Bücher

[Lesemonat] Juni / [Lesepläne] Juli


[Lesemonat] Juni

jun

„Die Glasglocke“ – Sylvia Plath: Bedrückend und düster und von der Atmosphäre ein klein wenig so wie mein geliebter „Der Fänger im Roggen“ – vermutlich hat mir Sylvia Plaths einziger Roman, der auch noch autobiografische Züge trägt und in dem es überwiegend um Depressionen geht, deshalb so gut gefallen. 4/5

„Wenn Männer mir die Welt erklären“ – Rebecca Solnit: In meiner Rezension bin ich schon ausführlich darauf eingegangen, weswegen die Essays von Rebecca Solnit nicht zu 100 Prozent meinen Geschmack getroffen haben – in meinen Augen war es doch zu einseitig und teilweise zu wissenschaftlich formuliert, auch wenn die Grundaussage hinter den Texten definitiv eine wichtige und unterstützenswerte ist. 3/5

„Ein ganzes Leben“ – Robert Seethaler: Dieses kleine dünne Buch habe ich mehr spontan und in einem Rutsch gelesen, nachdem eine Kundin in der Buchhandlung es mir empfohlen hatte. Wir nehmen teil am gewöhnlichen aber deswegen nicht weniger aufregendem Leben Andreas Eggers, welches mich trotz der Knappheit des Buches beeindrucken konnte. 4/5

„Vom Ende der Einsamkeit“ – Benedict Wells: Endlich habe ich auch mal meinen ersten ‚Wells‘ gelesen. Den Roman habe ich mir spontan im Urlaub gekauft, nachdem ich schon länger um das Buch herumgeschlichen bin und wow, es hat sich sowas von gelohnt. Ich weiß schon jetzt, dass diese emotionale und absolut mitreißende Geschichte am Ende des Jahres in meinen Top 5 landen wird und kann sie nur jedem ans Herz legen. Lest es! 4.75/5

„My Cousin Rachel“ – Daphne Du Maurier: Es kommt euch sicher schon zu den Ohren heraus, wie sehr ich „Rebecca“ von der Autorin mochte, aber auch dieser Roman bewies erneut ihr schriftstellerisches Talent und vor allem ihr Können, vielschichtige und unvorhersehbare weibliche Protagonistinnen zu erschaffen. Auch wenn es für mich schlussendlich nicht ganz an „Rebecca“ heranreichte, fand ich das Buch unglaublich gut und kann es jetzt noch weniger erwarten (1) die Filmadaption dazu zu sehen (die im übrigen mit Sam Claflin besetzt ist) und (2) noch mehr von Daphne Du Maurier zu lesen. 4.5/5

„Blue Lily, Lily Blue“ – Maggie Stiefvater: Es will einfach nicht klappen zwischen mir und den Raven Boys. Nach den ersten hundert Seiten dachte ich doch wirklich, der Knoten sei endlich geplatzt, aber dann gingen mir doch wieder dieselben Dinge auf die Nerven, die mich schon an den vorangegangenen Büchern störten. Es soll einfach nicht sein, ich werde es mir aber dennoch nicht nehmen lassen, auch noch den letzten Band der Reihe zu lesen. 3/5

„Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ – Ruth Hogan: Zugegeben, eigentlich wollte ich das Buch gar nicht unbedingt lesen. Es klang ganz süß und ich hatte eine kleine emotionale Bindung, weil es in meinem Bewerbungsgespräch beim Verlag um die Cover-Gestaltung des Buches ging, daher habe ich es dann doch gekauft und wurde positiv überrascht. Jetzt nicht so sehr, dass dieses Buch mein neuer Liebling im Regal wäre, aber es war doch unterhaltsamer und liebenswürdiger als ich dachte. Nur die übergroße Portion Kitsch hätte man dann doch etwas reduzieren können. 3.75/5

„Die Mumins. Geschichten aus dem Mumintal“ – Tove Jansson: Wer kaum etwas mit den Mumins anfangen kann, aber Lust hat, sich ein bisschen mit den lustigen Figuren aus dem Mumintal auseinanderzusetzen, den kann ich zu genau diesem Buch raten. Die Geschichten hängen nicht zusammen, sind aber allesamt mit einer teils humorvollen, teils aber auch sehr melancholischen Note versehen. 5/5

