Bücher

[Lesemonat] März / [Lesepläne] April


[Lesemonat] März

märz

„Der Club“, Takis Würger: „Der Club“ ist diesen Monat eine Neuerscheinung gewesen, die mich besonders interessiert hat. In dem Debüt von Takis Würger geht es um einen elitären Boxclub in Cambridge und damit einhergehend um ein Verbrechen, das durch den Protagonisten sozusagen undercover aufgeklärt werden soll. Was mir hier am besten gefiel, war definitiv die schnörkellose Sprache und der fesselnde Schreibstil des Autors, ich mochte aber auch die verschiedenen Charaktere, aus deren Blickwinkel die Geschichte erzählt wurde. Das Buch lässt sich unheimlich schnell weglesen, ist aber dennoch keine kurzweilige Lektüre gewesen. Manche Stellen waren mir dennoch einfach zu knapp und ich hätte mir mehr Hintergründe und Details gewünscht, aber alles in allem kann ich dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen! 4.5/5

„The Haunting of Hill House“ (dt. „Spuk in Hill House“), Shirley Jackson: Richtig angetan war ich letztes Jahr ja von „We Have Always Lived In The Castle“, deshalb wollte ich unbedingt noch mehr von der Autorin lesen. Mir wurde auf Instagram mehrmals „The Haunting of Hill House“ empfohlen, aber leider war ich eher enttäuscht davon. Es begann so vielversprechend und klang generell so gut, aber trotz der geringen Seitenzahl hat sich das Buch für meinen Geschmack einfach zu sehr gezogen und war an den falschen Stellen unnötig langatmig. Irgendwie entwickelte sich kein wirklicher Spannungsfaktor bei mir und auch wenn das Ende ziemlich genial war, konnte es für mich den schleppenden Mittelteil nicht mehr rausreißen. 3/5

„Herbst im Mumintal“, Tove Jansson: Mit meiner kleinen Schwester habe ich mal wieder in mein Mumin-Bücherregal gegriffen und wir haben „Herbst im Mumintal“ gelesen. Ich bin mir nicht sicher, ob das Buch tatsächlich auch für Kinder geeignet ist, denn es war doch sehr nachdenklich und melancholisch und ich bin mir nicht einmal sicher, ob selbst ich die Geschichte richtig erfasst habe. Es war witzig und süß, aber eben auch ein wenig trüb. Insgesamt kann mich aber wohl keine Mumingeschichte enttäuschen und ich bin schon gespannt, auf die nächste, zu der meine Schwester und ich greifen werden. 4/5

„Eine englische Ehe“ (engl. „Swimming Lessons“), Claire Fuller: Wie gut mir dieser ruhige Familienroman gefallen hat, habe ich euch ja bereits in meiner Rezension erzählt. Vielleicht war es neben „Der Club“ sogar mein Lieblingsbuch diesen Monat, denn ich denke noch immer darüber nach. Wer Romane mag, in denen es um Beziehungen geht, um die Handlungen und Entscheidungen von Figuren und Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit, der sollte sich dieses Buch unbedingt einmal näher anschauen. 4.25/5

“Kaltland. Unter Syrern und Deutschen” , Jasna Zajcek: Gleich zu Beginn des Monats habe ich ein unglaublich spannendes und interessantes Sachbuch lesen dürfen, das mich ebenfalls sehr begeistert hat. Jasna Zajcek hat in ihrem Buch, in dem es um Integration der Flüchtenden in Deutschland geht, nichts beschönigt, aber auch nicht den Teufel an die Wand gemalt. Im Gegenteil, sie hat auf so angenehme und sympathische Art und Weise einfach die derzeitige Situation in diesem Land aufgezeigt und dabei jeden denkbaren Blickwinkel berücksichtigt. Ich mochte das Buch unglaublich gerne und empfehle es wirklich jedem! 5/5

