ll give you the Sun“ lieben werde. Aber dazu gekommen, es zu lesen, bin ich immer noch nicht. Dass du es trotz deiner Abneigung gegen den Erstling so großartig fandst, macht mir aber grade noch mehr Lust, irgendwie :D

    „Eleanor“ lese ich auch grade. Der Schreibstil gefällt mir sehr, aber Mann, war ich die ersten 30 Seiten wegen der Namen verwirrt…Ich hoffe sehr, dass das Buch uns beiden gefallen wird! Ansonsten interessiert mich deine Meinung zu „We are the Ants“ total, da höre ich in letzter Zeit nämlich so viel von.

    Ich wünsche dir einen erfolgreichen Februar!

  4. Hallo!
    Bei mir ist „Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod“ eben erst eingezogen und ich freu mich schon darauf.
    „Die alltägliche Physik des Unglücks“ habe ich schon vor Jahren gelesen, aber es hat mir nicht gefallen.
    Von deinen Februarbüchern habe ich bereits „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ und „Bis ans Ende der Geschichte“ gelesen.
    Liebe Grüße
    Martina

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s