Bücher · Persönliches

[Lesemonat] Februar / [Lesepläne] März


[Lesemonat] Februar

febr

“Die Widerspenstigkeit des Glücks” (engl. „The Storied Life of A. J. Fikry“), Gabrielle Zevin: Wieso weshalb warum mich dieses kleine aber feine Buch so dermaßen begeistern konnte, habe ich euch erst letzte Woche in meiner Rezension verraten. „Die Widerspenstigkeit des Glücks“ ist so ein warmes und herzliches und einfach nur reales Büchlein, das ich wirklich jedem ans Herz legen kann! 5/5

„Night“ (dt. „Die Nacht), Elie Wiesel: Über „Nacht“ kann und will ich gar nicht so viel sagen, außer, dass es ein unfassbar wichtiges Buch ist. Elie Wiesel schildert die Zeit, die er in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern verbracht hat und auch wenn das Buch unglaublich kurz ist, an manchen Stellen vielleicht sogar ausführlicher hätte sein können, so hat es mich doch extrem mitgenommen und erschüttert. Egal wieviele Bücher ich noch über den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg lesen werde, ich werde nie verstehen, wie so grauenvolle und menschenverachtende Dinge geschehen konnten. „Night“ ist trotz seiner Kürze kein einfaches Buch, das man mal eben schnell wegliest, aber es ist eine ergreifende und so wichtige Biographie, die jeder einmal in seinem Leben gelesen haben sollte. 5/5

„The Snow Child“ (dt. „Das Schneemädchen“), Eowyn Ivey: Für Nacherzählungen russischer Märchen habe ich sehr viel übrig, wie dem ein oder anderen vielleicht schon aufgefallen ist. „The Snow Child“ spielt im Alaska der 1920er Jahre. Jack und Mabel haben dort eine Hütte und Land, doch was ihnen fehlt, sind Kinder, die sie sich immer gewünscht haben. Inzwischen sind sie 50 und leben nur noch gefrustet und in sich gekehrt nebeneinander. Das ändert sich jedoch, als ihnen im Winter ein kleines Mädchen zuläuft, das auf so wundersame Weise aufgetaucht ist aber auch immer wieder verschwindet. Mir hat an diesem Buch besonders die Beschreibung der Beziehungen gefallen, generell schreibt Eowyn Ivey malerisch und einfühlsam und das hat der Geschichte eine unglaulich magische und wohlige Atmosphäre eingehaucht. Manche Dinge waren womöglich zu ausschweifend, gerade der Anfang des Buches war etwas schleppend, dafür konnte ich es ab der Mitte überhaupt nicht mehr weglegen und habe es in einem Rutsch zu Ende gelesen. 4.5/5

„Eleanor“ (engl. „Eleanor“), Jason Gurley: Über „Eleanor habe ich in meiner Rezension schon einige Worte fallen lassen – im Grunde hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich mochte die familiären Strukturen und ihre Darstellung, ich mochte den magischen Realismus, aber es gab auch einige Dinge, die mir leider nicht so gut gefallen haben, insbesondere die Distanz zu den Charakteren. 3.5/5

„We Are The Ants“, Shaun David Hutchinson: Ich bin wirklich so glücklich, dass die Young Adult Bücher, zu denen ich in letzter Zeit greife, mir so gut gefallen. „I’ll Give You The Sun“ von Jandy Nelson war letzten Monat ja schon ein richtiger Glücksgriff, aber auch mit „We Are The Ants“ habe ich alles richtig gemacht. Es werden – wie so oft – typische Teenager-Probleme (Liebe, Freundschaft, High School, Familie, Selbstfindung) aufgegriffen, aber auf eine viel spektakulärere Art und Weise. Was außerdem für mich bei Jugendbüchern immer eine große Rolle spielt, ist die Erzählweise. „We Are The Ants“ wird aus der Perspektive von Henry erzählt und ich hätte mir einfach nichts besseres vorstellen können, denn Henry ist klug und lustig und ich konnte seinen Umgang mit Niederschlägen und der Vergangenheit einfach so gut nachvollziehen und verstehen. 4.75/5