[Lesepläne] Juli

jul

Immer mehr und mehr Bücher türmen sich in meinem Regal und obwohl ich vor kurzem erst ein neues Regal gekauft habe, fehlt mir inzwischen schon wieder der Platz – es ist absolut verflucht. Umso ambitioniert starte ich in den Juli und möchte diesen Monat einige Bücher weglesen: Dazu gehört „Das Rauschen in unseren Köpfen“ von Svenja Gräfen, über das ich bisher ausschließlich positives gehört habe, aber auch „The Rest Of Us Just Lives Here“ von Patrick Ness. Ihr erinnert euch sicher – ich wollte dieses Jahr eigentlich alle Bücher des Autors gelesen haben und bisher ist meine Bilanz wirklich sehr trostlos. In meinem neuen Format, den Neuerscheinungen  sprach ich über „Liebe findet uns“ von J.P. Monninger und auch das möchte im Juli unbedingt gelesen werden. Außerdem auf dem Leseplan sind auch die August-Neuerscheinungen im Dumont-Verlag, „Heimkehren“ von Yaa Gyasi und „Exit West“ von Mohsin Hamid. Auf beide habe ich eine unglaubliche Vorfreude und ich hoffe, dass meine Erwartungen nicht enttäuscht werden. Vor einigen Monaten kaufte ich mir den Band mit aus Nordkorea herausgeschmuggelten Erzählungen, „The Accusation“, welches unter dem Pseudonym Bandi herausgegeben wurde. Und zuletzt möchte ich ein Buch lesen, welches im vergangenen Jahr eines der gehyptesten Bücher des Sommers war – „The Girls“ von Emma Cline.


Welche Bücher habt ihr im Juni genossen und welche haben euch eher enttäuscht? Was steht im Juli auf dem Plan und habt ihr möglicherweise eines der von mir gezeigten Bücher schon gelesen?

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7 Kommentare zu „[Lesemonat] Juni / [Lesepläne] Juli

  1. Ein wundervoller Beitrag und tolle Bücher, die du lesen konntest. Die Glasglocke habe ich auch noch hier liegen und wollte ich eigentlich schon längstens gelesen haben. Nach deiner hohen Bewertung rutscht es gerade noch etwas höher auf meinem SuB. Vom Ende der Einsamkeit habe ich mir auch gekauft und freue mich schon sehr auf diese Lektüre. Wünsche dir für den Juli viel Leseerfolg! Geniess den Sonntag.

    1. Dankeschön! Pass aber auf, dass du „Die Glasglocke“ nicht in der falschen Stimmungslage liest – wenn man eh schon deprimeirt ist, ist das Buch nämlich noch bedrückender glaube ich. Ich wünsche dir auch einen wunderbaren Lese-Juli!
      Liebste Grüße :)

  2. „Die Glasglocke“ muss ich auch endlich mal lesen, genauso wie „Rebecca“! Benedict Wells reizt mich ja auch, obwohl ich keine Vorstellung davon hab, was genau die Bücher eigentlich besonders macht. Es reicht schon, zu sehen, wie begeistert immer alle sind. :D Bei Rebecca Solnit habe ich lange überlegt, aber deine Rezension hat mich zu dem Entschluss kommen lassen, dass es kein Must-Read ist.
    Deine Lesepläne für den Juli sehen auch toll aus! Bei „Exit West“ würde ich mich eventuell anschließen, es ist ja auch wirklich ein dünnes Buch. „Heimkehren“ hab ich vorgestern ausgelesen; ich bin total gespannt, wie dir das Buch gefällt. Auch mit „The Accusation“ machst du mich sehr neugierig, da warte ich mal dein Urteil ab.
    Liebe Grüße und einen wunderschönen Juli dir! <3

    1. Ich glaube, du würdest vor allem „Rebecca“ lieben! Ich habe bei Benedict Wells auch lange gezögert, aber nachdem eine Kundin es mir ans Herz gelegt hatte, wollte ich zumindest „Vom Ende der Einsamkeit“ endlich mal lesen und es hat sich echt gelohnt! Es ist … einfach so gefühlvoll, aber total real und ehrlich. Besser kann ich es irgendwie auch nicht beschreiben, aber mich hat die Geschichte richtig mitreißen können!
      Haha, falls du das von Rebecca Solnit doch mal lesen wollen würdest, kann ich es dir auch gern schicken! Aber in meinen Augen ist es tatsächlich kein Must-Read, ich werd die Wochen mal weiterschauen – Roxane Gay soll ja auch sehr gut und interessant über Feminismus schreiben, vielleicht knöpfe ich sie mir als nächstes vor.
      Und ja – ich sag dir Bescheid, wann ich „Exit West“ lese!
      Liebste Grüße zurück und auch für dich natürlich ebenfalls einen wunderschönen Juli! <3

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