„Das Buch der Spiegel“ (engl. „The Book of Mirrors“ ), E.O. Chirovici: Meine Rezension ist erst diese Woche online gegangen und darin ist ja schon deutlich geworden, dass ich kein wirklich großer Fan dieses Buches war. Mir war das einfach nicht genug und ich war enttäuscht von der unspektakulären Auflösung des Krimis. Interessante Parallelen gibt es allerdings zu „Der Club“, denn auch hier geht es um das Verbrechen an einer Universität, das erst Jahre später aufgelöst werden kann. Für Zwischendurch eine gute Lektüre, für mehr allerdings auch nicht. 3.5/5

„More Than This“ (dt. „Mehr als das“), Patrick Ness: Ich bin mir noch immer unschlüssig, wie ich dieses Buch bewerten soll, allem voran, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich es richtig verstanden habe, bzw. wie man das Ende hätte verstehen sollen. Ich mochte die Geschichte und die Charaktere, aber ich habe das Gefühl, dass man dieses Buch mehr als einmal lesen muss, um es richtig zu verstehen, denn nach Beenden habe ich mich gefühlt, als hätte ich nur an der Oberfläche gekratzt und nicht alles zum Vorschein bringen können, was eigentlich in dem Roman enthalten war. Vielleicht lese ich es also zu einem späteren Zeitpunkt nochmal, denn ich habe noch wirklich viele ungeklärte Fragen. 3.75/5

[Lesepläne] April

apr

Im April möchte ich noch die Bücher aufholen, die aus dem letzten Monat liegen geblieben sind – nämlich „Hier bin ich“ von Jonathan Safran Foer und „Simon vs. The Homo Sapiens Agenda“ von Becky Albertalli. Eure Kommentare unter meinem letzten Lesepläne-Post klangen ja fast durchweg so, als würde sich „Hier bin ich“ nicht wirklich lohnen, aber ich bin trotzdem noch immer super gespannt auf das Buch und lasse mich davon (und auch von der Dicke) nicht abschrecken. Außerdem möchte ich das Mysterium um „Caraval“ von Stephanie Garber ergründen – das Buch wurde ja schon vor seinem Erscheinen unglaublich gehyped und man hat immer wieder von dem Vergleich mit „The Night Circus“ von Erin Morgenstern, das ich sehr gerne mochte, gehört. Meine Erwartungen versuche ich dennoch so niedrig wie möglich zu halten, da ich jetzt auch schon einige mittelmäßige bis schlechte Rezensionen gesehen habe. Auf die Leseliste ist außerdem das ebenfalls sehr gehypte „The Hate U Give“ von Angie Thomas gelandet, das ja bereits im Juli auf Deutsch erscheinen soll – ich bin schon richtig gespannt, was mich erwarten wird! Zuletzt ist noch „Everybody Sees The Ants“ von A.S. King auf diesen Stapel gerutscht, denn von der Autorin wollte ich schon länger etwas lesen und ich habe gehört, dass es hier auch um magischen Realismus gehen soll, was mir immer sehr gut gefällt.


Welches Buch war euer Highlight im März und was nehmt ihr euch für den April vor? Was haltet ihr von im Vorfeld gehypten Büchern – könnt ihr dennoch mit niedrigen Erwartungen rangehen oder verdreifachen sie sich bei euch automatisch?

Advertisements

5 Kommentare zu „[Lesemonat] März / [Lesepläne] April

  1. Hi! Mein Highlight diesen Monat war ‚Aquarium‘ von David Vann, ich könnte die ganze Zeit davon schwärmen. Für den April habe ich mir – mal wieder – viel zu viel vorgenommen! ‚Eine englische Ehe‘ möchte ich auch spätestens zum Sommer hin lesen, ich habe bisher nur Gutes gehört und bin sehr gespannt. Bei gehypten Büchern sind meine Erwartungen automatisch sehr hoch, obwohl ich versuche diesen Impuls immer im Keim zu ersticken. (Funktioniert oft nicht.) Ich freue mich schon auf deine Meinung zu ‚Hier bin ich‘, weil ich erst letztens überlegt habe, es auch bald zu lesen.

    Liebe Grüße! c:

    1. Haha, das kenne ich – selbst wenn man sich vornimmt, nicht mit zu hohen Erwartungen an ein Buch heranzugehen, klappt es einfach nicht immer. :D Danke für dein Kommentar, ich wünsche dir einen herrlichen Tag!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s