„The Fox and the Star“ (dt. „Der Fuchs und der Stern“), Coralie Bickford-Smith: „The Fox and the Star“ ist eigentlich ein Kinderbuch – ich kaufte es vorrangig wegen der atemberaubend schönen Illustrationen, hoffte natürlich aber auch auf eine schöne Geschichte, die länger im Gedächtnis bleibt. Ersteres hat sich gelohnt, denn die Illustrationen sind so schön, dass ich sie mir am liebsten ausschneiden und an die Wand hängen möchte, dafür war zweiteres leider nicht so überwältigend wie gedacht. Selbst für ein Kinderbuch fand ich die Idee und das Ende etwas langweilig und unspektakulär und hatte irgendwie auf etwas größeres gehofft. 3/5

[Lesepläne] März

mar

Mein Februar war lesetechnisch gesehen jetzt vielleicht nicht sooo schlecht, aber ich muss dennoch gestehen, dass ich etwas enttäuscht bin, wie wenig ich gelesen habe, da ich eigentlich massig Zeit hatte. Für den März steht daher wieder eine große Portion Lesestoff auf dem Plan – eigentlich sogar mehr als abgebildet, da ich noch unzählige Rezensionsexemplare herumfliegen zu habe, ups – und ich hoffe, dass ich diesen Monat wieder öfter zum Buch greifen werde! „Hier bin ich“ von Jonathan Safran Foer habe ich mir selbst zum Valentinstag geschenkt – es wäre mein erstes Buch von Foer, aber die Geschichte klingt danach, als könnte sie mir wirklich gut gefallen. „More Than This“ soll mich daran erinnern, dass ich noch etliche ungelesene Bücher von Patrick Ness habe, die ich dieses Jahr alle lesen wollte – das wird dann hoffentlich mein erstes Patrick Ness Buch in 2017. „Simon vs. the Homo Sapiens Agenda“ von Becky Albertalli soll bitte meine Serie an fabelhaften YA Contemporary Books fortsetzen und „The Haunting of Hill House“ steht auf dem Plan, weil ich endlich mal wieder etwas von Shirley Jackson lesen möchte. Außerdem soll auch wieder mal ein Klassiker gelesen werden, ausgewählt habe ich dafür „Mrs. Dalloway“ von Virgina Woolf. Mir haben zwar schon mehrere Leute gesagt, dass das nicht das perfekte Buch von ihr zum Einstieg sein soll, aber naja, ich werde es dennoch versuchen. Zuletzt hat sich zumindest eines der Rezensionsexemplare auch auf das Bild geschmuggelt, nämlich „Eine englische Ehe“ von Claire Fuller, von der ich im vergangenen Jahr mit meinen Buchclub-Ladies schon „Our Endless Numbered Days“ gelesen habe und auf das ich sehr gespannt bin.


Welches Buch war euer Favorit im Februar und welche Bücher stehen auf der Leseliste für März? Welche Bücher habt ihr von den von mir genannten Büchern denn schon gelesen?

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3 Kommentare zu „[Lesemonat] Februar / [Lesepläne] März

  1. Ein paar wirklich tolle Bücher hast du ja diesen Monat gelesen! Da kommt das ein oder andere auch noch auf meine Wunschliste! Hoffe du schaffst alle Bücher, die du dir für den März vornimmst!

  2. Auf deine Rezension von Jonathan Safran Foer bin ich gespannt! Ich muss dich verwarnen, er hat manchmal einen eigenartigen Stil. Nicht schlecht! Nur eigenartig. „Hier bin ich“ hab ich noch nicht gelesen. Ich kann dir aber „Everything is illuminated“ empfehlen, falls du mehr von ihm lesen möchtest…
    Ich wünsche dir einen erfolgreichen März voller guter Bücher!

  3. Ohne dir jetzt die Lust an „hier bin ich“ nehmen zu wollen, muss ich doch sagen, dass es mir von allen Büchern von Foer am wenigsten gefallen hat. Ich kann dir also nur dazu raten, irgendwann mal seine anderen Bücher zu lesen.

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